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Schüler legen Konzept im Streit um den Ganztag vor

DÜSSELDORF. Die Elterninitiative “G9 Jetzt!” fordert die Politik in einem Volksbegehren dazu auf, das Abitur nach acht Jahren Gymnasialzeit (G8) aufzugeben und zur neunjährigen Schulzeit (G9) zurückzukehren. Auch das gebundene Ganztagssystem soll nach dem Willen der Initiative abgeschafft werden. Die Landesschüler*innenvertretung NRW macht derweil auf den seit einiger Zeit bestehenden eigenen Lösungsvorschlag aufmerksam: Die “Inklusive Ganztagsgesamtschule” (IGGS) soll den Schülern mehr individuelle Lernmöglichkeiten geben und die Schule auch als Lebensraum sinnvoll gestalten.
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Spiel mit der Zeit – Der Runde Tisch G8 lähmt NRW

ResolutionAls LandesschülerInnenvertretung NRW (LSV NRW) kritisieren wir, dass die Diskussion um das Turbo-Abitur am Runden Tisch auf die nächste Legislaturperiode des Landtages verschoben wurde. Dies hat der Runde Tisch am 25. Oktober im Schulministerium beschlossen. Durch diese Verzögerung ist eine Umstellung zu einem anderen System (wenn überhaupt) unserer Meinung nach frühestens zum Schuljahr 2018/2019 möglich. Damit wird eine wichtige bildungspolitische Entscheidung, ohne Rücksicht auf die SchülerInnen, die nun weiter unter G8 leiden müssen, vertagt.
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LSV nimmt am „Runden Tisch G8“ teil

Leistungsdruck Um die Sicht der Schülerinnen und Schüler NRWs zu vertreten nahm auch die LSV NRW am gestrigen Runden Tisch G8 teil. Landesvorstandmitglied Frederic Koch zeigte sich im Anschluss enttäuscht darüber, dass die Veranstaltung keine konkreten Ergebnisse ergeben habe, sondern das Problem nur in die nächste Legislaturperiode des NRW-Landtags verschoben habe.
Ein Beitrag der WDR-Sendung Aktuelle Stunde zum Runden Tisch mit Fredrics Wortbeitrag ist zu finden in der
WDR-Mediathek

Über die Haltung der LSV NRW zum Thema berichtete bereits vor einigen Tagen das Online-News-Portal DerWesten.de:
NRW-Schülervertreter fordern endlich Einigung zum Turbo-Abitur derwesten.de, 16.10.2016

G9 ab 2017 – Eltern formulieren Forderungen

LeistungsdruckNach der Vorstellung der Ergebnisse ihrer Umfrage zur Schulzeitverkürzung im April [siehe Eltern wollen zurück zu G9] hat die Landeselternschaft der Gymnasien NRW nun ihre Forderungen konkretisiert. Gefordert wird u.a. die verbindliche Umstellung auf G9 an allen Gymnasien mit dem Schuljahr 2017/18 ab der 5. Klasse.
Zur vollständigen Pressemitteilung

Die LSV NRW fordert anstelle von G8 eine flexible Oberstufe, welche durch individualisierte Lernzeiten dazu beiträgt, dass SchülerInnen sowohl den schulischen Stoff in ihrem eigenen Tempo bearbeiten können, als auch ihren Hobbys entsprechend nachgehen können. Dazu bedarf es einer einjährigen Einführungsphase, die auch übersprungen oder im Ausland absolviert werden kann, sowie einer anschließenden Qualifikationsphase von individuell zwei bis drei Jahren. Dazu bedarf es vor allem besserer individueller Förderung.
Mehr zu den Forderungen der LSV NRW in unserem Grundsatzprogramm (pdf)

Eltern wollen zurück zu G9

Leistungsdruck50.000 Menschen beteiligten sich an der Umfrage zur Schulzeitverkürzung G8, die die Landeselternschaft der Gymnasien NRW durchführte.
Das Ergebnis ist eindeutig: 79% der befragten Eltern wollen zurück zu G9. Besonders bemerkenswert: Selbst die DirektorInnen von Gymnasien wollen offensichtlich den Ausstieg aus dem Turbo-Abitur – 70% von ihnen sprechen sich für G9 aus.
Meldung des WDR (wdr.de, 16.04.2016)
[Update] Etwas ausführlicherer Bericht (report-d.de, 16.04.2016)

Die LSV NRW spricht sich seit Einführung gegen die Schulzeitverkürzung G8 aus. Hier eine Auswahl:
Argumente gegen die Schulzeitverkürzung (G8) – Resolution vom 28.11.2010
G8 – Kopflos durch die Wand – Resolution vom 28.11.2010
Sparen. Selektieren. Konkurrieren. Burnout! – Resolution vom 28.10.2012
“Gute Nacht, G8!” bleibt aktuell – Resolution vom 24.05.2014
Stellungnahme zu den Ergebnissen des Runden Tisches – PM vom 07.11.2014

Umfrage zu G8/G9

Zwischen dem 19.02. und dem 04.03.2016 führt die Landeselternschaft der Gymnasien in NRW eine Umfrage zur Schulzeitverkürzung durch. Dazu wird unter anderem eine Online-Umfrage durchgeführt, die für die Beteiligung aller betroffenen oder interessierten Menschen offen ist.
Zur Umfrage
Presseerklärung zur Umfrage (pdf)
Hintergrundinformationen / Abwägungen der LEG (pdf)

LandesschülerInnenvertretung fordert flexiblere Oberstufe!

Die LandesschülerInnenvertretung NRW begrüßt die ausführliche und sehr differenzierte Stellungnahme des Düsseldorfer Geschwister-Scholl-Gymnasiums zu den Empfehlungen des Runden Tisches G8/G9 und setzt sich ebenfalls gegen eine Schulzeitverkürzung im Gymnasium ein. „Wir fordern ein Schulsystem, indem die SchülerInnen frei von Leistungsdruck, Stress und Turboabi lernen und leben können. Dies lässt sich z.B. durch eine flexible gymnasiale Oberstufe umsetzen, in der die SchülerInnen je nach ihrem Lerntempo zwischen 2-4 Jahren verweilen können“, so Frederic Koch, Mitglied im Landesvorstand der LSV NRW. Diese flexible Oberstufe soll durch individualisierte Lernzeiten dazu beitragen, dass SchülerInnen sowohl den schulischen Stoff in ihrem eigenen Tempo bearbeiten können, als auch ihren Hobbys entsprechend nachgehen können. So bleibt außerdem ein Zeitraum, in welchem SchülerInnen endlich, ohne um ihr Abitur bangen zu müssen, ein Auslandsjahr machen können.
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SchülerInnenvertretung startet Umfrage

Macht Schule glücklich oder sind alle frustriert? Liegt es an den gestiegenen Anforderungen, dass der Zulauf zur Schülervertretung immer mehr zurück geht? Wie wirkt sich unser Schulsystem sonst auf das Freizeitverhalten von Schülerinnen und Schülern aus?
Das möchte die SV der Erich-Fried-Gesamtschule Herne genauer wissen und hat deshalb einen digitalen Fragebogen entwickelt, der Aufschluss geben soll über das Befinden der Kinder- und Jugendlichen an Schulen in NRW. Um ein möglichst genaues Bild zeichnen zu können, gibt es neben dem Fragebogen für SchülerInnen auch je einen für Vereine/Verbände und für Beratungsstellen:
Umfrage für SchülerInnen
Umfrage für Beratungsstellen
Umfrage für Institutionen / Vereine

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Stellungnahme zu den Ergebnissen des Runden Tisches

Am 3.11.2014 wurden im Ministerium für Schule und Weiterbildung die Ergebnisse des „Runden Tisches Schulzeitverkürzung / G8“ vorgestellt.
Die Ergebnisse des Runden Tisches sieht die LSV NRW kritisch, da lediglich zehn Empfehlungen gegeben werden, durch die die negativen Folgen von G8 abgemildert werden sollen, grundsätzlich aber an der Schulzeitverkürzung festgehalten wird.
Die Empfehlungen sind aus Sicht der LSV allenfalls kosmetische Maßnahmen, um das bestehende System schön zu reden, teilweise entsprechen sie der bereits bestehenden Gesetzeslage. Eine wirkliche Reduzierung der Belastungen für Schülerinnen und Schüler werden sie nicht bringen.

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Resolution: „Gute Nacht, G8!“ bleibt aktuell

Megafon

Die LandesschülerInnenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) setzt sich dafür ein, die Schulzeitverkürzung zurück zu nehmen. Mit der Verkürzung des Gymnasiums von neun auf acht Jahre wurde der Schulalltag für viele Schülerinnen und Schüler unerträglich, da sie in kürzerer Zeit immer mehr pauken. Die Diskussion kommt endlich wieder in Fahrt, zwar im Zeichen der Kommunalwahlen 2014, aber ein runder Tisch im Ministerium ist schon mehr als nichts. Trotzdem dürfen wir nicht einfach verharren, sondern müssen viel mehr unsere Meinung verdeutlichen und zeigen, was wir an Stelle von G8 fordern.
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Runder Tisch als Imagekampagne – Landesregierung verzweifelt

Megafon

Heute Abend fand auf Einladung der Schulministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin, Sylvia Löhrmann, der Runde Tisch „Schulzeitverkürzung“ in der Staatskanzlei NRW statt.
Die Ministerin wollte sich vergewissern, ob die Entscheidung der Schulzeitverkürzung immer noch Konsens in Nordrhein-Westfalen ist.
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Runder Tisch zur Schulzeitverkürzung – Ministerin Löhrmann gerät unter Druck

Die LandesschülerInnenvertretung Nordrheinwestfalen (LSV NRW) hat neben anderen Verbänden, Vereinen, Fraktionen und der Wissenschaft eine Einladung zu einem Runden Tisch zum Thema Schulzeitverkürzung” erhalten. „Ministerin Löhrmann klammert sich an das G8-System und “argumentiert“, dass sie keinen Trubel im nordrhein-westfälischem Schulsystem verursachen möchte. Dies empfinde ich als ein großes Scheinargument!“ erklärt Lukas Lorenz, Landesvorstandsmitglied aus Köln.
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Resolution: Sparen. Selektieren. Konkurrieren. Burnout!

Megafon

Genau so leiden die Beteiligten der Schulzeitverkürzung „G8“, seitdem diese im Jahr 2004 in NRW eingeführt wurde. Die Idee, das Abitur um ein Jahr zu verkürzen, stammte ursprünglich von den Finanzministerien. In Anbetracht der finanziellen Aspekte scheint es zugegeben ziemlich sinnvoll, die SchülerInnen ein Jahr früher Abitur machen zu lassen. Denn für die einzelnen SchülerInnen werden im Jahr pro Kopf durchschnittlich 4.900 Euro ausgegeben. Bei ca. 129.000 (Fach-)AbiturientInnen, welche die Schule nun früher verlassen, ergeben sich daraus etwa 632 Millionen Euro. 632 Millionen Euro, welche unsere Landesregierung jedes Jahr direkt an den Schulen spart. In diese Summe ist dabei nicht eingerechnet, dass die Schülerinnen und Schüler durch die Verkürzung auch ein Jahr früher (und somit länger) Steuern zahlen können. Dazu kommen noch unzählig viele weitere kleine Ersparnisse als Nebenwirkungen der Schulzeitverkürzung.
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Resolution: G8 – Kopflos durch die Wand

Megafon

Die LandesschülerInnenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) setzt sich dafür ein, die Schulzeitverkürzung zurück zu nehmen. Mit der Verkürzung des Gymnasiums von neun auf acht Jahren wurde der Schulalltag für viele Schülerinnen und Schüler unerträglich, da sie in kürzerer Zeit immer mehr lernen und gleichzeitig täglich immer länger in der Schule bleiben müssen. Dabei haben die meisten Gymnasien nicht die richtige Infrastruktur, um nach einem
Mittagessen Unterricht auch am Nachmittag durchführen zu können. Zu einem guten Ganztagsprogramm in den Schulen gehört mehr als einfach nur Unterricht bis um vier Uhr.
Anstatt die seitens der Landesregierung so groß geschriebene individuelle Förderung gibtes am Gymnasium nun nur eine Elitenbildung nach dem Motto „Wer gut genug ist, gehört dazu, der Rest kann gehen“. Dies erzeugt unnötigen Druck, Schule wird zunehmend ein Ort der Angst. Um das Lernen zu fördern, ist jedoch eine angenehme Atmosphäre besonders wichtig.
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Resolution: Schulreform JETZT!

Megafon

„Ungenügend!“ – Diese Note hat das deutsche Schulsystem 2007 von dem UNO Sonderberichterstatter Muñoz für Bildung bekommen. Leider kam dieses Urteil für SchülerInnen- und LehrerInnenverbände nicht sonderlich überraschend, hatte doch bereits das von der Bildungsorganisation der Vereinten Nationen (OECD) initiierte „Program for international student assessment“ (PISA) die gleichen Aussagen über das deutsche Schulsystem getätigt wie der Sonderberichterstatter: Nach dem Pisa-Schock und den darauf folgenden Reformversprechen der Politik sollte man meinen, dass sich etwas ändert im Deutschen Schulsystem. Das tut es auch, momentan trägt die Landesregierung NRW allerdings nicht mit einer Reform, sondern mit einem Schulversuch dazu bei. Dieser beinhaltet unter anderem die Einführung einer „Gemeinschaftsschule“, die für „mehr Chancengleichheit und besseres gemeinsames Lernen“ sorgen soll. Auch ist der Versuch darauf ausgelegt, ländlichen Kommunen die Möglichkeit zu geben, trotz rückläufiger SchülerInnenzahlen möglichst alle Schulen zu erhalten.
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Wir sind mehr wert!

falt-unter-smallSo lautet der Titel unserer Kampagne gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems. Es fehlt an allen Ecken: Zu wenig Lehrer*innen, zu wenig Schulsozialarbeit, marode Schulgebäude, schlechte Ausstattung, vielerorts gibt es nicht einmal spezielle ÖPNV-Tickets für Schüler*innen.
Mehr Infos zum Thema und unseren Forderungen sind zu finden in unserem
Faltblatt (pdf, 799kB), das auch kostenfrei bestellt werden kann.