LDK-Beschluss: Einführung eines gesellschaftlichen Schwerpunkts für die Oberstufe

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Der folgende Antrag wurde von der 143. Landesdelegiertenkonferenz beschlossen:

Antragstext

Die 142. Landesdelegiertenkonferenz möge beschließen, dass der Vorstand der
Landesschüler*innenvertretung NRW beauftragt wird, sich im Gespräch mit der 
Schulministerin des
Landes Nordrhein-Westfalen dafür einzusetzen, dass Schülerinnen und Schüler in 
NRW künftig die Möglichkeit erhalten, ihr Abitur mit einem 
gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt abzulegen.
Zudem soll sich der Vorstand auch medial für die Einführung eines solchen 
Schwerpunktes stark
machen, um das Thema in der öffentlichen Diskussion zu platzieren und den 
Forderungen Nachdruck
zu verleihen.

Begründung

Bisher können Schülerinnen und Schüler in NRW ihr Abitur nur mit einem sprachlichen oder
 naturwissenschaftlichen Schwerpunkt absolvieren, was viele benachteiligt, deren Stärken und
 Interessen im Bereich der Gesellschaftswissenschaften liegen. Die Einführung eines
 gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunktes wäre aus mehreren Gründen sinnvoll:
 Der Gesetzgeber erkennt die Relevanz gesellschaftswissenschaftlicher Fächer selbst an, da in NRW
 in der Jahrgangsstufe 12 verpflichtend ein Zusatzkurs in Geschichte und Sozialwissenschaften
 eingeführt wurde. Diese Bedeutung sollte sich konsequent in der Möglichkeit eines
 gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunktes widerspiegeln.
 Ein gesellschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt würde die Chancengleichheit verbessern und
 Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihre Interessen und Begabungen gezielt zu fördern.
 Gleichzeitig würde er sie besser auf Studiengänge und Berufsfelder vorbereiten, die auf
 gesellschaftlichen Herausforderungen basieren, wie etwa Politik, Bildung oder Journalismus.
 In einer globalisierten Welt mit zunehmenden sozialen und politischen Herausforderungen sind
 gesellschaftswissenschaftliche Kompetenzen unverzichtbar. Politische Bildung und die Analyse
 gesellschaftlicher Strukturen sind wichtig für eine aktive, reflektierte Teilhabe an der Demokratie.
 Um die Forderung zu unterstreichen, soll der Landesvorstand die Öffentlichkeit gezielt einbeziehen. Über
 Social Media, Pressearbeit und Kooperationen mit Jugendorganisationen kann die gesellschaftliche
 Bedeutung dieser Änderung hervorgehoben und die öffentliche Debatte angestoßen werden.
 Der Vorstand soll sich außerdem dafür stark machen, dass die Einführung dieses Schwerpunktes
 zügig umgesetzt wird, beispielsweise durch Pilotprojekte an ausgewählten Schulen, um die
 Machbarkeit und Akzeptanz zu prüfen.
 Mit diesem Antrag fordern wir ein gerechteres, moderneres und flexibleres Bildungssystem in
 Nordrhein-Westfalen.