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Bildungspolitische Forderungen in der Coronakrise

Die Corona-Pandemie hat die gesamte Gesellschaft auf den Kopf gestellt, viele Probleme verursacht und Fragen aufgeworfen, für die es schnelle Antworten braucht. An vielen Stellen hat sich die LSV NRW schon geäußert und Forderungen gestellt. Im Folgenden möchten wir, wie angekündigt, unsere Position zu den Zentralen Prüfungen noch einmal näher erläutern. Darüber hinaus möchten wir aber auch deutlich machen, dass die aktuelle Krise bildungspolitische Nachwirkungen haben wird. Probleme, die nicht tagesaktuell sind, die aber auch naher Zukunft gelöst werden müssen. Entsprechend folgen einige weitere Ausführungen, mit denen wir zunächst aus unserer Sicht zentrale Fragen „nach Corona“ antworten möchten.

#1 Zentrale Prüfungen
Neben den Abiturient*innen sind auch die Schüler*innen, welche dieses Jahr die Zentralen Prüfungen (im folgenden ZP genannt) schreiben, besonders von dem Schulausfall betroffen. Dies führt nicht nur dazu, dass die Prüflinge sich klausurrelevante Inhalte selber beibringen müssen, sondern belastet die betroffenen Schüler*innen natürlich auch psychisch aufgrund der großen Herausforderung und Erwartungen, die an sie gestellt werden. Vor allem in der zehnten Klasse ist das Curriculum so geplant, dass Schüler*innen bis kurz vor den Prüfungen deren Inhalte erlernen.

Außerdem kritisiert die LSV NRW, dass die Prüflinge aufgrund des Schulausfalls mit noch unterschiedlichen Voraussetzungen in die Prüfungen gehen. So wird ein*e Schüler*in, welche aus einer sozial schwächeren Familie kommt, nicht die finanziellen Mittel zur notwendigen Unterstützung haben. Zudem haben manche Schüler*innen keine Unterstützung beim Lernen falls ihre Erziehungsberechtigten nicht über das benötigte Wissen verfügen. Auch das Konzept des digitalen Lernens ist zu kritisieren, da sich nicht jeder Haushalt digital ausstatten kann. Hier müssen also Lösungen gefunden werden, welche die ZPs so fair wie möglich machen.

Daher fordert die LSV NRW, dass der verpasste Unterricht in einer angemessenen Zeit von mindestens zwei Wochen nachgeholt wird. Die vom MSB geplante Verschiebung von fünf Tagen ist nicht tragbar und sorgt für einen unglaublichen Druck, denn drei Wochen Schulausfall in fünf Tagen aufzuholen, ist nicht möglich. Die zwei Wochen sollen allen Schüler*innen ermöglichen, den benötigten Stoff zu erlernen. Außerdem fordert die LSV NRW, dass die zentral gestellten Prüfungen von den Lehrkräften wenn nötig abgeändert werden können, damit die Schüler*innen nur Aufgaben bekommen, die im Unterricht durchgearbeitet wurden. Die LSV NRW begrüßt, dass laut Bildungssicherungsgesetz die ZPs ausfallen können, fordert jedoch, dass Schüler*innen die individuelle Wahlmöglichkeit zwischen dem Ablegen einer Prüfung und einem Abschluss basierend auf den bisherigen Leistungen gegeben wird. Dabei müssen in jedem Fall die Versetzung und der Abschluss der Schüler*innen gesichert sein. Kein*e Schüler*in darf einen Nachteil aus dieser Situation erfahren.

#2 Verpasster Unterricht
Die Tatsache, dass durch die Corona-Krise viel Unterricht ausgefallen ist, bereitet allen Schüler*innen Probleme. Auch Schüler*innen, die in diesem Schuljahr keinen Abschluss erwerben wollen, sind direkt betroffen und stehen nun Problemen gegenüber. Denn der für die Abschlüsse relevante Stoff wird den Schüler*innen natürlich über Jahre hinweg vermittelt und darüber hinaus bauen viele Inhalte aufeinander auf. Ein Nachholen zu dem Zeitpunkt, an dem die Schulen wieder offen sein werden, wird sich schwierig gestalten, da die Lehrpläne ohnehin schon voll sind und meist wenig Spielraum lassen, wenn alle Themen behandelt werden sollen.

Wie schon im ersten Abschnitt erläutert, treten auch hier massive Probleme bezüglich sozialer Ungleichheit aufgrund von unterschiedlichen Voraussetzungen zum digitalen Lernen auf. Besonders jüngere Schüler*innen sind in hohem Maße abhängig von einer engmaschigen Betreuung durch ihre Erziehungsberechtigten, um sich komplexe Inhalte zu erarbeiten. Diese kann jedoch nicht in allen Familien gewährleistet werden, weswegen der Bildungserfolg durch die Corona-Krise noch stärker als ohnehin schon von den sozialen Hintergründen der Schüler*innen beeinflusst wird. Die soziale Ungerechtigkeit gegenüber bereits vorher gesellschaftlich benachteiligten Menschen wird so weiter verschärft.

Ungerecht ist darüber hinaus auch, dass viele Schüler*innen, die versetzungsgefährdet sind, also Gefahr laufen „sitzen zu bleiben“, da sie wegen des ausfallenden Unterrichts nicht die Chance erhalten, sich zu verbessern und ihre Versetzung in die nächste Klasse zu erwirken.

Vor diesem Hintergrund fordert die Landesschüler*innenvertretung NRW das Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW auf, Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass den Schüler*innen unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund keine Nachteile aufgrund der durch die Corona-Krise verpassten Unterrichtsinhalten entstehen. Die Lehrkräfte sollen individuelle Lösungen im Sinne ihrer Schüler*innen finden können, wie zum Beispiel die Veränderung der Stundentafel zugunsten prüfungsrelevanter Fächer. Des Weiteren fordert die LSV NRW, dass allen Schüler*innen die Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe gewährt wird,

#3 Schulsozialarbeiter*innen/Schulpsycholog*innen
Die LSV NRW fordert schon seit geraumer Zeit die verstärkte Einstellung von Schulsozialarbeiter*innen und Schulpsycholog*innen. Diese hätten in der nun existierenden Krise den Schüler*innen beistehen und sie bei ihren Problemen, beispielsweise telefonisch unterstützen können. Dadurch hätte auch vielen Schüler*innen geholfen werden können, die sich aktuell unsicher und allein gelassen fühlen, beispielsweise weil sie um erkrankte Angehörige bangen, familiären Stress erleben oder von häuslicher Gewalt betroffen sind. Sie bekämen dadurch die Möglichkeit, über die Probleme zuhause zu reden, denn das geht schließlich nicht immer mit der*dem Klassenlehrer*in oder der*dem Kurslehrer*in. Damit zumindest eine Nachbereitung mit den Schüler*innen möglich ist, sollten (zusätzliche) Schulsozialarbeiter*innen und Schulpsycholog*innen sofort an allen Schulen eingestellt werden. Diese sollten nach der Krise im Schulbetrieb bleiben, um den immer vorherrschenden Leistungsdruck oder aber die individuellen Probleme von zuhause klären zu können.

#4 E-Learning
Schulen zu und nu? Jetzt heißt es für uns selbständig zu lernen. Seit drei Wochen. Hausaufgaben online auf einer E-Learning Plattform hochzuladen oder per Mail zu verschicken, ist nicht nur für die Lehrer*innen schwierig zu verstehen. Auch für uns Schüler*innen ist die aktuelle „Lern“alternative eine Hürde. Täglich neue Aufgaben zu bekommen, ist schön und gut. Man könnte die aktuelle Situation so beschreiben, als gäbe es einen endlos langen Vertretungsunterricht: So wie beim sogenannten „eigenverantwortlichem Arbeiten“ werden die Aufgaben weitgehend erledigt, aber zugleich wird die gesamte Verantwortung für den Lernerfolg einseitig den Schüler*innen aufgebürdet. Zwar wird bei Nachfragen wird meist viel kommuniziert, doch das führt häufig nicht zur Klärung von Fragen, sondern lediglich zu zu Irritationen zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen. Hinzu kommt ein überfülltes Postfach von Schüler*innen und Lehrer*innen, mit 20 Nachrichten, die alle bearbeitet und beantwortet werden müssen. Motivation sieht anders aus und kooperatives Arbeiten wie im “traditionellen” Unterricht ist nahezu unmöglich.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die über E-Learning-Plattformen verbreiteten Erklärvideos und Aufgaben uns Schüler*innen nur bedingt helfen. Diese “Alternative” zum Unterricht in der Schule darf auf keinen Fall die Zukunft sein. E-Learning ersetzt keine Lehrer*innen, auch wenn sich kommerzielle Unternehmen wünschen, dass mehr E-Learning auf ihren Plattformen stattfindet. Dass diese Plattformen ihr Angebot aktuell kostenlos zur Verfügung stellen, ist lediglich ein Lockangebot, das darauf zielt, in Zukunft eine möglichst starke Marktposition zu erlangen und von dieser zu profitieren. Was auf den ersten Blick wie ein großzügiges Angebot wirkt, ist tatsächlich ein weiterer Schritt zur Privatisierung und Gewinnorientierung der Bildungsinfrastruktur.

Zum Arbeiten auf E-Learning Plattformen oder mit Hilfe von Mails bedarf es mehr als nur eines Smartphones, da man mit diesem nicht lernen kann. Viele Plattformen sind aufwendig (Datentraffic, Darstellung, …), sodass das Laden auf dem Smartphone ewig dauert oder gar nicht funktioniert. Nicht jede*r Schüler*in besitzt ein Tablet, einen Laptop oder eigenen Computer. Dies erschwert die ganze Situation um ein Vielfaches. Denn es ist nicht möglich, das Lehrmaterial, das zur Verfügung gestellt wird, ohne entsprechend leistungsstarkes Endgerät wahrzunehmen. Schüler*innen mögen zwar eines der genannten Geräte im Haushalt haben, aber oft brauchen die Erziehungsberechtigte diese zur Zeit selbst für das Arbeiten im HomeOffice. Daher spricht sich die LSV NRW strikt gegen BYOD (Bring your own device) aus. Dies ist für uns weder ein Kompromiss, noch eine Lösung.

#5 Corona-Gesetz
Das Bildungssicherungsgesetz, als Teil des Epidemiegesetzes NRW, überträgt dem Schulministerium gesetzgeberische Kompetenzen, die es auf Grundlage von Rechtserlassen wahrnehmen kann. So soll dem Schulministerium ermöglicht werden, die Zentralen Prüfungen an Haupt-, Real-, und Gesamtschulen auszusetzen oder ohne landeseinheitliche Aufgaben stattfinden zu lassen. Beim Abitur ist davon aber keine Rede. Die Regierung teilt die Prüflinge so in eine Zweiklassengesellschaft auf: Die, deren Prüfung so wichtig ist, dass sie einen schriftlichen Teil benötigt; und die, deren Prüfung auch ohne schriftlichen Teil auskäme. Ein Abitur ohne schriftlichen Teil scheint aus Sicht der Landesregierung kein „richtiges“ Abitur zu sein. Dass die gesundheitlichen Gefahren und Ängste bei Schüler*innen, die ihr Abitur oder ihre ZPs ablegen, gleich groß sind, lässt die Regierung bei ihrer Entscheidung völlig unbeachtet. Daher fordert die LSV NRW, die Regelungen für die Zentralen Prüfungen analog auf das Abitur anzuwenden und gemäß unseren Forderungen zu einem gerechten Abitur allen Prüflingen eine Wahlmöglichkeit zwischen dem Ablegen der Prüfungen und einem „Durchschnittsabitur“ zu ermöglichen.
Dem Bildungsministerium werden kraft dieses Gesetzes noch viele weitere Kompetenzen übertragen: So kann es unter anderem darüber entscheiden, wie und ob ein Übergang von Real- und Hauptschulen auf Gymnasien dieses Schuljahr stattfindet oder dass Schüler*innen ohne Versetzung in die nächsthöhere Klassen- bzw. Jahrgangsstufe übergehen können. Bei allen Entscheidungen, die das MSB auf Grundlage dieser Regelungen trifft, muss das Wohl der Schüler*innen und in besonderem Maße das der Prüflinge im Vordergrund jeder Entscheidung stehen. Die getroffenen Maßnahmen dürfen sich niemals für eine*n Schüler*in negativ auswirken!

Bildungspolitische Forderungen in der Coronakrise

Die Corona-Pandemie hat die gesamte Gesellschaft auf den Kopf gestellt, viele Probleme verursacht und Fragen aufgeworfen, für die es schnelle Antworten braucht. An vielen Stellen hat sich die LSV NRW schon geäußert und Forderungen gestellt. Im Folgenden möchten wir, wie angekündigt, unsere Position zu den Zentralen Prüfungen noch einmal näher erläutern. Darüber hinaus möchten wir aber auch deutlich machen, dass die aktuelle Krise bildungspolitische Nachwirkungen haben wird. Probleme, die nicht tagesaktuell sind, die aber auch naher Zukunft gelöst werden müssen. Entsprechend folgen einige weitere Ausführungen, mit denen wir zunächst aus unserer Sicht zentrale Fragen „nach Corona“ antworten möchten.

#1 Zentrale Prüfungen
Neben den Abiturient*innen sind auch die Schüler*innen, welche dieses Jahr die Zentralen Prüfungen (im folgenden ZP genannt) schreiben, besonders von dem Schulausfall betroffen. Dies führt nicht nur dazu, dass die Prüflinge sich klausurrelevante Inhalte selber beibringen müssen, sondern belastet die betroffenen Schüler*innen natürlich auch psychisch aufgrund der großen Herausforderung und Erwartungen, die an sie gestellt werden. Vor allem in der zehnten Klasse ist das Curriculum so geplant, dass Schüler*innen bis kurz vor den Prüfungen deren Inhalte erlernen.

Außerdem kritisiert die LSV NRW, dass die Prüflinge aufgrund des Schulausfalls mit noch unterschiedlichen Voraussetzungen in die Prüfungen gehen. So wird ein*e Schüler*in, welche aus einer sozial schwächeren Familie kommt, nicht die finanziellen Mittel zur notwendigen Unterstützung haben. Zudem haben manche Schüler*innen keine Unterstützung beim Lernen falls ihre Erziehungsberechtigten nicht über das benötigte Wissen verfügen. Auch das Konzept des digitalen Lernens ist zu kritisieren, da sich nicht jeder Haushalt digital ausstatten kann. Hier müssen also Lösungen gefunden werden, welche die ZPs so fair wie möglich machen. Weiterlesen

Pressemitteilung: Verpflichtender Unterricht ist wie ein Händedruck, um das Kontaktverbot zu besiegeln

Verpflichtender Unterricht ist wie ein Händedruck, um das Kontaktverbot zu besiegeln

Die Corona-Krise hat unsere Gesellschaft nachhaltig auf den Kopf gestellt und die durch neoliberale Sparpolitik geschaffenen Probleme in vielen Bereichen deutlich gemacht: In Krankenhäusern, auf dem Wohnungsmarkt, aber auch in Schulen. Schulischerseits sind nun besonders die Abitur- und Abschlussjahrgänge in hohem Maße von der Krise betroffen. In ganz NRW sind die Schulen seit zwei Wochen geschlossen, der Verlust der Unterrichtszeit ist vor allem für Schüler*innen belastend, die einen Abschluss erwerben wollen. Seit Wochen schweben die Schüler*innen in Unwissenheit, wie sich die Situation entwickeln wird. Nun hat sich das MSB in Form einer Schulmail geäußert. Trotzdem bleiben manche Details unklar.

Die LSV begrüßt, dass auf verpflichtende Abweichungsprüfungen schon in diesem Jahr verzichtet wird. Außerdem sieht sie es positiv, dass das Ministerium ihrer Forderung, Unterricht für Abiturient*innen anzubieten, nachgekommen ist, sofern das zum gegebenen Zeitpunkt mit dem Infektionsschutz vereinbar sein wird.
Allerdings kritisiert die LSV NRW scharf, dass dieses Unterrichtsangebot nun verpflichtend geplant ist – wie aus einzelnen Schulen zu hören ist – und möglicherweise auch die Zulassung zu den Prüfungen von Leistungen in diesen drei Wochen abhängig gemacht werden soll: „Gerade für die Abiturient*innen ist dieser Unterricht wichtig, um den letzten Stoff durchzuarbeiten. Jedoch ist es in dieser Zeit nicht angebracht, die Abiturient*innen in den Unterricht zu zwingen. Zu groß sind die Ängste vor einer Infektion durch das Virus.“, kritisiert Moritz Bayerl, aus dem Landesvorstand der LSV NRW. In letzter Zeit erreichen die LSV NRW viele Nachrichten von besorgten Abiturient*innen, die sich über das Vorgehen des Ministeriums beschweren, denn dass „die Entscheidung des Kultusministeriums per Telefonkonferenz getroffen wurde, um möglichen Ansteckungen vorzubeugen, zeigt einen erschreckenden Widerspruch in sich selbst, wenn Schüler in einem Monat dennoch zusammen kommen und Prüfungen ablegen sollen.“, so ein Schüler per E-Mail. Dieses Unverständnis lässt sich auf den nun verpflichtenden Unterricht für Abiturient*innen übertragen. „Teils existenzielle Ängste, die Gefahr einer Ansteckung und die Angst davor – das alles spricht rational gegen eine Verpflichtung, zum Unterricht zu gehen“, ergänzt Sophie Halley, auch Abiturient*in und im Landesvorstand. Weiterlesen

Antworten der Politik auf unsere Forderungen zur Abiturprüfung während der Corona-Krise

Antworten der Politik auf unsere Forderungen zur Abiturprüfung während der Corona-Krise

Antwort der SPD-Fraktion
Antwort der Fraktion Bündnis’90/die Grünen
Antwort der FDP-Fraktion
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Pressemitteilung: Verschiebung von Prüfungen – aber nicht ohne Wahlmöglichkeit!

Verschiebung von Prüfungen – aber nicht ohne Wahlmöglichkeit!

Die Landesschüler*innenvertretung NRW begrüßt einzelne Entscheidungen des MSB zu den Abschlussprüfungen 2020, sieht aber an zahlreichen Stellen Verbesserungsbedarf: „Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangssituationen der Schüler*innen halten wir an der Forderung fest, dass diese individuell darüber entscheiden, ob sie eine Abschlussprüfung ablegen oder ein sogenanntes “Durchschnittsabitur” erhalten möchten.“, so Landesvorstandsmitglied und angehende Abiturientin Sophie Halley, „Dass Abweichungsprüfungen nur auf freiwilliger Basis durchgeführt werden sollen, ist hingegen eine gute Entscheidung. Leider sieht das MSB aber mehrere Maßnahmen vor, die wir im Interesse der Schüler*innen ablehnen.“

„Die Wahlmöglichkeit – “Durchschnittsabitur” oder Prüfungen wie üblich – ist aus mehreren Gründen sinnvoll.“, erklärt Johanna Börgermann, ebenfalls Landesvorstandsmitglied: „Zum Beispiel sinkt die Infektionsgefahr, weil nicht alle Schüler*innen an den Klausuren teilnehmen, und die Schüler*innen, die durch die Corona-Krise psychisch belastet sind – z.B. aufgrund von Erkrankungen naher Verwandter -, laufen nicht Gefahr, in den Prüfungen unter ihren Möglichkeiten zu bleiben.“

Des Weiteren kritisiert die LSV NRW, dass die Lehrkräfte nicht – wie von der LSV NRW am 26.3. gefordert – die Möglichkeit erhalten, aus einer größeren Anzahl von Klausuren die für ihre Lerngruppe passenden auszuwählen. „Selbst wenn Frau Ministerin Gebauer in Aussicht stellt, dass die Schüler*innen nach den Ferien in der Schule mit ihren Lehrer*innen gemeinsam die Prüfungen vorbereiten können, ist doch fraglich, ob alle daran teilnehmen werden, da viele vermutlich Angst vor Ansteckung haben oder weil ihre Eltern nicht wollen, dass sie sich dieser Gefahr aussetzen.“, so Sophie Halley.

Als besonders problematisch sieht die LSV NRW zudem, dass durch die Schulschließungen ausgefallene Vorabiturklausuren in der kurzen Zeit zwischen dem Ende der Osterferien und dem Beginn der (verschobenen) Abiturprüfungen nachgeholt werden sollen. „Das stellt eine unzumutbare Härte für die betroffenen Schüler*innen dar, die ja keinerlei Schuld daran haben, dass sie die Klausuren nicht schreiben konnten“, protestiert Johanna Börgermann. Weiterlesen

Abiturprüfungen in Zeiten von Corona: Forderungen der LSV NRW

Wie in unserem gestern veröffentlichten Positionspapier (abrufbar unter: lsvnrw.de/corona) dargelegt, stellt die aktuelle Situation rund um das Coronavirus fast alle Bereiche des Lebens vor Herausforderungen und wirft dadurch Schlaglichter auf alle jene Teile unserer Gesellschaft, die sich bereits vor der Corona-Pandemie in der Krise befanden.

Dies gilt auch für die für Ende April bzw. Anfang Mai geplanten Abitur- und zentralen Abschlussprüfungen. Nach der Schließung aller Schulen in NRW war in den letzten Tagen nicht klar, ob bzw. in welcher Form die Prüfungen in diesem Jahr stattfinden würden. Nach einigem hin und her stellte die Kultusminister*innenkonferenz (KMK) am Mittwoch klar, dass alle Prüfungen wie geplant oder zu einem Nachholtermin stattfinden sollen. Dieser Plan bringt für Schüler*innen jedoch eine ganze Reihe an Problemen mit sich:

  • Der Unterrichtsausfall durch Schulschließungen in den letzten drei Wochen vor den Osterferien hat dazu geführt, dass teilweise nicht einmal alle obligatorischen Unterrichtsinhalte behandelt werden konnten, er führte aber vermutlich an fast allen Schulen dazu, dass eine zielgerichtete Wiederholung der gesamten Inhalte der Qualifikationsphase gemeinsam im dem Kurs und der Lehrkraft nicht stattfinden konnte. Dadurch werden die Ungerechtigkeiten aufgrund sozialer Ungleichheit, die das mehrgliedrige Schulsystem in Deutschland ohnehin mit sich bringt, noch verstärkt: Manche Schüler*innen haben Eltern, die ihnen entweder unmittelbar als Unterstützung zur Seite stehen oder Nachhilfe finanzieren können, andere nicht. Die Unfairness, die ein Zentralabitur ohnehin mit sich bringt – trotz ungleicher Ausgangsbedingungen werden innerhalb einer Schule, aber auch zwischen Schulen in unterschiedlich “starken” Sozialräumen die gleichen Maßstäbe angelegt – wird folglich noch größer werden. Die Willkürlichkeit der Notengebung, die notwendigerweise mit dem Zentralabitur verbunden ist, wird so noch vergrößert.
    Es wird Zeit, sich endlich von einem Benotungssystem zu verabschieden, dessen mangelnde Aussagekraft und Vergleichbarkeit seit Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht und belegt ist.[1] Es sollten endlich alternative Möglichkeiten der Bewertung der Leistungen von Schüler*innen etabliert werden, die den Fokus nicht auf das Abfragen standardisierter “Kompetenzen” legen, sondern auf die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes. Das wäre übrigens auch eine Grundvoraussetzung für ein inklusives Schulsystem, das diesen Namen verdient und den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht werden würde.
  • Das Ausweichen auf “virtuelle Klassenräume” und “E-Learning” offenbart die Probleme, die mit dieser angeblich revolutionär-neuen Unterrichtsweise verbunden sind. Es wird deutlich, dass “digitales Lernen” eben kein adäquater Ersatz für das ist, was im vermeintlich veralteten “klassischen” Unterricht in der Schule stattfindet, sondern im besten Fall eine sinnvolle Ergänzung hierzu darstellen kann.
    Es kann eben nicht vorausgesetzt werden, dass jede*r Schüler*in zu Hause einen ruhigen Arbeitsplatz mit Computer, schnellem Internetzugang und Drucker zur Verfügung hat, sowie Eltern, die ihre Kinder inhaltlich unterstützen können.
    Zudem hat sich gezeigt, dass die bisher eingesetzten Plattformen wie Moodle sowie die informationstechnologische Infrastruktur des Bildungssystems kollabieren, wenn tatsächlich mal mehrere Klassen oder gar Jahrgangsstufen gleichzeitig versuchen, in die “virtuellen Klassenzimmer” zu gelangen. Die alltägliche Erfahrung aus dem “digitalen Unterricht” (“Der Beamer / das WLan / der Zugriff auf das Video funktioniert nicht.”) wird quasi potenziert. Es zeigt sich, dass die jahrzehntelange Sparpolitik im Bereich des Bildungswesens im Fall einer Krise mindestens zu einer noch deutlicheren Überforderung und Überlastung führt, wenn nicht zum Kollaps.
    Wenn schon vor Jahren damit begonnen worden wäre, die Infrastruktur in Schulen auszubauen, Lehrkräfte fortzubilden (und in ausreichender Zahl auszubilden…), sinnvolle Konzepte und Plattformen für “digitales Lernen” zu entwickeln, kurz: Wenn für Bildung so viele personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung gestellt worden wären, wie das in Sonntagsreden über “Bildung als unsere Zukunft” formuliert wurde, dann hätte das Bildungssystem viele der problematischen Folgen einer solchen Krise möglicherweise abfedern, zumindest aber verringern können.
  • Alles in allem wird durch die Entscheidung, die Abiturprüfungen trotz der Belastungen für Schüler*innen durch die Corona-Krise wie geplant durchzuführen (“business as usual”), die Last jahrelanger Unterfinanzierung und Unterausstattung des Schulsystems auf dem Rücken der Abiturient*innen abgeladen.

Deswegen fordert die LSV im Bezug auf das Abitur und die zentralen Abschlussprüfungen:

  • Alle Schüler*innen müssen die freie Auswahl zwischen dem sogenannten “Durchschnittsabitur” (berechnet aus den Leistungen der Qualifikationsphase) und dem Ablegen der Prüfungen (sobald diese aus Sicht des Infektionsschutzes wieder möglich ist) haben. Beide Entscheidungen müssen dabei gleichwertig behandelt werden.
  • Die Abiturprüfungen dürfen nicht auf die gleiche Art und Weise wie bisher zentral gestellt werden. Stattdessen sollen die Lehrkräfte die drei Aufgaben aus den insgesamt sechs zentral gestellten Klausuren (je 3 für den regulären Prüfungstermin und den Nachschreibtermin) auswählen, die ihrer Ansicht nach am besten zur Vorbereitung im Unterricht in der Qualifikationsphase passen. Diese Vorgehensweis ermöglicht es ihnen, Rücksicht darauf nehmen, dass bestimmte Themengebiete nicht mehr oder nur unzureichend (z.B. im “home office”) bearbeitet werden konnten. Darüber hinaus sollen die Lehrkräfte auch bei der Bewertung in erhöhtem Maße die jeweiligen unterrichtlichen Voraussetzungen beachten.
    Für eventuell anfallende Nachschreibklausuren entwerfen die Lehrkräfte eigene Klausuren, entsprechend der bisherigen Vorgehensweise bei Schüler*innen, die sowohl am regulären als auch am Nachschreibtermin krankheitsbedingt oder unverschuldet die Prüfung nicht ablegen konnten.
  • Alle Prüfungstermine müssen, wenn sie verschoben werden, den Schüler*innen mindestens vier Wochen vor den eigentlichen Terminen ankündigt werden. Dabei sollte kein*e Schüler*in mehr als zwei Prüfungen pro Woche ablegen müssen.
  • Unabhängig von Überlegungen des Infektionsschutzes muss allen Schüler*innen bis Ende des Schuljahres ein Abschlusszeugnis vorliegen, im Zweifel auch ohne Abitur-Prüfung im klassischen Sinne. Schüler*innen, die nicht mit dem “Durchschnitts-Abitur” zufrieden sind, sollten zunächst ein solches Zeugnis erhalten, aber die Möglichkeit haben, Einspruch dagegen einzulegen und – sobald dies wieder möglich ist – die Prüfungen nachzuholen und dann die Abschlussnote auf Grundlage der Vornoten sowie dieser Prüfung erhalten.
  • Sollten die Prüfungen – wie bisher vorgesehen – in naher Zukunft durchgeführt werden, sollte den Schüler*innen zuvor mindestens zwei Wochen Unterricht angeboten werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die vor den Ferien verlorengegangene Zeit angemessen nachgearbeitet werden kann. Den Schüler*innen sollte freigestellt sein, ob sie an diesem Unterricht teilnehmen (was empfehlenswert erscheint) oder ob sie selbständig lernen wollen.
  • Schüler*innen, die praktische Leistungen bei der Ablegung des Abiturs zeigen müssen, dürfen nicht benachteiligt werden. Beispielsweise darf im Fach Sport nicht einseitig auf Einzelsportarten (z.B. Leichtathletik) fokussiert werden, wenn Schüler*innen z.B. in Teamsportarten zu besseren Ergebnissen gelangen könnten. Gleichfalls darf die Prüfung nicht ausschließlich auf theoretische Leistungen reduziert werden.
  • Die Landesregierung NRW und die Bundesregierung müssen sich auf europäischer Ebene dafür einsetzen, dass unabhängig von der für die Abiturprüfung gefundenen Lösung eine gegenseitige Anerkennung der Abschlüsse in den verschiedenen (europäischen) Ländern erfolgt.

Bezogen auf die zentralen Prüfungen fordert die LSV NRW, dass analog zu den Forderungen zu den Abiprüfungen in jeglicher Hinsicht pädagogisch und zu Gunsten der Prüflinge mit den durch die Corona-Krise verursachten Problemen umgegangen wird.


[1] Siehe z.B. Ursula Leppert: Ich hab eine Eins! Und DU?: Von der Notenlüge zur Praxis einer besseren Lernkultur; München 2010, Kap. 1.7.

Abiturprüfungen in Zeiten von Corona: Forderungen der LSV NRW

Wie in unserem gestern veröffentlichten Positionspapier (abrufbar unter: lsvnrw.de/corona) dargelegt, stellt die aktuelle Situation rund um das Coronavirus fast alle Bereiche des Lebens vor Herausforderungen und wirft dadurch Schlaglichter auf alle jene Teile unserer Gesellschaft, die sich bereits vor der Corona-Pandemie in der Krise befanden.

Dies gilt auch für die für Ende April bzw. Anfang Mai geplanten Abitur- und zentralen Abschlussprüfungen. Nach der Schließung aller Schulen in NRW war in den letzten Tagen nicht klar, ob bzw. in welcher Form die Prüfungen in diesem Jahr stattfinden würden. Nach einigem hin und her stellte die Kultusminister*innenkonferenz (KMK) am Mittwoch klar, dass alle Prüfungen wie geplant oder zu einem Nachholtermin stattfinden sollen. Dieser Plan bringt für Schüler*innen jedoch eine ganze Reihe an Problemen mit sich:

  • Der Unterrichtsausfall durch Schulschließungen in den letzten drei Wochen vor den Osterferien hat dazu geführt, dass teilweise nicht einmal alle obligatorischen Unterrichtsinhalte behandelt werden konnten, er führte aber vermutlich an fast allen Schulen dazu, dass eine zielgerichtete Wiederholung der gesamten Inhalte der Qualifikationsphase gemeinsam im dem Kurs und der Lehrkraft nicht stattfinden konnte. Dadurch werden die Ungerechtigkeiten aufgrund sozialer Ungleichheit, die das mehrgliedrige Schulsystem in Deutschland ohnehin mit sich bringt, noch verstärkt: Manche Schüler*innen haben Eltern, die ihnen entweder unmittelbar als Unterstützung zur Seite stehen oder Nachhilfe finanzieren können, andere nicht. Die Unfairness, die ein Zentralabitur ohnehin mit sich bringt – trotz ungleicher Ausgangsbedingungen werden innerhalb einer Schule, aber auch zwischen Schulen in unterschiedlich “starken” Sozialräumen die gleichen Maßstäbe angelegt – wird folglich noch größer werden. Die Willkürlichkeit der Notengebung, die notwendigerweise mit dem Zentralabitur verbunden ist, wird so noch vergrößert.
    Es wird Zeit, sich endlich von einem Benotungssystem zu verabschieden, dessen mangelnde Aussagekraft und Vergleichbarkeit seit Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht und belegt ist.[1] Es sollten endlich alternative Möglichkeiten der Bewertung der Leistungen von Schüler*innen etabliert werden, die den Fokus nicht auf das Abfragen standardisierter “Kompetenzen” legen, sondern auf die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes. Das wäre übrigens auch eine Grundvoraussetzung für ein inklusives Schulsystem, das diesen Namen verdient und den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht werden würde.
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Positionspapier der LSV NRW zur Corona-Krise

Mit dem Fortschreiten der COVID-19-Pandemie vermehren sich auch die an uns gerichteten Anfragen, wie aus unserer Sicht mit der aktuellen Situation umzugehen sei. Da wir als Schüler*innenvertreter*innen jedoch weder Mediziner*innen noch Expert*innen für öffentliche Gesundheit sind, sehen wir es nicht als unsere Aufgabe, Stellung zu Fragen des Infektionsschutzes zu beziehen. Stattdessen möchten wir im Folgenden einen Blick auf die durch Pandemie gestellten oder vernachlässigten (schul-)politischen Fragen werfen.

#1 Corona ist nicht nur eine gesundheitliche Krise
Vor dem Hintergrund hunderttausender Erkrankter und tausender Toter gilt es einen Blick auf alle Bereiche unserer Gesellschaft zu werfen, die sich, verstärkt durch die voranschreitende Pandemie, in der Krise befinden:

Während man sich noch vor wenigen Monaten weigerte, Gesundheits- und Krankenpfleger*innen ein angemessenes Gehalt zu zahlen, und der Vorschlag, die Hälfte aller Krankenhäuser zu schließen, öffentlich diskutiert wurde, beklagt man heute den Mangel an Fachkräften und Betten auf Intensivstationen.

Während Unternehmen in den letzten Jahrzehnten ihre Produktion nach China verlagerten, um durch den Einsatz von billigeren Arbeitskräften ihren Gewinn zu maximieren, mangelt es heute an lebenswichtiger Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten.

Während die “deutsche Wirtschaft” sich durch Lohndumping, Kurz- bzw. Leiharbeit und Exportüberschüsse gegen ihre europäischen Konkurrenten durchsetzen konnte und dadurch Milliardengewinne produzierte, ruft sie nun nach staatlichen Hilfen.

Während prekär Beschäftigten, Arbeitslosen, Geflüchteten und vielen anderen ein menschenwürdiges Leben durch den Staat strukturell verweigert wird, ist die Empörung heute groß, wenn Menschen in der Erwartung, der Staat würde sich weiterhin wenig um sie scheren, Hamsterkäufe tätigen oder gegen besseres Wissen auch mit Fieber noch arbeiten gehen.

Das Coronavirus macht in seiner Ausbreitung keinen Unterschied zwischen arm und reich, aber seine Auswirkungen treffen Arbeiter*innen, Arbeitslose und marginalisierte Menschen besonders hart. Damit ist es nicht nur eine gesundheitliche Krise, sondern eine Krise des Kapitalismus. Weiterlesen

Offener Brief

An die BSV der StädteRegion Aachen,
Bonn, Kreis Borken, Kreis Coesfeld, Kreis
Gütersloh & des Rheinisch-Bergischen Kreises

Offener Brief
des Landesvorstands der LSV NRW,
der Bezirksschüler*innenvertretung Düsseldorf,
der Bezirksschüler*innenvertretung Kreis Herford,
der Bezirksschüler*innenvertretung Kreis Steinfurt,
der Bezirksschüler*innenvertretung Kreis Viersen,
der Bezirksschüler*innenvertretung Leverkusen,
der Bezirksschüler*innenvertretung Bochum,
der Bezirksschüler*innenvertretung Köln,
der Bezirksschüler*innenvertretung Bielefeld,
der Bezirksschüler*innenvertretung Münster
der Bezirksschüler*innenvertretung Hagen,
der Bezirksschüler*innenvertretung Essen,
der Bezirksschüler*innenvertretung Kreis Siegen-Wittgenstein,
der Bezirksschüler*innenvertretung Kreis Düren,
der Bezirksschüler*innenvertretung Kreis Heinsberg und
der Bezirksschüler*innenvertretung Solingen.

Die unterzeichnenden Bezirksschüler*innenvertretungen (BSVen) sowie der Landesvorstand der Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW) fordern die BSVen Aachen, Bonn, Borken, Coesfeld, Gütersloh und Rhein-Berg auf, den Antrag auf eine außerordentliche Landesdelegiertenkonferenz (LDK) nach §3.8 der Satzung der LSV NRW zurückzuziehen.

Es steht außer Frage, dass die genannten BSVen das Quorum erreicht haben, eine außerordentliche LDK zu beantragen, und dass diese dann laut Satzung innerhalb von 10 Tagen durchzuführen ist. Diesen Auftrag wird die LSV NRW, wenn der Antrag bestehen bleibt, erfüllen. Soweit die rechtliche Lage.

Wir sehen dennoch keinen Grund der beantragenden BSVen, diese Maßnahme zu ergreifen. Wenn es politische Gründe gäbe, innerhalb von 10 Tagen eine außerordentliche LDK einzuberufen, würden wir diese Gründe vielleicht teilen – in jedem Fall würden wir dann eine außerordentliche LDK durchführen.
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SV-Arbeit außerhalb der Schule

SV-Tipps Ihr wollt als SV eure Projekte auch in Stadt oder Kreis umsetzen? Eure SV benötigt Unterstützung und weiß nicht, wo sie nachfragen kann? Wer sind die Big Player in der Region? Hier geht es um überschulische SV-Arbeit. Mit wem lohnt sich die Zusammenarbeit und wo sind Grenzen? Wie kann man Projekte mit mehreren SVen planen und was ist eigentlich eine Bezirksschüler*innenvertretung?

Worum geht‘s genau?

  • Vernetzung mit anderen SVen
  • Projektplanung und Austausch über aktuelle Projekte
  • Bündnis- und Ansprechpartner*innen in der Region kennenlernen
  • Was bringt mir das?

  • Wissen über Akteure und Strukturen in der Region
  • Neue Projektideen und Tipps zur Umsetzung
  • Ideen für gute Zusammenarbeit zwischen einzelnen SVen
  • 15.-17.05.2020
    FR 18:00 bis SO 13:00 Uhr
    JBZ Hattingen, Am Homberg 44-50, 45529 Hattingen

    Zur Anmeldung
    Dieses Seminar wird von der DGB-Jugend NRW in Kooperation mit der LSV NRW angeboten.

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