Pressemitteilung: Landesschüler:innenvertretung NRW kritisiert die möglichen Änderungen an der Ausbildungs– und Prüfungsordnung

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein

Entwurf der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe benachteiligen chronisch kranke Schüler*innen in NRW zusätzlich.

Die Landesschüler*innenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) bezieht klar Stellung gegen den Entwurf der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe. Der Entwurf (§ 13 [5]) setzt einer Bewertbarkeit und dem nachträglichen Erbringen von Leistungen eine Anwesenheit von 50 % der Unterrichtszeit voraus. Das ist bei Schüler*innen mit chronischen Erkrankungen oft nicht möglich.

Zusätzliche Belastung für chronisch erkrankte Schüler*innen

„Diese Regelung benachteiligt Betroffene von ME/CFS und anderen chronischen Erkrankungen stark. Dieser Entwurf ist ein Schritt Rückwärts auf dem Weg hin zu einem gerechten, inklusiven Bildungssystem!" sagt Marie Hacker, Vorstandsmitglied der Landesschüler*innenvertretung NRW. „Im aktuellen Zustand kann das Bildungssystem absolut nicht auf individuelle Bedürfnisse von Schüler*innen eingehen. Durch den neuen Entwurf wird auf chronisch kranke Schüler*innen nicht nur nicht eingegangen, ihnen wird zusätzlich der Erhalt guter Bildung erschwert." ergänzt Ida Frentrup, Landevorstandsmitglied der LSV NRW.

Ginge man nach den Änderungen an der Ausbildungs- und Prüfungsordnung könnten Betroffene trotz erbrachter Leistungsnachweise, nicht versetzt werden. Die LSV NRW betont, dass der Zugang zu höherer Bildung den Betroffenen trotz vorhandenem Wissen und Leistungen nicht möglich wäre. 

Dieser Zustand würde zusätzlichen Stress verursachen, welcher bei der Genesung oder für den Gesundheitszustand betroffener Schüler*innen eine zusätzliche Last darstellen könne. 

Mehr individuelle Förderung, Offenheit und Verständnis!

“In unserem Schulsystem braucht es mehr individuelle Förderung anstelle von Verallgemeinerungen und Änderungen, die absolut nichts mit dem Leben von Betroffenen zu tun haben. Was es jetzt braucht, ist mehr Offenheit für neue Technologien und Verständnis für die verschiedenen Bedürfnisse Betroffener.” erklärt Ida Frentrup aus dem Landesvorstand der LSV NRW.

Die Landesschüler:innenvertretung stellt sich mit ihren Forderungen klar hinter die Betroffenen von ME/CFS und anderen chronischen Erkrankungen und fordert das Bildungsministerium NRW dazu auf ihre Änderungsvorschläge zu überdenken.