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Pressemitteilung: Es tropft zwar durch die Decke, aber der Beamer funktioniert

Die Landesregierung in NRW hat es sich zum Ziel gesetzt, die Schulen unseres Landes zu digitalisieren, was das Zeug hält. Nicht zuletzt deswegen dürfte sich die Ministerin für Schule und Bildung Yvonne Gebauer von der selbsternannten „Digitalisierungspartei“ FDP über das Zustandekommen des „Digitalpakt Schule“ gefreut haben. Es winken hunderte Millionen Euro für das Vorantreiben der Digitalisierung an den Schulen unseres Landes. Dadurch hat das Schulministerium einmal mehr die Chance von seinem Kurs: „Digitalisierung first, bedenken second“ abzurücken.

„Wir Schüler*innen NRWs wissen wohl deutlich besser als jede*r Ministerialbeamte*r, was unseren Schulen fehlt. Wir erleben Schule jeden Tag und wir Schüler*innen sind nicht zuletzt die Gruppe, die in der Institution Schule im Vordergrund stehen sollte. An meiner Schule haben wir eines Tages 30 iPads“ erhalten, berichtet Philipp Schultes aus dem Vorstand der Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW). „Nur konnte keine*r unserer Lehrer*innen damit umgehen. Und auf Vorhänge in unserem Klassenraum auf der Sonnenseite der Schule durften wir über ein Jahr warten“. Weiterlesen

Stellungnahme zur Ankündigung des Finanzamtes Oberhausen Süd, der VVN/BdA die Gemeinnützigkeit rückwirkend zu entziehen

Mit Verärgerung hat die Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW) erfahren, dass das Finanzamt Oberhausen-Süd beabsichtigt, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten rückwirkend die Gemeinnützigkeit zu entziehen.

Die LSV NRW kritisiert generell den Versuch, Nichtregierungsorganisationen wie ATTAC, der Deutschen Umwelthilfe und nun auch der VVN/BdA die Gemeinnützigkeit zu entziehen.

Dies gilt besonders auch für die VVN/BdA. Wir sehen dieses Vorgehen als den Versuch, die gesellschaftliche Meinungsbildung einzuschränken, denn unserer Ansicht nach bedeutet Beteiligung an der Demokratie nicht nur, zu Wahlen zu gehen, sondern auch, sich und andere im Rahmen von NROs zu politisieren.

Zusammen mit der VVN/BdA in NRW haben wir in den letzten Jahr immer wieder Workshops durchgeführt, die bei Schüler*innen eine intensive Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands, aber auch mit der Gegenwart rassistischer und faschistischer Vorstellungen und Ideologien angeregt haben. Und auch anlässlich von Gedenktagen – z.B. dem Gedenktag für die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27.1. – fand eine gelungene Zusammenarbeit statt.

Wir bedauern zutiefst, dass die letzten noch lebenden Zeitzeug*innen, die sich auch in der VVN/BdA engagieren, oft körperlich nicht mehr in der Lage sind, an Zeitzeug*innengesprächen teilzunehmen, wie dies in den vergangenen Jahrzehnten möglich war. Kein Geschichtsunterricht mag junge Menschen so zu bewegen, wie diese Gespräche. Deshalb begrüßen wir es, dass sich zunehmend junge Menschen – auch in der VVN/BdA – organisieren, um die Erinnerung wach zu halten. Weiterlesen

Stellungnahme der LSV NRW zur Demokratiekompetenz-Anhörung im Landtag NRW

1. Demokratische Schule als Notwendigkeit

Eine demokratische Gesellschaft ist unvorstellbar ohne eine demokratische Schule. Die Schule bildet den Lebensmittelpunkt von jungen Menschen, hier sollen Kinder und Jugendliche die Regeln von sozialem Miteinander und ein menschenrechtliches Verständnis von Demokratie und Gesellschaft kennenlernen. Die Erziehung zur Mündigkeit kann keine Privatangelegenheit sein, wenn sie gelingen soll, sie kann in der Hauptsache nicht von Familie, Vereinen oder Einrichtungen der Jugendhilfe übernommen werden, sie muss in der Schule gemeinsam mit anderen Schüler*innen bei fachlicher Begleitung durch Lehrer*innen und andere Expert*innen stattfinden. Die Schulgemeinschaft prägt das Verständnis des Menschen von seiner Rolle im sozialen Leben, deshalb ist es wichtig, dass in der Schule alle Kinder und Jugendliche gemeinsam lernen, gleichgültig woher und aus welchen sozialen Verhältnissen sie kommen. Schüler*innen dürfen nie aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert werden. Eine demokratische Schule lehrt nicht nur Demokratie, sie muss auch Demokratie leben: So muss sie gewähren, dass tatsächlich alle Schüler*innen gleichen Zugang zu Bildung haben. Sie muss ihre Schüler*innen auf allen Ebenen mitbestimmen lassen, ihren Entscheidungen die notwendige Anerkennung geben und demokratische Beschlüsse der Schüler*innen in die Tat umsetzen.
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DGB-Jugend Seminar: Schüler*innenvertretungen fit machen

Schüler*innenvertretungen fit machen

Mitbestimmung endet nicht vor der Klassentür! Was aber müssen wir jungen SVler_innen mitgeben, damit sie erfolgreich für ihre Interessen eintreten können? Wie funktioniert die SV-Arbeit? Und wie können wir unsere Arbeit mit SVen weiterentwickeln? Gemeinsam erschließen wir uns alle Grundlagen der SV-Arbeit und reflektieren die bisherigen Konzepte, Methoden und Ansätze. Das ist die Quali für alle, die gerne für die DGB-Jugend NRW SV-Seminare teamen und sie verbessern wollen – oder sie teamen wollen, ohne eigene SV-Erfahrungen gesammelt zu haben.

Worum geht’s genau?

  • Rechtliche Grundlagen der SV-Arbeit
  • Projekt- und Kampagnenmanagement
  • Konzepte und Methoden für SV-Seminare reflektieren
  • Was bringt mir das?

  • SV-Seminare verbessern: Mehr Themen, neue Konzepte
  • SV-Grundlagen kennenlernen und selber SV-Seminare teamen können
  • erfolgreichere Seminare und zufriedene Teilnehmende
  • 29.-31.03.2019
    DGB-Jugendbildungszentrum Hattingen

    Zur Anmeldung auf der Seminarseite der DGB-Jugend

    Resolution: There is no Plan(et) B – Es gibt keinen Plan(et) B

    Megafon

    Die Klimazerstörung und ihre verheerenden Folgen bedrohen das Leben auf der Erde. Auch in Europa werden sich die Klimakatastrophen häufen. Deshalb muss jetzt gehandelt werden, denn es gibt nur eine Erde und diese darf nicht zerstört werden. Doch die Politik handelt nicht, sie ist zu abhängig von den großen Unternehmen geworden, die den größten Beitrag zur Klimazerstörung liefern. Wenn die Politik auf ihre großen Worte keine Taten folgen lässt, dann müssen wir Schüler*innen aufstehen.

    Doch die Zeit wird knapp. Es ergibt keinen Sinn, jetzt noch Kompromisswege mit der Industrie zu fahren, wenn wir das Klima retten wollen, dann muss sofort die grundsätzliche Umweltpolitik geändert werden. RWE alleine hat bisher ungefähr ein Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen ausgestoßen. Nach Studien sind die 20 größten Energieproduzenten der Welt seit der Industrialisierung an der Hälfte des Temperaturanstiegs und an 30 % des Meeresspiegelanstiegs schuld1. Andere Studien haben sogar errechnet, dass die größten 90 Konzerne für 2/3 der Treibhausgasemissionen verantwortlich sind.2

    Um wirklich was zu verändern, hilft der Appell an die Individualverantwortungen nicht, es muss sich die Politik ändern und die Wirtschaft in ihrer ausbeuterischen Manier stoppen. Dies bedeutet nicht, dass Individualverzicht falsch sei, aber es wird nicht die Lösung sein, es muss sich etwas auf allgemeiner politischer Ebene ändern. Weiterlesen

    Gemeinsame PM der LSV und des VBE: Präventive Maßnahmen stärken

    Anlässlich der Podiumsdebatte „Gewalt gegen Lehrkräfte: Was tun?“ auf der didacta in Köln bekräftigen die Landeschüler*innenvertretung (LSV) NRW und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW ihre Forderung nach der Stärkung von präventiven Maßnahmen. „Bestmögliche Bildung und Erziehung sind der beste Schutz gegen Gewalt und extremistische Strömungen. Das gelingt nur mit ausreichend Personal“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE.
    Der VBE und die LSV blicken kritisch auf die vielerorts knappen Ressourcen, die den Schulen des Landes zur Verfügung stehen. „Eine ausreichende Versorgung an Lehrkräften, flächendeckende Schulsozialarbeit, kleinere Klassengrößen und die nötigen Fortbildungen sind entscheidende Faktoren, um präventive Arbeit zu stärken“, erklärt Nikolaj Grünwald, Landesvorstandsmitglied der LSV.
    In einem gemeinsamen Positionspapier der LSV und des VBE heißt es: „Gerade in Schulen hat Gewalt in jeglicher Form keinen Platz. Schule muss ein gewalt- und angstfreier Raum sein für alle dort lernenden, lehrenden und teilhabenden Personen.“ Weiterlesen

    Pressemitteilung: Landesschüler*innenvertretung NRW fordert Ministerpräsidenten Laschet auf: „Demonstrieren Sie mit für unsere Zukunft!”

    Am morgigen Freitag, nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse, werden in ganz Nordrhein-Westfalen erneut Schüler*innen für eine bessere Klimapolitik und gegen den Klimawandel auf die Straße gehen. Auch in Düsseldorf demonstrieren Hunderte Schüler*innen, Studierende und Azubis.

    Für Ministerpräsidenten Armin Laschet wäre das die perfekte Gelegenheit, sich vom Ernst der jungen Demonstrierenden zu überzeugen. Noch am Dienstag kritisierte er in einem Interview mit dem Westdeutschen Rundfunk die Klimastreiks während der Unterrichtszeit als unglaubwürdig. Die Demonstration, die am Freitag nach Schulschluss um 12:30 Uhr am Düsseldorfer Rathaus beginnen, belege laut Landesschüler*innenvertretung (LSV) seinen Irrtum: „Den Schüler*innen noch immer zu unterstellen, sie würden nur streiken, um Schule zu schwänzen; das zeigt, dass unser Ministerpräsident uns nicht zutraut, uns ernsthaft für unsere Zukunft einzusetzen. Herr Laschet sollte sich lieber darüber freuen, dass Schüler unsere Gesellschaft aktiv gestalten und unsere Erde retten wollen“, sagt Philipp Schultes aus dem Vorstand der LSV NRW. Weiterlesen

    Pressemitteilung: Talentschulen in NRW: Top oder Flop?

    Schulen in Nordrhein-Westfalen sind chronisch unterfinanziert und ungerecht. Große Investitionen im ganzen Land wie auch grundlegende Veränderungen im Schulsystem und in der Gesellschaft sind notwendig, damit Schüler*innen in NRW wirklich erfahren können, was ihnen bei jeder Wahl von jeder Partei versprochen wird: beste Bildung, „Aufstiegschancen für alle“.¹ Die Realität sieht aber noch ganz anders aus. Für die Landesregierung scheint die Lösung der desolaten Lage der Schulen in NRW in der Schaffung und Förderung sogenannter „Talentschulen“ zu liegen. Damit sollen insgesamt 60 der rund 5.700 Schulen im Land nach Bewerbung und Jury-Entscheid als zeitlich begrenzter „Modellversuch“ besonders finanziell und personell gefördert werden. Diese 60 Schulen sollen dann darstellen, wie gute Bildung aussieht. Für die Landesschüler*innenvertretung ist das ein mangelhaftes Vorhaben: „Nur sechzig Schulen zu stärken, das ist ungenügend. Es ist noch dazu absurd, dass die Mehrheit der Schulen, die eine Förderung wirklich nötig haben, nichts aus dem Topf abbekommt. Das spaltet auch innerhalb von Schulbezirken! Die Förderung muss flächendeckend erfolgen.“, sagt Landesvorstandsmitglied Timon Nikolaou. Weiterlesen

    Ausstellungshinweis: „Du Jude!“ Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland

    Eine Ausstellung für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit

    Häufig wird Judenfeindschaft immer noch als historisches Phänomen betrachtet und vorwiegend mit dem Nationalsozialismus verknüpft. Dass Antisemitismus jedoch ein alltäglicher Begleiter für Jüdinnen und Juden in Deutschland ist, der viele Facetten kennt und in allen Schichten der Gesellschaft anzutreffen ist, darauf weisen empirische Studien seit Jahren hin. Antisemitische Einstellungen gehören demnach auch zur schulischen Realität und prägen den Alltag ebenso wie andere Diskriminierungsformen mit. Weiterlesen

    Hambacher Forst und Kohlestrom – wer Zukunft will, sollte sie nicht abholzen

    Geht es nach der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen und nach dem Energiegiganten RWE, so wird die Rodung des Hambacher Forsts im Herbst dieses Jahres fortgesetzt. Polizeikräfte der zuständigen Kommunen sind daher momentan vor Ort, um den Wald von den dort lebenden Umweltaktivist*innen zu räumen.

    Bereits seit 2012 leben im Hambacher Forst immer wieder Umweltaktivist*innen. Geräumt wurde der Wald schon häufiger, zurückgekehrt sind die Aktivist*innen immer, denn die Besetzung des Waldes ist nicht strafbar. Wie 2012 geschehen wurde ein Großteil der Waldbesetzer*innen freigesprochen, so ist es auch kein Wunder, dass die Polizei in diesen Tagen offiziell nicht wegen der Besetzungen räumt, sondern weil die Baumhäuser der Aktivist*innen bisweilen keine Geländer oder Notausstiege besäßen und so den Brandschutzbestimmungen des Landes nicht genügten. Ein rechtliches Argument, das nun gebraucht wird, da der Großkonzern RWE den Wald beansprucht. Die Sicherheit der Aktivist*innen war zuvor nicht von Interesse. Weiterlesen

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