Runder Tisch als Imagekampagne – Landesregierung verzweifelt

Heute Abend fand auf Einladung der Schulministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin, Sylvia Löhrmann, der Runde Tisch „Schulzeitverkürzung“ in der Staatskanzlei NRW statt.
Die Ministerin wollte sich vergewissern, ob die Entscheidung der Schulzeitverkürzung immer noch Konsens in Nordrhein-Westfalen ist.

Die LandesschülerInnenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) führte gegen die Schulzeitverkürzung (G8) bereits im letzten Schuljahr eine große Kampagne, „Gute Nacht G8!“, durch.
“Die Einladung zu einem „Runden Tisch“ zeigt, dass auch die Landesregierung langsam erkennt, dass „G8″ von der Mehrheit abgelehnt wird.“, kommentiert Vanessa Katharina Seiffert, Landesvorstandsmitglied aus Essen.
Vanessa Katharina Seiffert und Johannes Trulsen nahmen für die LSV NRW an dem „Runden Tisch Schulzeitverkürzung“ teil.

Aus Gesprächen mit der Ministerin ist der LSV bekannt, dass Frau Löhrmann keine radikalen Einschnitte im G8-System vornehmen möchte. Dabei wären umfassende Veränderungen absolut notwendig, denn die Schülerinnen und Schüler NRWs leiden unter dem zunehmenden Leistungsdruck. Außerdem bleibt die Persönlichkeitsentwicklung auf der Strecke, das Konkurrenzdenken untereinander nimmt zu und die Selektion im Bildungssystem wird durch G8 noch verschärft. Des Weiteren fehlt den Schülerinnen und Schülern durch dieses eine Schuljahr auch ein Jahr an Berufsorientierung.
Viele Verbände waren der Meinung, dass erst einige G8-Jahrgänge abgewartet werden müssten, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. Die LSV NRW ist jedoch dagegen, noch mehr SchülerInnenjahrgänge dem Leistungsdruck und Konkurrenzkampf auszusetzen.
„Wir sind weiterhin für einen Wechsel zum Abitur in neun Jahren. Schüler haben lange genug das Versuchskaninchen gespielt!“ merkt Vanessa Katharina Seiffert an. Der „Runde Tisch“ ergab die Einrichtung von drei Arbeitsgruppen, die sich unter anderem mit der Umsetzung von G8 beschäftigen werden.

Wir sind mehr wert!

falt-unter-smallSo lautet der Titel unserer Kampagne gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems. Es fehlt an allen Ecken: Zu wenig Lehrer*innen, zu wenig Schulsozialarbeit, marode Schulgebäude, schlechte Ausstattung, vielerorts gibt es nicht einmal spezielle ÖPNV-Tickets für Schüler*innen.
Mehr Infos zum Thema und unseren Forderungen sind zu finden in unserem
Faltblatt (pdf, 799kB), das auch kostenfrei bestellt werden kann.

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