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Pressemitteilung: Verpflichtender Unterricht ist wie ein Händedruck, um das Kontaktverbot zu besiegeln

Verpflichtender Unterricht ist wie ein Händedruck, um das Kontaktverbot zu besiegeln

Die Corona-Krise hat unsere Gesellschaft nachhaltig auf den Kopf gestellt und die durch neoliberale Sparpolitik geschaffenen Probleme in vielen Bereichen deutlich gemacht: In Krankenhäusern, auf dem Wohnungsmarkt, aber auch in Schulen. Schulischerseits sind nun besonders die Abitur- und Abschlussjahrgänge in hohem Maße von der Krise betroffen. In ganz NRW sind die Schulen seit zwei Wochen geschlossen, der Verlust der Unterrichtszeit ist vor allem für Schüler*innen belastend, die einen Abschluss erwerben wollen. Seit Wochen schweben die Schüler*innen in Unwissenheit, wie sich die Situation entwickeln wird. Nun hat sich das MSB in Form einer Schulmail geäußert. Trotzdem bleiben manche Details unklar.

Die LSV begrüßt, dass auf verpflichtende Abweichungsprüfungen schon in diesem Jahr verzichtet wird. Außerdem sieht sie es positiv, dass das Ministerium ihrer Forderung, Unterricht für Abiturient*innen anzubieten, nachgekommen ist, sofern das zum gegebenen Zeitpunkt mit dem Infektionsschutz vereinbar sein wird.
Allerdings kritisiert die LSV NRW scharf, dass dieses Unterrichtsangebot nun verpflichtend geplant ist – wie aus einzelnen Schulen zu hören ist – und möglicherweise auch die Zulassung zu den Prüfungen von Leistungen in diesen drei Wochen abhängig gemacht werden soll: „Gerade für die Abiturient*innen ist dieser Unterricht wichtig, um den letzten Stoff durchzuarbeiten. Jedoch ist es in dieser Zeit nicht angebracht, die Abiturient*innen in den Unterricht zu zwingen. Zu groß sind die Ängste vor einer Infektion durch das Virus.“, kritisiert Moritz Bayerl, aus dem Landesvorstand der LSV NRW. In letzter Zeit erreichen die LSV NRW viele Nachrichten von besorgten Abiturient*innen, die sich über das Vorgehen des Ministeriums beschweren, denn dass „die Entscheidung des Kultusministeriums per Telefonkonferenz getroffen wurde, um möglichen Ansteckungen vorzubeugen, zeigt einen erschreckenden Widerspruch in sich selbst, wenn Schüler in einem Monat dennoch zusammen kommen und Prüfungen ablegen sollen.“, so ein Schüler per E-Mail. Dieses Unverständnis lässt sich auf den nun verpflichtenden Unterricht für Abiturient*innen übertragen. „Teils existenzielle Ängste, die Gefahr einer Ansteckung und die Angst davor – das alles spricht rational gegen eine Verpflichtung, zum Unterricht zu gehen“, ergänzt Sophie Halley, auch Abiturient*in und im Landesvorstand. Weiterlesen

Pressemitteilung: Verschiebung von Prüfungen – aber nicht ohne Wahlmöglichkeit!

Verschiebung von Prüfungen – aber nicht ohne Wahlmöglichkeit!

Die Landesschüler*innenvertretung NRW begrüßt einzelne Entscheidungen des MSB zu den Abschlussprüfungen 2020, sieht aber an zahlreichen Stellen Verbesserungsbedarf: „Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangssituationen der Schüler*innen halten wir an der Forderung fest, dass diese individuell darüber entscheiden, ob sie eine Abschlussprüfung ablegen oder ein sogenanntes “Durchschnittsabitur” erhalten möchten.“, so Landesvorstandsmitglied und angehende Abiturientin Sophie Halley, „Dass Abweichungsprüfungen nur auf freiwilliger Basis durchgeführt werden sollen, ist hingegen eine gute Entscheidung. Leider sieht das MSB aber mehrere Maßnahmen vor, die wir im Interesse der Schüler*innen ablehnen.“

„Die Wahlmöglichkeit – “Durchschnittsabitur” oder Prüfungen wie üblich – ist aus mehreren Gründen sinnvoll.“, erklärt Johanna Börgermann, ebenfalls Landesvorstandsmitglied: „Zum Beispiel sinkt die Infektionsgefahr, weil nicht alle Schüler*innen an den Klausuren teilnehmen, und die Schüler*innen, die durch die Corona-Krise psychisch belastet sind – z.B. aufgrund von Erkrankungen naher Verwandter -, laufen nicht Gefahr, in den Prüfungen unter ihren Möglichkeiten zu bleiben.“

Des Weiteren kritisiert die LSV NRW, dass die Lehrkräfte nicht – wie von der LSV NRW am 26.3. gefordert – die Möglichkeit erhalten, aus einer größeren Anzahl von Klausuren die für ihre Lerngruppe passenden auszuwählen. „Selbst wenn Frau Ministerin Gebauer in Aussicht stellt, dass die Schüler*innen nach den Ferien in der Schule mit ihren Lehrer*innen gemeinsam die Prüfungen vorbereiten können, ist doch fraglich, ob alle daran teilnehmen werden, da viele vermutlich Angst vor Ansteckung haben oder weil ihre Eltern nicht wollen, dass sie sich dieser Gefahr aussetzen.“, so Sophie Halley.

Als besonders problematisch sieht die LSV NRW zudem, dass durch die Schulschließungen ausgefallene Vorabiturklausuren in der kurzen Zeit zwischen dem Ende der Osterferien und dem Beginn der (verschobenen) Abiturprüfungen nachgeholt werden sollen. „Das stellt eine unzumutbare Härte für die betroffenen Schüler*innen dar, die ja keinerlei Schuld daran haben, dass sie die Klausuren nicht schreiben konnten“, protestiert Johanna Börgermann. Weiterlesen

Abiturprüfungen in Zeiten von Corona: Forderungen der LSV NRW

Wie in unserem gestern veröffentlichten Positionspapier (abrufbar unter: lsvnrw.de/corona) dargelegt, stellt die aktuelle Situation rund um das Coronavirus fast alle Bereiche des Lebens vor Herausforderungen und wirft dadurch Schlaglichter auf alle jene Teile unserer Gesellschaft, die sich bereits vor der Corona-Pandemie in der Krise befanden.

Dies gilt auch für die für Ende April bzw. Anfang Mai geplanten Abitur- und zentralen Abschlussprüfungen. Nach der Schließung aller Schulen in NRW war in den letzten Tagen nicht klar, ob bzw. in welcher Form die Prüfungen in diesem Jahr stattfinden würden. Nach einigem hin und her stellte die Kultusminister*innenkonferenz (KMK) am Mittwoch klar, dass alle Prüfungen wie geplant oder zu einem Nachholtermin stattfinden sollen. Dieser Plan bringt für Schüler*innen jedoch eine ganze Reihe an Problemen mit sich:

  • Der Unterrichtsausfall durch Schulschließungen in den letzten drei Wochen vor den Osterferien hat dazu geführt, dass teilweise nicht einmal alle obligatorischen Unterrichtsinhalte behandelt werden konnten, er führte aber vermutlich an fast allen Schulen dazu, dass eine zielgerichtete Wiederholung der gesamten Inhalte der Qualifikationsphase gemeinsam im dem Kurs und der Lehrkraft nicht stattfinden konnte. Dadurch werden die Ungerechtigkeiten aufgrund sozialer Ungleichheit, die das mehrgliedrige Schulsystem in Deutschland ohnehin mit sich bringt, noch verstärkt: Manche Schüler*innen haben Eltern, die ihnen entweder unmittelbar als Unterstützung zur Seite stehen oder Nachhilfe finanzieren können, andere nicht. Die Unfairness, die ein Zentralabitur ohnehin mit sich bringt – trotz ungleicher Ausgangsbedingungen werden innerhalb einer Schule, aber auch zwischen Schulen in unterschiedlich “starken” Sozialräumen die gleichen Maßstäbe angelegt – wird folglich noch größer werden. Die Willkürlichkeit der Notengebung, die notwendigerweise mit dem Zentralabitur verbunden ist, wird so noch vergrößert.
    Es wird Zeit, sich endlich von einem Benotungssystem zu verabschieden, dessen mangelnde Aussagekraft und Vergleichbarkeit seit Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht und belegt ist.[1] Es sollten endlich alternative Möglichkeiten der Bewertung der Leistungen von Schüler*innen etabliert werden, die den Fokus nicht auf das Abfragen standardisierter “Kompetenzen” legen, sondern auf die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes. Das wäre übrigens auch eine Grundvoraussetzung für ein inklusives Schulsystem, das diesen Namen verdient und den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht werden würde.
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Positionspapier der LSV NRW zur Corona-Krise

Mit dem Fortschreiten der COVID-19-Pandemie vermehren sich auch die an uns gerichteten Anfragen, wie aus unserer Sicht mit der aktuellen Situation umzugehen sei. Da wir als Schüler*innenvertreter*innen jedoch weder Mediziner*innen noch Expert*innen für öffentliche Gesundheit sind, sehen wir es nicht als unsere Aufgabe, Stellung zu Fragen des Infektionsschutzes zu beziehen. Stattdessen möchten wir im Folgenden einen Blick auf die durch Pandemie gestellten oder vernachlässigten (schul-)politischen Fragen werfen.

#1 Corona ist nicht nur eine gesundheitliche Krise
Vor dem Hintergrund hunderttausender Erkrankter und tausender Toter gilt es einen Blick auf alle Bereiche unserer Gesellschaft zu werfen, die sich, verstärkt durch die voranschreitende Pandemie, in der Krise befinden:

Während man sich noch vor wenigen Monaten weigerte, Gesundheits- und Krankenpfleger*innen ein angemessenes Gehalt zu zahlen, und der Vorschlag, die Hälfte aller Krankenhäuser zu schließen, öffentlich diskutiert wurde, beklagt man heute den Mangel an Fachkräften und Betten auf Intensivstationen.

Während Unternehmen in den letzten Jahrzehnten ihre Produktion nach China verlagerten, um durch den Einsatz von billigeren Arbeitskräften ihren Gewinn zu maximieren, mangelt es heute an lebenswichtiger Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten.

Während die “deutsche Wirtschaft” sich durch Lohndumping, Kurz- bzw. Leiharbeit und Exportüberschüsse gegen ihre europäischen Konkurrenten durchsetzen konnte und dadurch Milliardengewinne produzierte, ruft sie nun nach staatlichen Hilfen.

Während prekär Beschäftigten, Arbeitslosen, Geflüchteten und vielen anderen ein menschenwürdiges Leben durch den Staat strukturell verweigert wird, ist die Empörung heute groß, wenn Menschen in der Erwartung, der Staat würde sich weiterhin wenig um sie scheren, Hamsterkäufe tätigen oder gegen besseres Wissen auch mit Fieber noch arbeiten gehen.

Das Coronavirus macht in seiner Ausbreitung keinen Unterschied zwischen arm und reich, aber seine Auswirkungen treffen Arbeiter*innen, Arbeitslose und marginalisierte Menschen besonders hart. Damit ist es nicht nur eine gesundheitliche Krise, sondern eine Krise des Kapitalismus. Weiterlesen

Pressemitteilung: Kostenlose Schüler*innentickets

„Klimaschutz und Verkehrswende brauchen mehr als Sonntagsreden“, so lautet ein Antrag der SPD-Fraktion im Landtag NRW im heutigen Verkehrsausschuss. Die NRW SPD möchte ein kostenloses Ticket für Kinder und Jugendliche Nordrhein-Westfalens einführen. Die Landesschüler*innenvertretung NRW (kurz LSV NRW) fordert das, bisher ungehört, nun schon seit mehreren Jahren, auch schon zu Zeiten der ehemaligen SPD/Grünen-Landesregierung. Auch die „Fridays for Future“ Bewegung fordert dieses Ticket seit mehreren Monaten, dort sind viele Schüler*innen auf den Straßen, leider blieben die Ideen für eine verkehrspolitische Wende bisher ungehört. Ein kostenloses Kinder- und Jugendlichen-Ticket wäre zumindest ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Weiterlesen

Pressemitteilung: Klimastreik: Schüler*innen kämpfen, damit es Schule in einigen Jahren noch gibt

Klimastreik: Schüler*innen kämpfen, damit es Schule in einigen Jahren noch gibt
Düsseldorf, 19. September 2019

Am 20.09. findet der dritte weltweite Fridays for Future (FfF) Streik statt – auch in den meisten Städten in NRW! Die Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW) unterstützt den Klimastreik und den Aufruf unter dem Motto #AlleFürsKlima.
Unter diesem Motto gehen diesen Freitag Schüler*innen, Eltern, Großeltern, Wissenschaftler*innen, Student*innen, Lehrer*innen und viele mehr auf die Straße, um für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, den sofortigen Kohleausstieg und gegen die Zerstörung unseres Planeten zu kämpfen.

“Die LSV NRW unterstützt die FfF-Streiks, da uns unsere Lebensgrundlage entrissen wird.”, merkt Timon Nikolaou aus dem Landesvorstand an. “Daher schwänzen Schüler*innen auch nicht die Schule, sie kämpfen dafür, dass es die Schule in einigen Jahren noch gibt!” ergänzt er. Weiterlesen

Pressemitteilung: Landesschüler*innenvertretung ruft zur Beteiligung an Großdemo gegen die Klimakatastrophe auf

Im Kampf gegen den Klimawandel ruft die FridaysForFuture-Bewegung in Aachen am kommenden Freitag (21.06.2019) zur Großdemo auf – die Landesschüler*innenvertretung (LSV) NRW unterstützt die Kundgebung uneingeschränkt und ruft alle Schülerinnen und Schüler des Landes auf, am Protest teilzunehmen.

Unter dem Motto „Climate Justice without borders – United For a Future“ gehen Schüler*innen, Studierende, Eltern, Wissenschaftler*innen, Lehrer*innen, Künstler*innen und viele andere aus insgesamt 16 Ländern in der Kaiserstadt auf die Straße, um für eine gerechte und verantwortungsbewusste Klimapolitik zu demonstrieren. Gemeinsam wollen die Schüler*innen mit großen Teilen der Zivilgesellschaft aufzeigen, dass uns viele politischen Entscheidungen in die Klimakatastrophe führen. Damit zeigen die jungen Menschen besonders deutlich den Politiker*innen, dass die bisherige Klimapolitik nicht ihren Vorstellungen entspricht.

Viele Politiker*innen und einige Lehrer*innen kritisieren, dass die Bewegung nur ein Vorwand sei für das Schuleschwänzen. An diesem Freitag zeigen die Schüler*innen wieder einmal, dass es der Bewegung nicht um das Schwänzen geht, denn an den meisten Schulen in NRW ist der Freitag ein beweglicher Ferientag, weshalb die Schüler*innen ohnehin keinen Unterricht verpassen können und trotzdem auf die Straße gehen. Weiterlesen

Pressemitteilung: Bring Your own Device – Modern um jeden Preis

Im Koalitionsvertrag zwischen FDP und CDU ist festgeschrieben, dass es unter anderem ein Ziel ist, die „notwendigen Strukturen für die Nutzung von mobilen digitalen Endgeräten im Unterricht“ zu schaffen. Weiter heißt es: „Wir beschleunigen zudem die Nutzung von Tablets und eBooks und werden sicherstellen, dass Endgeräte im notwendigen Umfang zur Verfügung stehen.“ Gleichzeitig fordern beide Koalitionspartner die Förderung des Konzeptes „Bring your own device“ (Bring dein eigenes Gerät mit). Die Landesregierung wälzt damit nicht nur die Verantwortung für die Umsetzung des eigenen Koalitionsvertrags auf die Bürger*innen unseres Landes ab, sie sorgt im gleichen Augenblick auch für neuen sozialen Sprengstoff im ohnehin schon konfliktgeplagten Klassenzimmer. Weiterlesen

Pressemitteilung: „Neuausrichtung“ der Inklusion: Verbesserungen bleiben aus

Bündnis für inklusive Bildung in NRW

Pressemitteilung
Landespressekonferenz 3. Mai 2019

„Neuausrichtung“ der Inklusion: Verbesserungen bleiben aus

Bündnis für inklusive Bildung wirft Schulministerin Gebauer Täuschung der Öffentlichkeit vor

Düsseldorf, 3.5.2019 Das Bündnis für inklusive Bildung in Nordrhein-Westfalen wirft Schulministerin Yvonne Gebauer Versagen bei der Inklusion vor. Angekündigte Qualitätsverbesserungen bei der „Neuausrichtung“ der Inklusion in den Schulen entpuppten sich inzwischen als völlig substanzlos.

Vier Monate vor Beginn des neuen Schuljahres zeichne sich ab, dass keiner der angekündigten sogenannten „Qualitätsstandards“ erfüllt werde. „Die Ministerin schafft es nicht, die versprochenen Qualitätsverbesserungen im Rahmen ihrer „Neuausrichtung“ in die Tat umzusetzen“, kritisiert die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Dorothea Schäfer, „das Einzige, was die „Neuausrichtung“ der Inklusion bisher bewirkt, ist große Verunsicherung und eine Reduzierung der inklusiven Schulen.“
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Pressemitteilung: Es tropft zwar durch die Decke, aber der Beamer funktioniert

Die Landesregierung in NRW hat es sich zum Ziel gesetzt, die Schulen unseres Landes zu digitalisieren, was das Zeug hält. Nicht zuletzt deswegen dürfte sich die Ministerin für Schule und Bildung Yvonne Gebauer von der selbsternannten „Digitalisierungspartei“ FDP über das Zustandekommen des „Digitalpakt Schule“ gefreut haben. Es winken hunderte Millionen Euro für das Vorantreiben der Digitalisierung an den Schulen unseres Landes. Dadurch hat das Schulministerium einmal mehr die Chance von seinem Kurs: „Digitalisierung first, bedenken second“ abzurücken.

„Wir Schüler*innen NRWs wissen wohl deutlich besser als jede*r Ministerialbeamte*r, was unseren Schulen fehlt. Wir erleben Schule jeden Tag und wir Schüler*innen sind nicht zuletzt die Gruppe, die in der Institution Schule im Vordergrund stehen sollte. An meiner Schule haben wir eines Tages 30 iPads“ erhalten, berichtet Philipp Schultes aus dem Vorstand der Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW). „Nur konnte keine*r unserer Lehrer*innen damit umgehen. Und auf Vorhänge in unserem Klassenraum auf der Sonnenseite der Schule durften wir über ein Jahr warten“. Weiterlesen

Gemeinsame PM der LSV und des VBE: Präventive Maßnahmen stärken

Anlässlich der Podiumsdebatte „Gewalt gegen Lehrkräfte: Was tun?“ auf der didacta in Köln bekräftigen die Landeschüler*innenvertretung (LSV) NRW und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW ihre Forderung nach der Stärkung von präventiven Maßnahmen. „Bestmögliche Bildung und Erziehung sind der beste Schutz gegen Gewalt und extremistische Strömungen. Das gelingt nur mit ausreichend Personal“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE.
Der VBE und die LSV blicken kritisch auf die vielerorts knappen Ressourcen, die den Schulen des Landes zur Verfügung stehen. „Eine ausreichende Versorgung an Lehrkräften, flächendeckende Schulsozialarbeit, kleinere Klassengrößen und die nötigen Fortbildungen sind entscheidende Faktoren, um präventive Arbeit zu stärken“, erklärt Nikolaj Grünwald, Landesvorstandsmitglied der LSV.
In einem gemeinsamen Positionspapier der LSV und des VBE heißt es: „Gerade in Schulen hat Gewalt in jeglicher Form keinen Platz. Schule muss ein gewalt- und angstfreier Raum sein für alle dort lernenden, lehrenden und teilhabenden Personen.“ Weiterlesen

Pressemitteilung: Landesschüler*innenvertretung NRW fordert Ministerpräsidenten Laschet auf: „Demonstrieren Sie mit für unsere Zukunft!”

Am morgigen Freitag, nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse, werden in ganz Nordrhein-Westfalen erneut Schüler*innen für eine bessere Klimapolitik und gegen den Klimawandel auf die Straße gehen. Auch in Düsseldorf demonstrieren Hunderte Schüler*innen, Studierende und Azubis.

Für Ministerpräsidenten Armin Laschet wäre das die perfekte Gelegenheit, sich vom Ernst der jungen Demonstrierenden zu überzeugen. Noch am Dienstag kritisierte er in einem Interview mit dem Westdeutschen Rundfunk die Klimastreiks während der Unterrichtszeit als unglaubwürdig. Die Demonstration, die am Freitag nach Schulschluss um 12:30 Uhr am Düsseldorfer Rathaus beginnen, belege laut Landesschüler*innenvertretung (LSV) seinen Irrtum: „Den Schüler*innen noch immer zu unterstellen, sie würden nur streiken, um Schule zu schwänzen; das zeigt, dass unser Ministerpräsident uns nicht zutraut, uns ernsthaft für unsere Zukunft einzusetzen. Herr Laschet sollte sich lieber darüber freuen, dass Schüler unsere Gesellschaft aktiv gestalten und unsere Erde retten wollen“, sagt Philipp Schultes aus dem Vorstand der LSV NRW. Weiterlesen

Pressemitteilung: Talentschulen in NRW: Top oder Flop?

Schulen in Nordrhein-Westfalen sind chronisch unterfinanziert und ungerecht. Große Investitionen im ganzen Land wie auch grundlegende Veränderungen im Schulsystem und in der Gesellschaft sind notwendig, damit Schüler*innen in NRW wirklich erfahren können, was ihnen bei jeder Wahl von jeder Partei versprochen wird: beste Bildung, „Aufstiegschancen für alle“.¹ Die Realität sieht aber noch ganz anders aus. Für die Landesregierung scheint die Lösung der desolaten Lage der Schulen in NRW in der Schaffung und Förderung sogenannter „Talentschulen“ zu liegen. Damit sollen insgesamt 60 der rund 5.700 Schulen im Land nach Bewerbung und Jury-Entscheid als zeitlich begrenzter „Modellversuch“ besonders finanziell und personell gefördert werden. Diese 60 Schulen sollen dann darstellen, wie gute Bildung aussieht. Für die Landesschüler*innenvertretung ist das ein mangelhaftes Vorhaben: „Nur sechzig Schulen zu stärken, das ist ungenügend. Es ist noch dazu absurd, dass die Mehrheit der Schulen, die eine Förderung wirklich nötig haben, nichts aus dem Topf abbekommt. Das spaltet auch innerhalb von Schulbezirken! Die Förderung muss flächendeckend erfolgen.“, sagt Landesvorstandsmitglied Timon Nikolaou. Weiterlesen

PM: „Erst hört ihr uns nicht zu, dann sperrt ihr uns ein“: NRW-Schüler*innen fordern Freilassung demonstrierender Schüler*innen in Frankreich | « D’abord vous nous écoutez pas, puis vous nous arrêtez » : Les lycéen.ne.s de NRW demandent la libération des manifestant.e.s lycéen.ne.s français.e.s !

„Erst hört ihr uns nicht zu, dann sperrt ihr uns ein“: NRW-Schüler*innen fordern Freilassung demonstrierender Schüler*innen in Frankreich

Seit Wochenbeginn demonstrieren in Frankreich landesweit tausende Schüler*innen gegen Kürzungen beim Lehrpersonal und Planungen der Regierung, die Aufnahmeprüfungen an Hochschulen exklusiver und damit sozial ungleicher zu gestalten. Am Donnerstag, dem 06. Dezember 2018, sind mehr als 700 demonstrierende Schüler*innen vorübergehend festgenommen worden. Die Landesschüler*innenvertretung NRW als Sprachrohr der über 2,5 Millionen Schüler*innen des Landes Nordrhein-Westfalen bekundet Solidarität mit den demonstrierenden Schüler*innen Frankreichs und fordert die sofortige Freilassung der verhafteten Demonstrant*innen.

„Wir Schüler*innen sollten nicht eingesperrt, sondern endlich angehört werden“, empört sich Nikolaj Grünwald, Mitglied im Landesvorstand der LSV NRW. „Mich macht das wütend: Dieselben Erwachsenen, die sich über jugendliche Politikverdrossenheit aufregen, sperren uns ein. Sie machen uns klein, sobald wir laut werden und Politik machen wollen. Sie haben doch Demokratie gar nicht verstanden. Demokratie bedeutet nicht, dass wir werden müssen wie ihr, dass wir nur so Politik machen dürfen, wie ihr es uns vorschreibt.“ Die LSV NRW fordert neben der sofortigen Freilassung aller festgenommenen Schüler*innen, auch in Zukunft die Festnahme von demonstrierenden Schüler*innen zu unterlassen. Stattdessen solle die Regierung Frankreichs auf die Forderungen der Schüler*innen eingehen. „Offenes Ohr statt Gummiknüppel!“, fordert Grünwald. Weiterlesen

Pressemitteilung: NRW-Schüler fordern Abschaffung des Kooperationsverbots im Bildungsbereich

NRW-Schüler fordern Abschaffung des Kooperationsverbots im Bildungsbereich

Anlässlich der Blockade des Digitalpakts durch den Bundesrat und Ministerpräsident Laschet fordert die Landesschüler*innenvertretung (kurz: LSV) NRW, dass Bildung endlich als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern im Grundgesetz verankert wird. Statt die Situation in NRWs Schulen mit Hilfe von Bundesmitteln endlich zu verbessern, führt die Landesregierung einen Streit über Zuständigkeiten. Ihr Versprechen, NRW zum “Bildungsland Nummer eins” zu machen, bleibt die schwarz-gelbe Landesregierung deswegen weiterhin schuldig und versucht stattdessen, Mittel vorrangig in 60 sogenannte Talentschulen zu investieren.

“Während der Bund seit Jahren außergewöhnlich hohe Einnahmen verzeichnen kann, sitzen in NRW 2,6 Millionen Schüler*innen in maroden Schulen, in denen es an Geld für Lehrkräfte und Sozialarbeiter*innen fehlt. Deswegen muss es dem Bund so schnell wie möglich gestattet werden, in Situationen, wie wir sie beispielsweise gerade in NRW erleben, einzugreifen und mit anzupacken, fordert Philipp Schultes aus dem Landesvorstand der LSV. Weiterlesen

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