Die Landesverbindungslehrer*innen

Die Landesverbindungslehrer*innen (LaVeLe) werden von der Landesdelegiertenkonferenz gewählt und unterstützen den Vorstand beratend in ihrer Arbeit. Zudem sind sie Mitglieder des Finanzausschusses. Hier stellen sich die aktuell gewählten Verbindungslehrer*innen vor.

Johannes Heck (Geschäftsführung)

im Amt seit: 2015

Schule: Städtisches Leibniz Montessori Gymnasium, Düsseldorf

Fächer: Geschichte und Mathematik

Schwerpunkte:

  • Demokratisierung des Schulsystems
  • Rechtsextremismusprävention
  • Basis-/SV-Arbeit


„Meine Schwerpunkte sehe ich in der Basisarbeit unter Schüler*innen, dem Verständnis von SV’en als „Gegenmacht“ der Schüler*innen gegen Politik und Schule, die ihre Interessen und Bedürfnisse nicht ernst nimmt und in der politischen Bildung junger Menschen. In diesem Sinne berate ich den LaVo wie auch BSV’en bei der Basistour oder zu Fragen der demokratischen Teilhabe in Schulkonferenzen, Schulausschüssen oder auf der Straße. Mir ist wichtig, dass – unabhängig vom schulpolitischen Mandat der SV’en – zumindest gedanklich immer klar ist, dass Schulen ein wichtiger Teil der Gesellschaft sind und nur innerhalb der gesellschaftlichen Entwicklungen gedacht werden können. Rechtsextremismus und vordemokratische Strukturen in der Gesellschaft wirken sich ganz konkret auf Schulalltag und –politik aus, wie eben auch Schulpolitik ein undemokratisches und „politikmüdes“ Verhalten bei Jugendlichen fördern kann.

Die LSV mit ihren Delegiertenkonferenzen, Seminaren und Workshops stellt zusammen mit den vielen engagierten, demokratische Werte und soziale Gerechtigkeit verteidigenden Schüler*innen überall im Land eine wichtige Kraft für eine bessere, freiere und lebenfrohere Schule und Welt dar. Ein „Teil von jener Kraft, […] die stets das Gute schafft“ zu sein, ist mir eine große Ehre und Freude.“

Anke Venohr (stellvertretene Geschäftsführung)

im Amt seit: Mai 2011

Schule: Gesamtschule Halle/Westfalen

Fächer: Deutsch, Geschichte/Politik/Erdkunde (GL)

Schwerpunkte:

  • SV Lehrerin
  • Multiplikatorin gegen Rechtsextremismus
  • Ansprechpartnerin „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“
  • Ansprechpartnerin für das Themengebiet sexuelle Gewalt

„Demokratie benötigt Demokrat*innen. Doch wie steht es um die gelebte Demokratie an Schulen? An welcher Stelle können sich Schüler*innen beteiligen und wo stoßen sie an Grenzen?

Politische Partizipation kennt keine Altersbeschränkung, doch sie muss vorgelebt, erlernt und gefördert werden. Als Landesverbindungslehrerin sehe ich es als meine Verantwortung die Demokratie an Schule zu stärken und Schüler*innen demokratische Kompetenzen mit auf den Weg zu geben. Schüler*innen müssen als Persönlichkeiten wahr- und ernstgenommen werden. Daher wünsche ich mir die Schule als Ort des Vertrauens, wo jede*r gerne hingeht, sich frei entwickeln und entfalten kann. Im Studium, als Leiterin eines Jugendzentrums, als Vertrauensperson in der individuellen Beratung, als Dozentin, als Lehrerin – bei meiner Arbeit Schüler*innen zu begleiten, habe ich an unterschiedlichen Orten und Institutionen viele Erfahrungen sammeln können. So ist mein pädagogischer Werkzeugkoffer prall gefüllt!

Besonderes Anliegen ist mir dabei die feministische Mädchen/Frauen/*arbeit, sowie Ansprechpartnerin bei persönlichen Schwierigkeiten und Fragen zu sein.“

Felix von Hatzfeld

im Amt seit: Mai 2012

Schule: Georg-Büchner-Gynasium/Düsseldorf

Fächer: Philosophie und Geschichte

Schwerpunkte:

  • Rechtsextremismusprävention
  • Arbeit mit Geflüchteten
  • Demokratisierung des Bildungssystem
  • Antimilitarismus


„Nicht zuletzt aufgrund meiner Fächerkombination engagiere ich mich seit längerem in der Schule im Bereich der Rechtsextremismusprävention, beispielsweise durch Argumentationstrainings. Darüber hinaus rege ich Schüler*innen zur Zusammenarbeit mit Geflüchteten an, beispielsweise im Rahmen eines Projektkurses Rassismuskritik: Die Schüler*innen werden gemeinsam mit Geflüchteten aktiv – sei es durch Bastel- und Spielangebote für Kinder in den Unterkünften oder durch ein gemeinsames Fastenbrechen und Come together in der Schule. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Aktivität ist die Aktivität gegen den Kooperationsvertrag zwischen dem Schulministerium und der Bundeswehr. Ich denke, diese Kooperation sollte beendet und durch Friedensbildung in Schulen (und anderen Bildungsinstitutionen) ersetzt werden. Aufgrund der derzeitigen weltweiten Lage rückt der Einsatz für den Frieden ja wieder stärker in das Bewusstsein der Schüler*innen – und aller Menschen. Am liebsten wäre mir natürlich, dass dass sich die globale Politik so verändert, dass Friedensbildung nicht mehr nötig ist, weil die Welt friedlich ist (ein bisschen träumen wird man ja dürfen…)

Darüber hinaus beschäftige ich mich mit grundlegenden Fragen der Demokratisierung der Bildungsinstitutionen, der Struktur des Bildungssystems (Ziel: Eine Schule für Alle!) sowie mit der Frage, was eigentlich unter „Bildung“ zu verstehen ist.

Es bereitet mir viel Freude, mit den hochmotivierten und hochpolitisierten jungen Menschen der LSV zusammen zu arbeiten, und ich hoffe, dass wir gemeinsam viele Verbesserungen für die nordrhein-westfälischen Schüler*innen bewirken können, kleine und große, denn: „Fortschritt ist die schrittweise Verwirklichung von Utopien“ (Oscar Wilde).“