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Stellungnahme: Wiederholung ZP10 Englisch 2017

Am 18. Mai 2017 wurden landesweit die Zentralen Abschlussprüfungen der Klasse 10 im Fach Englisch geschrieben. Viele Schüler*innen beschwerten sich nach dieser Prüfung über schlecht zu verstehende Sprecher*innen und Vokabeln, welche der Mehrheit der Schüler*innen unbekannt waren. Dementsprechend gab es nach dieser Klausur zahlreiche Proteste von Schüler*innen und Eltern.
Aus diesem Grund hat sich auch die Landesschüler*innenvertretung NRW
an das Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW) gewandt und eine schüler*innenfreundlichere ZP10 mit verständlichem Hörverstehen und geeigneten Vokabeln gefordert.
Das Ministerium bestätigte, dass alle am Entwicklungsprozess beteiligten Gremien und Personen die Eignung der Aufgaben, sowie deren Übereinstimmung mit den Lehrplänen und mit den im Sommer 2015 veröffentlichten Prüfungsvorgaben für 2017 geprüft haben. Weiterlesen

Stellungnahme zur AfD bei der Landtagswahl

Die AfD: Sexistisch. Rassistisch. Neoliberal. – Für Schüler*innen unwählbar!

Seit Anfang April befindet sich NRW im Wahlkampf für die anstehende Landtagswahl am 14. Mai. Eine Partei fällt dabei besonders durch einschlägige Parolen, dumpfe Sprüche und rassistische Stimmungsmache auf: Die AfD geht damit in NRW auf Stimmenfang. In den Umfragewerten steht sie zurzeit bei ca. 8 % und hat damit realistische Chancen, in den Landtag einzuziehen und dort Einfluss auf die zurzeit herrschende Politik in NRW zu nehmen. Für uns Schüler*innen ist dies ein Anlass zur Sorge.
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Stellungnahme: Finanzierung von Inklusion

Seit der Einführung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2006 haben Kinder mit Behinderung das Recht auf eine inklusive Schulbildung. Die Eltern von Kindern mit Behinderung haben das Recht zu entscheiden, ob sie Ihr Kind auf eine Regelschule oder eine Sonderschule schicken. Doch wurde an dieser Stelle wirklich weiter gedacht? Die Realität zeigt uns: Nein, denn wenn man sich “Inklusion” an Nordrhein-Westfalens Schulen einmal genauer ansieht, fällt sofort auf, dass an vielen Stellen Geld fehlt!
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Stellungnahme zur Digitalisierung des Bildungssystems

Landesschüler*innenvertretung fordert Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen

Unsere Umwelt wird zunehmend digitalisiert, ob es sich um die zunehmende Verbreitung der sozialen Netzwerke handelt oder die Möglichkeit, alles online zu bestellen: Unser Leben spielt sich immer mehr in der digitalen Welt und im Internet ab. Das Internet ermöglicht es, an jede Information zu gelangen, die wir uns wünschen.
Leider ist es unserem Schulsystem nicht gelungen, diesen Wandel zu vollziehen. Noch immer regieren in den Klassenräumen die Tageslichtprojektoren (auch Overhead-Projektoren, kurz OHP genannt), welche schon zur Schulzeit unserer Eltern und Großeltern weit verbreitet waren. Was für viele Schüler*innen anderer Nationen unmöglich klingt, ist leider Alltag in unserem Schulsystem. Weiterlesen

Stellungnahme zum Kooperationsverbot im Bildungsbereich

ResolutionStellungnahme der Landesschüler*innenvertretung NRW
zum Kooperationsverbot im Bildungsbereich zwischen Bund und Ländern

Spätestens seit der Föderalismusreform 2006, bei der die Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern in großem Umfang neu geregelt wurden, begleitet uns das geheimnisvolle Wort “Kooperationsverbot” in fast jeder bildungspolitischen Debatte. Bis heute wird es gerne als allgemeine und über allem stehende Begründung für die Unterfinanzierung der Bildungssysteme der 16 Bundesländer angeführt, verbunden mit der Botschaft, dass es nur an der Ignoranz des Bundes liege, wenn finanzschwache Kommunen und Länder keine Unterstützung für die Sanierung ihrer schulischen Infrastruktur erhalten. Fest steht, dass die Leidtragenden des Hin und Hers im deutschen Föderalismus letzten Endes immer die Schüler*innen sind – und oft auch die Lehrer*innen – ganz gleich, ob sie in Nordrhein-Westfalen, in Berlin oder anderswo zur Schule gehen.
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Offener Brief der LSV NRW an Sylvia Löhrmann

Nach unserem letzten Gespräch mit NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann haben wir sie gebeten, uns in einer offiziellen Stellungnahme auf unsere
Kampagne und die damit verbundenen Forderungen zu antworten.
Mittlerweile liegt uns nicht nur diese Stellungnahme des MSW zur Kampagne (pdf, 87kB) vor, wir haben außerdem bereits in einem offenen Brief eine Antwort darauf verfasst, die wir hiermit veröffentlichen:

Sehr geehrte Frau Ministerin Löhrmann, sehr geehrter Herr Dr. Holzem,
die Landesschüler*innenvertretung NRW möchte sich bei Ihnen für die informative Stellungnahme zum momentanen Landeshaushalt bedanken, in welchem Sie insbesondere auf gestiegene Ausgaben im Bildungsbereich eingehen. Die LSV NRW hat das Schreiben zur Kenntnis genommen, war schlussendlich jedoch stark irritiert von dem Inhalt Ihrer Rückmeldung. Sie gehen in Ihren Ausführungen kaum auf die Kampagne “Wir sind mehr wert! – Kostenlose Bildung für Alle” ein, sondern nennen überwiegend Zahlen zu den finanziellen Bemühungen der Landesregierung.
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LSV NRW solidarisiert sich mit streikenden Lehrer*innen

Megafon Die Interessenvertretung der ca. 2,5 Mio Schüler*innen NRWs erklärt sich solidarisch mit den streikenden Lehrer*innen und pädagogischen und sozialen Fachkräften. Schon seit Jahrzehnten verdienen in NRW und bundesweit Lehrer*innen, die im öffentlichen Dienst angestellt sind, deutlich weniger Geld als ihre Kolleg*innen mit Beamtenstatus und dies für die absolut gleichen Aufgaben. Allein in NRW betrifft dies ca. 40.000 Lehrer*innen. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sowie der Deutsche Beamtenbund (DBB) rufen nach der gescheiterten Verhandlungsrunde mit Arbeitgeber*innen auf Bundesebene in NRW auch am 9. Februar wieder zu Warnstreiks in ganz NRW auf. Schon am 01. Februar streikten in NRW weit mehr als 2.000 Beschäftigte für insgesamt 6 Prozent mehr Gehalt.
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Stellungnahme: Schulsozialarbeit wichtiger Bestandteil des Schullebens

ResolutionViele Schüler*innen kennen es – Ärger mit den Eltern, Probleme in der Klasse, Überforderung im Unterricht oder Prüfungsangst überschatten alles Positive. Die Schule entwickelt sich für viele Kinder und Jugendliche immer weiter zu einem Lebensraum, der natürlicherweise auch Probleme mit sich bringt. Die Normalität dessen ist allgemein bekannt, trotzdem ist die Schulzeit ein besonders elementarer Teil des Erwachsenwerdens. Und dieser Prozess erfordert individuelle Förderung und Unterstützung für jede*n einzelne*n Schüler*in.
Wie können wir also erreichen, dass den Schüler*innen neben fachlichem Wissen aus dem Unterricht auch eine Anlaufstelle bei Problemen geboten wird?
Die Landesschüler*innenvertretung NRW fordert- auch im Zuge der Kampagne „WIR sind mehr wert – Kostenlose Bildung für alle!“ einen weitreichenden Ausbau der Stellen für Schulsozialarbeiter*innen an NRWs Schulen. Die Sozialarbeit ist ein elementarer und tragender Grundpfeiler für das schulische Zusammenleben. Ansprechpartner*innen für Schüler*innen dürfen nicht nur aus dem jeweiligen Lehrer*innenkollegium stammen. Das ist besonders dadurch begründet, dass Lehrer*innen in den wenigsten Fällen die richtige Ausbildung vorweisen können und infolgedessen in vielen Situationen nicht in dem Maße als Vertrauenspersonen geeignet sind, wie Sozialpädagog*innen das wären. Viele Gründe sprechen also für eine Erweiterung des sozialpädagogischen Angebots:
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Endlich: Löhrmann übernimmt Forderungen der LSV NRW

In der jahrelang anhaltenden Diskussion um die Schulzeitverkürzung schockte die Schulministerin Sylvia Löhrmann, sonst so eiserne Vertreterin des G8-Abiturs, gleichsam Eltern- und Lehrer*innenverbände, als sie kürzlich von ihrem Wunsch nach einer flexiblen Schulzeit sprach – zunächst an Gymnasien, perspektivisch dann an allen Schulformen. Offenbar hat sie in den Wahlkampfmodus umgeschaltet und geht deshalb endlich auf die Forderungen der bedeutenden Mehrheit der Schüler*innen und Eltern ein. Vermutlich allerdings nur aus wahltaktischen Gründen – es ist zu befürchten, dass nach der Wahl wieder die alten Argumente für G8 herausgekramt werden.

Für die Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW) ist die Forderung nach einer Flexibilisierung der individuellen Schulzeit nichts Neues. Schon vor der Einführung von G8 lehnte sie als Interessenvertretung der rund 2,6 Millionen Schüler*innen NRWs Konzepte zur Verkürzung der Schulzeit ab. Gegen den Widerstand des Schulministeriums und dessen Ministerin brachte die NRW-weite Schüler*nnenvertretung dies beispielsweise in den Jahren 2013 und 2014 mit der Kampagne “Gute Nacht G8!” zum Ausdruck. Weiterlesen

Stellungnahme zum (strukturellen) Lehrkräftemangel

ResolutionFast täglich hört man quer durch alle Medien von einem eklatanten Mangel an Lehrerinnen und Lehrern an den nordrhein-westfälischen Schulen – so ist dieses Problem auch schon seit vielen Jahren einer der Hauptkritikpunkte der LandesschülerInnenvertretung NRW an der Bildungspolitik des Landes. Seit langem bekommen viele Schüler*innen des Landes die Konsequenzen dieser Situation zu spüren – zu große Klassen, teilweise hervorgerufen durch sehr hohe Richtwerte, beengte Verhältnisse in Kursen jenseits von 30 Schüler*innen, häufiger Unterrichtsausfall auch über längere Zeit hinweg und das völlige Ausbleiben von individueller Förderung gehören vielerorts längst (oder noch immer) zur Normalität.
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Stellungnahme zur Förderung des Zuganges von Menschen mit körperlicher Behinderung zu Veranstaltungen der Landesschüler*innenvertetung NRW (LSV NRW)

Seit ihrer Gründung im Jahr 1975 steht die LSV stets für moderne und gleichberechtigte Inhalte, die die Schule in NRW nachhaltig optimieren sollen. Im Fokus dieser Forderungen steht und stand stets die Forderung nach einer Gleichberechtigung aller Schülerinnen und Schüler im Raum Schule und in der Gesellschaft. Eine der zentralen Forderungen in diesem Rahmen ist die Forderung nach einer rundum inklusiven Schule. Soweit die Idealvorstellung der LSV.

Im Alltag sieht dies auch im Jahr 2016 noch sehr anders aus. Zwar ist vom Land NRW mittlerweile beschlossen worden, dass an allen Schulen in NRW inklusiv beschult wird, doch wird dies durch viele Faktoren sowohl kurzfristig, als auch durch den Schulkonsens langfristig, erschwert. Weiterlesen

Spiel mit der Zeit – Der Runde Tisch G8 lähmt NRW

ResolutionAls LandesschülerInnenvertretung NRW (LSV NRW) kritisieren wir, dass die Diskussion um das Turbo-Abitur am Runden Tisch auf die nächste Legislaturperiode des Landtages verschoben wurde. Dies hat der Runde Tisch am 25. Oktober im Schulministerium beschlossen. Durch diese Verzögerung ist eine Umstellung zu einem anderen System (wenn überhaupt) unserer Meinung nach frühestens zum Schuljahr 2018/2019 möglich. Damit wird eine wichtige bildungspolitische Entscheidung, ohne Rücksicht auf die SchülerInnen, die nun weiter unter G8 leiden müssen, vertagt.
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Gegen eine Kooperation vom Ministerium für Schule und Weiterbildung mit DITIB!

Vergangene Woche hat das Land NRW seine Zusammenarbeit mit dem Verein Ditib (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) im Programm “Wegweiser” eingestellt. Grund für das Ende der Kooperation war ein Comic von der türkischen Religionsbehörde Diyanet, in dem der Märtyrertod verherrlicht wird, von dem sich DITIB nicht ausreichend distanzierte. Die LSV NRW begrüßt diese Entscheidung, fordert jedoch, sämtliche Zusammenarbeit des Landes NRW mit DITIB einzustellen, vor allem im Bereich der Bildung. Weiterlesen

Stellungnahme der LSV NRW zum Integrationsplan der Landesregierung

Migration / FlüchtendeAm 13. April war die LSV NRW vom Ausschuss für Schule und Weiterbildung des Landtags NRW zum Thema „Gelingende Integration von Flüchtlingen. Ein Integrationsplan für NRW“ als Sachverständige geladen worden.
Neben unserer bereits im Vorhinein abgegebenen
Stellungnahme (pdf, Dokumentenarchiv des Landtags NRW) haben wir versucht, auch in der öffentlichen Anhörung deutlich zu machen, dass die Inklusion Geflüchteter nur durch angemessene finanzielle und logistische Unterstützung gewährleistet werden kann, dass SchülerInnenvertretungen in ihren Bemühungen besser unterstützt werden sollten und dass es ein (deutlich unbürokratischeres) Recht auf Beschulung von Anfang an geben muss. Bildung ist ein Menschenrecht!

Das vollständige Wortlautprotokoll der Sitzung ist mittlerweile ebenfalls verfügbar:
Ausschussprotokoll (pdf, Dokumentenarchiv des Landtags NRW)

Kein Fußbreit dem Faschismus!

AntifaschismusDer 8. Mai ist ein Tag mit einer besonderen Bedeutung, die in Deutschland selbst allerdings viel zu kurz kommt. Heute ist der Tag, an dem in Frankreich, Russland und auch in anderen Teilen der Welt der Sieg über den deutschen Faschismus gefeiert wird. Der 8. Mai ist ein Tag der Erinnerung, der Andacht, der Trauer, aber nicht zuletzt auch ein Tag der Freude. An ihm wurde das Leid für Millionen von Menschen beendet. Heute sollten wir uns an unsere Geschichte und unser antifaschistisches Erbe erinnern. Sie sollen uns zum Handeln bewegen, den Faschismus samt seiner Wurzeln zu vernichten und offensiv, wie auch aktiv gegen ihn vorzugehen. Wir dürfen uns nicht in Zaudern und Verdrängung vor der neuen faschistischen Gefahr in Deutschland flüchten, sondern haben die Pflicht, uns zu bilden und diese Gefahr im Keim zu ersticken.
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Wir sind mehr wert!

falt-unter-smallSo lautet der Titel unserer Kampagne gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems. Es fehlt an allen Ecken: Zu wenig Lehrer*innen, zu wenig Schulsozialarbeit, marode Schulgebäude, schlechte Ausstattung, vielerorts gibt es nicht einmal spezielle ÖPNV-Tickets für Schüler*innen.
Mehr Infos zum Thema und unseren Forderungen sind zu finden in unserem
Faltblatt (pdf, 799kB), das auch kostenfrei bestellt werden kann.