Resolution „Interkulturelles Lernen“

In einer zunehmend globalisierten Gesellschaft, in der Bildung den Schlüssel zum sozialen Aufstieg darstellt, sind, neben qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten der Weltstaaten, auch die Vernetzungsprozesse der einzelnen Kulturen und Bildungssysteme von höchster Wichtigkeit, um mündige und aufgeschlossene Weltbürger der Demokratie auszubilden.
Den Austausch von Wissen, kulturellen Motiven, Spezialisierungen und Erfahrungen sehen wir als notwendige soziale Ader der Globalisierung an, der neue Möglichkeiten mit sich bringt und Türen zu bisher unbekanntem Terrain öffnen kann.
Die LandesschülerInnenvertretung vertritt daher die Ansicht, dass das interkulturelle Lernen in Schulen ausgebaut und gefördert werden muss, um den Schülerinnen und Schülern bestmögliche Einblicke in das globale Zeitalter zu bieten. Schülerinnen und Schüler sollen aktiv an interkulturellen Projekten teilnehmen, die von den Schulen als Träger angeboten werden. Wir fordern daher einen Ausbau der internationalen Schulpartnerschaften, sowohl in Europa, als auch interkontinental.
Des Weiteren soll nach Vorbild des norwegischen Bildungssystems, jedem Schüler / jeder Schülerin die Chance offeriert werden, einen Auslandsaufenthalt im Sinne des Besuches einer Schule im Ausland unter Kostenträgerschaft des Staates durchzuführen.
Die LandesschülerInnenvertretung fordert weitergehend eine unterrichtliche Behandlung von interkulturellen Jugendprojekten, wie z.B. dem angebotenen Programm „Model-United-Nations“ der Vereinten Nationen. Dafür soll ein neues Unterrichtsfach namens „Interkulturelles Lernen“ geschaffen werden, das nach dem Vorbild Österreichs globale Beziehungen und Vernetzungsprozesse der Weltgesellschaften inhaltlich thematisiert. Eine solche Intensivierung der vernetzenden Unterrichtsinhalte und Austauschformen begründet die LandesschülerInnenvertretung mit der Ansicht, dass interkulturelles Lernen im Lebensraum Schule, der als maßgeblicher Vorbereitungsraum für die spätere Berufswelt dienen sollte, die Einblicke und Kenntnisse von Schülerinnen und Schülern zu globalen Themenkomplexen erhöht, Vorurteile abbaut, Rassismus und Chauvinismus entgegenwirkt und generell ein besseres Verständnis für ein angestrebtes kosmopolitisches Bürgertum schafft, also eine Gesellschaft, in der alle Staaten in Frieden und reger Zusammenarbeit gemeinsam und miteinander leben.

Beschlossen auf der 113. Landesdelegiertenkonferenz der LSV NRW am 22.02.2015 in Münster

Wir sind mehr wert!

falt-unter-smallSo lautet der Titel unserer Kampagne gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems. Es fehlt an allen Ecken: Zu wenig Lehrer*innen, zu wenig Schulsozialarbeit, marode Schulgebäude, schlechte Ausstattung, vielerorts gibt es nicht einmal spezielle ÖPNV-Tickets für Schüler*innen.
Mehr Infos zum Thema und unseren Forderungen sind zu finden in unserem
Faltblatt (pdf, 799kB), das auch kostenfrei bestellt werden kann.