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Bundesjugendspiele abschaffen

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Die Idee für die Bundesjugendspiele, die schon im Ansatz abzulehnen ist, geht auf den Sportfunktionär aus der Weimarer Republik / Zeit des Nationalsozialismus Carl Diem zurück, der den Sport als Vorbereitung für den zweiten Weltkrieg gesehen hat (der sportliche „Geist“ hat den „Sturmlauf“ durch Polen, Norwegen, Holland,
Belgien und Frankreich möglich gemacht) und Sätze wie „Sport ist freiwilliges Soldatentum“ geprägt hat. Die Bundesjugendspiele sind nicht mehr zeitgemäß, sie bestehen aus der öffentlichen Darstellung von Bestleistungen, statt den olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles“ zu fördern.
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Resolution „Interkulturelles Lernen“

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In einer zunehmend globalisierten Gesellschaft, in der Bildung den Schlüssel zum sozialen Aufstieg darstellt, sind, neben qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten der Weltstaaten, auch die Vernetzungsprozesse der einzelnen Kulturen und Bildungssysteme von höchster Wichtigkeit, um mündige und aufgeschlossene Weltbürger der Demokratie auszubilden.
Den Austausch von Wissen, kulturellen Motiven, Spezialisierungen und Erfahrungen sehen wir als notwendige soziale Ader der Globalisierung an, der neue Möglichkeiten mit sich bringt und Türen zu bisher unbekanntem Terrain öffnen kann.
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Resolution: „Gute Nacht, G8!“ bleibt aktuell

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Die LandesschülerInnenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) setzt sich dafür ein, die Schulzeitverkürzung zurück zu nehmen. Mit der Verkürzung des Gymnasiums von neun auf acht Jahre wurde der Schulalltag für viele Schülerinnen und Schüler unerträglich, da sie in kürzerer Zeit immer mehr pauken. Die Diskussion kommt endlich wieder in Fahrt, zwar im Zeichen der Kommunalwahlen 2014, aber ein runder Tisch im Ministerium ist schon mehr als nichts. Trotzdem dürfen wir nicht einfach verharren, sondern müssen viel mehr unsere Meinung verdeutlichen und zeigen, was wir an Stelle von G8 fordern.
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Resolution: Ganztag? Wir sind dafür.

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Ganztag ist für uns entscheidend für eine gelingende Schullaufbahn. Der Ganztag hat deshalb auch im Konzept der LandesschülerInnenvertretung NRW einen wichtigen Platz.
Schule ist ein Platz, an dem Schülerinnen und Schüler viel Zeit ihres Lebens verbringen. Er soll deshalb nicht nur ein reiner Lernraum sein. Schule muss sich viel mehr fortentwickeln zu einem Lebensraum, in dem man frei, gleich und viel lernt. Ganztag bedeutet für uns nicht die Verschiebung der Unterrichtsstunden in den Nachmittag an möglichst vielen Tagen in der Woche, möglichst noch mit Hausaufgaben für den Bereich nach der Schule. Er ist mehr! Ganztag verbindet in seiner Konzeption Freizeit und Schulzeit. Dazu ist es notwendig auch mit anderen Akteuren außerhalb von Schule zu arbeiten, und diese in den Schulalltag zu integrieren. Ganztag ermöglicht es Schülerinnen und Schülern mehr zu lernen außer dem, was in Lehrplänen steht. So müssen zu den Angeboten einer guten Ganztagsschule neben dem üblichen Fächerkanon auch fächerübergreifende Themen gefunden werden, die in Arbeitsgemeinschaften ihren Ausdruck finden. Weiterlesen

Resolution „Klassenfahrten“ der 107. LDK

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Die LandesschülerInnenvertretung NRW begrüßt sehr die Feststellung der Ansprüche von Lehrerinnen und Lehrern auf Erstattung der Reisekosten für Klassenfahrten durch die Urteile des Bundesarbeitsgerichts vom 16.10.2012 und des Oberverwaltungsgerichts Münster vom 14.11.2012. Für uns war es noch nie verständlich, warum die Lehrerinnen und Lehrer, die einen pädagogischen und erzieherischen Auftrag erfüllen sollen, ergo im Dienst sind, Kosten für Schulfahrten und Ausflüge selber aufbringen sollen.
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Resolution: Sparen. Selektieren. Konkurrieren. Burnout!

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Genau so leiden die Beteiligten der Schulzeitverkürzung „G8“, seitdem diese im Jahr 2004 in NRW eingeführt wurde. Die Idee, das Abitur um ein Jahr zu verkürzen, stammte ursprünglich von den Finanzministerien. In Anbetracht der finanziellen Aspekte scheint es zugegeben ziemlich sinnvoll, die SchülerInnen ein Jahr früher Abitur machen zu lassen. Denn für die einzelnen SchülerInnen werden im Jahr pro Kopf durchschnittlich 4.900 Euro ausgegeben. Bei ca. 129.000 (Fach-)AbiturientInnen, welche die Schule nun früher verlassen, ergeben sich daraus etwa 632 Millionen Euro. 632 Millionen Euro, welche unsere Landesregierung jedes Jahr direkt an den Schulen spart. In diese Summe ist dabei nicht eingerechnet, dass die Schülerinnen und Schüler durch die Verkürzung auch ein Jahr früher (und somit länger) Steuern zahlen können. Dazu kommen noch unzählig viele weitere kleine Ersparnisse als Nebenwirkungen der Schulzeitverkürzung.
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Resolution Schule und Religion

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Den VerfasserInnen des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassungen der einzelnen Bundesländer waren Religionsfreiheit und Schutz der Privatsphäre allerhöchste zu schützende Werte. Zu der Zeit, als nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Bundesländer die Verträge (Konkordate) über Schule, Religionsunterricht und die Kirchensteuer mit der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche geschlossen wurden, konnte man noch davon ausgehen, dass 97 % der deutschen Bevölkerung einer dieser beiden Religionsgemeinschaften angehörten. Deshalb mag die Annahme, mit diesen Konkordaten dem Willen der Bevölkerung zu entsprechen, zutreffend gewesen sein.
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Resolution: Kein Konsens für Nonsens!

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Im Herbst 2011 beschloss die damalige rot-grüne Landesregierung mit den Stimmen der CDU den sogenannten Schulkonsens. Dieser beinhaltet neben vielen kleineren Reformen die Einführung einer neuen Schulform, die Sekundarschule. Die Sekundarschule soll ab dem nächsten Schuljahr neben den bisherigen fünf Regelschulen in NRW Kinder der Sekundarstufe I aufnehmen. Sie besitzt keine eigene Oberstufe und ersetzt auch keine der bisherigen Schulformen.
Angeblich sollen auf ihr alle Kinder länger und vor allen Dingen inklusiv lernen. SPD und Grüne behaupten deswegen in der Öffentlichkeit gerne die Sekundarschule sei „eine Schule für alle“.
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Resolution: Das deutsche Schulsystem ist in Verruf geraten

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Wir haben,
ein Bildungssystem das systematisch „BildungsverliererInnen“ produziert. Es schließt Kinder mit Lernschwächen aus, selektiert nach sozialer oder ethnischer Herkunft und sorgt so für die weitere Öffnung der Schere zwischen arm und reich.
Schon bei der Übergangsempfehlung nach der vierten Klasse wird in Deutschland über die Zukunft eines jeden Kindes entschieden. Dabei setzt sich das deutsche Bildungssystem selbst das Ziel, diese Entscheidung aufgrund der Leistung der jungen SchülerInnen zu treffen. Bereits dieser Ansatz ist grundsätzlich falsch, da jedes Kind sehr individuelle Lernvoraussetzungen mitbringt, anders lernt und vor allen Dingen nur dann lernt, wenn es auch Spaß dabei hat. Das ist längst erwiesen, trotzdem hält die deutsche Politik stur an ihrem Modell fest. Aber nicht einmal das selbst gesteckte Ziel, nach Leistung zu beurteilen, kann unser Schulsystem erreichen. So zeigt das mehrgliedrige Schulsystem ein hohes Maß an sozialer Ungerechtigkeit. Nicht die Leistung eines Schülers oder eine Schülerin, sondern meist die soziale oder ethnische Herkunft entscheidet über den Verlauf des weiteren Schullebens.
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Resolution: BezirksverbindungslehrerInnen entlasten!

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Die Arbeit der BezirksschülerInnenvertretungen (BSVen) ist unverzichtbar, weil sie einerseits die SchülerInnen im Schulalltag und der SV-Arbeit unterstützen, andererseits als Zusammenschluss der SVen die Interessen der SchülerInnen auf kommunaler Ebene vertreten sowie die Schnittstelle zwischen SVen und LSV darstellen.
Auf allen Ebenen der SV-Arbeit zeigt sich, welch elementare Funktion für das Funktionieren die VerbindungslehrerInnen erfüllen, da sie im Unterschied zu den SchülerInnen, die im Durchschnitt 1–2 Jahre in SVen aktiv sind, der jeweiligen SV-Ebene meist über mehrere Jahre zur Verfügung stehen und somit die Kontinuität im laufenden Betrieb gewährleisten.
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Resolution: Finanzielle Ausstattung der BSVen

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Ein „Geburtsfehler“ des SV-Erlasses von 1979 ist die ungenügende finanzielle Ausstattung der BezirksschülerInnenvertretungen (BSVen). Im BSV-Alltag stellt sich das so dar, dass SchülerInnen das Geld z.B. für Arbeitsmaterial oft erst einmal selbst der Landeskasse vorfinanzieren müssen in der Hoffnung, dies eines Tages erstattet zu bekommen.
Da BSVler neben der Erledigung der Schulpflichten und 10-20 Wochenstunden ehrenamtlicher SV-Tätigkeit zusätzlich Geld zu verdienen nicht in der Lage sind, führt das einerseits zur Verschuldung z.B. bei Eltern. Gibt es solche „Quellen“ nicht, kann manche Arbeit nicht getan werden, oder selbst das vom Land bereitgehaltene Geld kann wegen fehlender Vorfinanzierungsmöglichkeiten nicht abgerufen werden.
Deshalb fordern wir 500€ je angefangene 15.000 SchülerInnen eines Bezirks, die den BSVen zu Beginn eines Haushaltsjahres zur Verfügung gestellt werden.
Die Gewährung von zusätzlicher Projektförderung soll unberührt bleiben.

Beschlossen auf der 104. Landesdelegiertenkonferenz am 5. Februar 2012

Resolution: G8 – Kopflos durch die Wand

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Die LandesschülerInnenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) setzt sich dafür ein, die Schulzeitverkürzung zurück zu nehmen. Mit der Verkürzung des Gymnasiums von neun auf acht Jahren wurde der Schulalltag für viele Schülerinnen und Schüler unerträglich, da sie in kürzerer Zeit immer mehr lernen und gleichzeitig täglich immer länger in der Schule bleiben müssen. Dabei haben die meisten Gymnasien nicht die richtige Infrastruktur, um nach einem
Mittagessen Unterricht auch am Nachmittag durchführen zu können. Zu einem guten Ganztagsprogramm in den Schulen gehört mehr als einfach nur Unterricht bis um vier Uhr.
Anstatt die seitens der Landesregierung so groß geschriebene individuelle Förderung gibtes am Gymnasium nun nur eine Elitenbildung nach dem Motto „Wer gut genug ist, gehört dazu, der Rest kann gehen“. Dies erzeugt unnötigen Druck, Schule wird zunehmend ein Ort der Angst. Um das Lernen zu fördern, ist jedoch eine angenehme Atmosphäre besonders wichtig.
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Resolution: Schulreform JETZT!

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„Ungenügend!“ – Diese Note hat das deutsche Schulsystem 2007 von dem UNO Sonderberichterstatter Muñoz für Bildung bekommen. Leider kam dieses Urteil für SchülerInnen- und LehrerInnenverbände nicht sonderlich überraschend, hatte doch bereits das von der Bildungsorganisation der Vereinten Nationen (OECD) initiierte „Program for international student assessment“ (PISA) die gleichen Aussagen über das deutsche Schulsystem getätigt wie der Sonderberichterstatter: Nach dem Pisa-Schock und den darauf folgenden Reformversprechen der Politik sollte man meinen, dass sich etwas ändert im Deutschen Schulsystem. Das tut es auch, momentan trägt die Landesregierung NRW allerdings nicht mit einer Reform, sondern mit einem Schulversuch dazu bei. Dieser beinhaltet unter anderem die Einführung einer „Gemeinschaftsschule“, die für „mehr Chancengleichheit und besseres gemeinsames Lernen“ sorgen soll. Auch ist der Versuch darauf ausgelegt, ländlichen Kommunen die Möglichkeit zu geben, trotz rückläufiger SchülerInnenzahlen möglichst alle Schulen zu erhalten.
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Resolution: Bundeswehr und Schule

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I – Verstärkte Nachwuchs- und Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr stoppen
Die Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung der Bundeswehr in der Gesellschaft, insbesondere in der Schule, nimmt stetig zu. Unterrichtsstunden werden komplett durch die Bundeswehr gestaltet, LehrerInnen werden im Sinne der Bundeswehr aus- und fortgebildet, Offiziere laden Klassen zum „Tag der offenen Tür“ oder zur Studienfahrt in die Kaserne ein. Sogar Waffenschauen und Schießsimulationen führt die Bundeswehr immer wieder mit jungen Schülerinnen und Schülern durch.
Unterstützt wird die Bundeswehr bei ihren Werbefeldzügen von dem Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW. Unter Schirmherrschaft der früheren Schulministerin Barbara Sommer (CDU) schloss das Ministerium eine Kooperationsvereinbarung mit dem Wehrbereichskommando II der Bundeswehr. Über diese Vereinbarung ist u.a die „Aus- und Fortbildung von Referendarinnen und Referendaren sowie von Lehrkräften“ vereinbart. Außerdem sollen SchülerInnen „im schulischen Kontext die notwendigen Instrumente der Politik“ nahe gebracht werden, wobei „Informationen zu nationalen Interessen „ einzubeziehen sind.
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Resolution: Argumente gegen die Schulzeitverkürzung (G8)

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Das Jahr, dass durch G8 in der Mittelstufe wegfällt wir über die gesamte gymnasiale Schulzeit hinweg durch eine Erhöhung der Wochenstunden kompensiert. Die Folgen der allmählichen Aufstockung des Unterrichts auf mindestens 34 Wochenstunden hat weitreichende Konsequenzen für die Kinder, für das gesamte Familienleben und die Termin- und Freizeitgestaltung. Zusätzlich zu den Unterrichtsstunden kommen die Hausaufgaben, die insbesondere in den ersten Jahren an den Gymnasien bei den meisten Kindern nicht ohne Mithilfe der Erziehungsberechtigten erledigt werden können. Viele Eltern versuchen dies durch überteuerten Nachhilfeunterricht zu kompensieren, Familien die keine Finanziellen Mittel dafür haben, bleiben auf der Strecke.
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Wir sind mehr wert!

falt-unter-smallSo lautet der Titel unserer Kampagne gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems. Es fehlt an allen Ecken: Zu wenig Lehrer*innen, zu wenig Schulsozialarbeit, marode Schulgebäude, schlechte Ausstattung, vielerorts gibt es nicht einmal spezielle ÖPNV-Tickets für Schüler*innen.
Mehr Infos zum Thema und unseren Forderungen sind zu finden in unserem
Faltblatt (pdf, 799kB), das auch kostenfrei bestellt werden kann.