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Schüler legen Konzept im Streit um den Ganztag vor

DÜSSELDORF. Die Elterninitiative “G9 Jetzt!” fordert die Politik in einem Volksbegehren dazu auf, das Abitur nach acht Jahren Gymnasialzeit (G8) aufzugeben und zur neunjährigen Schulzeit (G9) zurückzukehren. Auch das gebundene Ganztagssystem soll nach dem Willen der Initiative abgeschafft werden. Die Landesschüler*innenvertretung NRW macht derweil auf den seit einiger Zeit bestehenden eigenen Lösungsvorschlag aufmerksam: Die “Inklusive Ganztagsgesamtschule” (IGGS) soll den Schülern mehr individuelle Lernmöglichkeiten geben und die Schule auch als Lebensraum sinnvoll gestalten.
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Einladung zur 120. LDK online

Foto der 101. LDKBald ist es wieder so weit: Vom 03. bis 05. Februar findet in der Jugendherberge Dortmund die 120. Landesdelegiertenkonferenz (LDK) der LSV NRW statt.
Drei Tage lang werden sich rund 100 SchülerInnen aus ganz NRW über schulpolitische Themen austauschen und die Arbeit der LandesschülerInnenvertretung gestalten.

Schwerpunkte der inhaltlichen Auseinandersetzung bilden dabei die aktuelle Kampagne der LSV NRW gegen die Unterfinanzierung des Bildungssystems sowie die Landtagswahlen in NRW kommenden Mai.

Die Einladung richtet sich an in den
BezirksschülerInnenvertretungen (BSVen) gewählte Landesdelegierte und alle Schüler*innen aus NRW, die sich aktiv für die Interessen der Schüler*innenschaft einbringen möchten.

Alle weiteren Informationen sind zu finden unter
120. Landesdelegiertenkonferenz
Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme!

Keine Beschulung für Geflüchtete

Migration / Flüchtende Wie der Flüchtlingsrat NRW in einer Pressemeldung hinweist, wird in NRW einer erschreckend hohen Zahl miderjähriger Geflüchteter nach wie vor der Schulbesuch verwehrt. Demnach sind allein 2800 Kinder im schulpflichtigen Alter länger als drei Monate ohne Schulbesuch. Auch die LSV fordert nachdrücklich, diesen skandalösen Missstand zu beenden und für Konzepte zu sorgen, die es auch diesen Kindern ermöglichen, die Wartezeit bis zur Entscheidung über den Asylantrag sinnvoll zu nutzen, anstatt sie zum „Rumgammeln“ zu verdammen.

Links:
Mitteilung des Flüchtlingsrat NRW
Kleine Anfrage der Piratenfraktion im Landtag NRW

Endlich: Löhrmann übernimmt Forderungen der LSV NRW

In der jahrelang anhaltenden Diskussion um die Schulzeitverkürzung schockte die Schulministerin Sylvia Löhrmann, sonst so eiserne Vertreterin des G8-Abiturs, gleichsam Eltern- und Lehrer*innenverbände, als sie kürzlich von ihrem Wunsch nach einer flexiblen Schulzeit sprach – zunächst an Gymnasien, perspektivisch dann an allen Schulformen. Offenbar hat sie in den Wahlkampfmodus umgeschaltet und geht deshalb endlich auf die Forderungen der bedeutenden Mehrheit der Schüler*innen und Eltern ein. Vermutlich allerdings nur aus wahltaktischen Gründen – es ist zu befürchten, dass nach der Wahl wieder die alten Argumente für G8 herausgekramt werden.

Für die Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW) ist die Forderung nach einer Flexibilisierung der individuellen Schulzeit nichts Neues. Schon vor der Einführung von G8 lehnte sie als Interessenvertretung der rund 2,6 Millionen Schüler*innen NRWs Konzepte zur Verkürzung der Schulzeit ab. Gegen den Widerstand des Schulministeriums und dessen Ministerin brachte die NRW-weite Schüler*nnenvertretung dies beispielsweise in den Jahren 2013 und 2014 mit der Kampagne “Gute Nacht G8!” zum Ausdruck. Weiterlesen

Spiel mit der Zeit – Der Runde Tisch G8 lähmt NRW

ResolutionAls LandesschülerInnenvertretung NRW (LSV NRW) kritisieren wir, dass die Diskussion um das Turbo-Abitur am Runden Tisch auf die nächste Legislaturperiode des Landtages verschoben wurde. Dies hat der Runde Tisch am 25. Oktober im Schulministerium beschlossen. Durch diese Verzögerung ist eine Umstellung zu einem anderen System (wenn überhaupt) unserer Meinung nach frühestens zum Schuljahr 2018/2019 möglich. Damit wird eine wichtige bildungspolitische Entscheidung, ohne Rücksicht auf die SchülerInnen, die nun weiter unter G8 leiden müssen, vertagt.
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LSV nimmt am „Runden Tisch G8“ teil

Leistungsdruck Um die Sicht der Schülerinnen und Schüler NRWs zu vertreten nahm auch die LSV NRW am gestrigen Runden Tisch G8 teil. Landesvorstandmitglied Frederic Koch zeigte sich im Anschluss enttäuscht darüber, dass die Veranstaltung keine konkreten Ergebnisse ergeben habe, sondern das Problem nur in die nächste Legislaturperiode des NRW-Landtags verschoben habe.
Ein Beitrag der WDR-Sendung Aktuelle Stunde zum Runden Tisch mit Fredrics Wortbeitrag ist zu finden in der
WDR-Mediathek

Über die Haltung der LSV NRW zum Thema berichtete bereits vor einigen Tagen das Online-News-Portal DerWesten.de:
NRW-Schülervertreter fordern endlich Einigung zum Turbo-Abitur derwesten.de, 16.10.2016

Einladung zur 119. LDK online

Foto der 101. LDKBald ist es wieder so weit: Vom 04. bis 06. November findet in der Jugendherberge Düsseldorf 119. Landesdelegiertenkonferenz (LDK) der LSV NRW statt.
Drei Tage lang werden sich rund 100 SchülerInnen aus ganz NRW über schulpolitische Themen austauschen und die Arbeit der LandesschülerInnenvertretung gestalten.

Schwerpunkte der inhaltlichen Auseinandersetzung bilden dabei die aktuelle Kampagne der LSV NRW gegen die Unterfinanzierung des Bildungssystems sowie das Frauenstatut der LSV NRW.

Die Einladung richtet sich an in den
BezirksschülerInnenvertretungen (BSVen) gewählte Landesdelegierte und alle SchülerInnen aus NRW, die sich aktiv für die Interessen der SchülerInnenschaft einbringen möchten.

Alle weiteren Informationen sind zu finden unter
119. Landesdelegiertenkonferenz
Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme!

Gegen eine Kooperation vom Ministerium für Schule und Weiterbildung mit DITIB!

Vergangene Woche hat das Land NRW seine Zusammenarbeit mit dem Verein Ditib (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) im Programm “Wegweiser” eingestellt. Grund für das Ende der Kooperation war ein Comic von der türkischen Religionsbehörde Diyanet, in dem der Märtyrertod verherrlicht wird, von dem sich DITIB nicht ausreichend distanzierte. Die LSV NRW begrüßt diese Entscheidung, fordert jedoch, sämtliche Zusammenarbeit des Landes NRW mit DITIB einzustellen, vor allem im Bereich der Bildung. Weiterlesen

Schülerprotest gegen Sparpolitik

Bildungsfinanzierung„Marode Schulgebäude, fehlende technische Ausstattungen, Lehrermangel, überfüllte Klassen“, so sieht der Alltag der meisten Schülerinnen und Schüler in NRW aus. Aus diesem Grund hat die LandesschülerInnenvertretung NRW als Vertretung der ca. 2,6 Millionen Schülerinnen und Schüler in NRW eine Petition unter dem Titel „Wir sind mehr Wert! – Kostenlose Bildung für Alle“ an den Landtag in NRW gestartet. Eine Unterschriftenliste soll dem Landtag übergeben und so Druck auf Politiker ausgeübt werden, um die „chronische Unterfinanzierung im Bildungssystem“ zu beseitigen. Weiterlesen

BSV Dortmund gegen Neonazis

FlyerbildUnter dem Motto „WIR sind die Zukunft“ veranstaltet die BSV Dortmund am 03. Juni eine Kundgebung, die sich gegen den von Neonazis für den 04. Juni geplanten so genannten „Tag der deutschen Zukunft“ richtet.
Die Kundgebung findet statt ab 17 Uhr an den Dortmunder Katharinnentreppen (gegenüber vom Hauptbahnhof), geplant sind kreative Aktionen, Reden und Musicacts.

#NoTddZ   |    #NoTddZ
Die Kundgebung bei Facebook

Der vollständige Aufruf zur Kundgebung:
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LSV trifft sich mit Schulministerin

loehrmann-16-01In der vergangenen Woche waren wir im Ministerium für Schule und Weiterbildung zu einem Gespräch mit Frau Ministerin Sylvia Löhrmann und Staatssekretär Ludiwg Hecke.
Der Themenkatalog war breit:
Wir haben über die aktuelle Flüchtlingsthematik und „Radikalisierung der Bevölkerung“ ebenso gesprochen, wie über Bildungsfinanzierung (Bildungsetat, LSV- & BSV-Etat, G8/G9, Bildungs- und Teilhabepaket, LehrerInnenmangel, Lehrmittelfreiheit, Digitale Endgeräte) oder die Einführung von SchülerInnentickets analog zu den studentischen Semestertickets. Wir wollten auch wissen, wie es mit der Schulsozialarbeit nach 2017 aussieht und haben das Verhältnis von Religion & Schule, die kürzlichen Eskapaden bei Mottowochen und Lernen in der digitalen Welt thematisiert.
Natürlich kamen wir nicht überall auf einen gemeinsamen Nenner, haben aber unsere Positionen intensiv vertreten und bleiben natürlich auch in der Zukunft am Ball.
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Eltern wollen zurück zu G9

Leistungsdruck50.000 Menschen beteiligten sich an der Umfrage zur Schulzeitverkürzung G8, die die Landeselternschaft der Gymnasien NRW durchführte.
Das Ergebnis ist eindeutig: 79% der befragten Eltern wollen zurück zu G9. Besonders bemerkenswert: Selbst die DirektorInnen von Gymnasien wollen offensichtlich den Ausstieg aus dem Turbo-Abitur – 70% von ihnen sprechen sich für G9 aus.
Meldung des WDR (wdr.de, 16.04.2016)
[Update] Etwas ausführlicherer Bericht (report-d.de, 16.04.2016)

Die LSV NRW spricht sich seit Einführung gegen die Schulzeitverkürzung G8 aus. Hier eine Auswahl:
Argumente gegen die Schulzeitverkürzung (G8) – Resolution vom 28.11.2010
G8 – Kopflos durch die Wand – Resolution vom 28.11.2010
Sparen. Selektieren. Konkurrieren. Burnout! – Resolution vom 28.10.2012
“Gute Nacht, G8!” bleibt aktuell – Resolution vom 24.05.2014
Stellungnahme zu den Ergebnissen des Runden Tisches – PM vom 07.11.2014

Einladung zur 117. LDK online

Foto der 101. LDKBald ist es wieder so weit: Vom 20. bis 22. Mai findet im Salavdor-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick die 117. Landesdelegiertenkonferenz (LDK) der LSV NRW statt.
Drei Tage lang werden sich rund 100 SchülerInnen aus ganz NRW über schulpolitische Themen austauschen und die Arbeit der LandesschülerInnenvertretung gestalten.

Die 117. LDK markiert dabei den Beginn der neuen Legislatur 2016/2017: Auf der Konferenz wird das Arbeitsprogramm für das kommende Schuljahr beschlossen sowie u.a. Landesvorstand und LandesverbindungslehrerInnen gewählt.

Die Einladung richtet sich an in den
BezirksschülerInnenvertretungen (BSVen) gewählte Landesdelegierte und alle SchülerInnen aus NRW, die sich aktiv für die Interessen der SchülerInnenschaft einbringen möchten.

Alle weiteren Informationen sind zu finden unter
117. Landesdelegiertenkonferenz
Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme!

„Erziehung nach Auschwitz“ und der Lehrberuf

AntifaschismusUnter dem Titel „Erziehung nach Auschwitz und der Lehrberuf“ haben die Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Micha Brumlik und apl. Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer einen an die Kultusministerkonferenz, die Wissenschaftsministerien der Länder, das Bundeswissenschaftsministerium sowie alle Universitäten und Hochschulen in Deutschland gerichteten Appell veröffentlicht.
Darin fordern Sie, der „Vorgeschichte der NS-Ideologie und ihrer Wirkung noch heute“ in erziehungswissenschaftlichen Studiengängen einen festen Platz einzuräumen. Darauf aufbauend müssten „Fragen des praktisch-pädagogischen Handelns gegen Diskriminierung und Ausgrenzung“ diskutiert werden. Es gelte „das Diktum von Adorno nicht als Schmuckstück, sondern als Anleitung zum Handeln in der Gegenwart zu verstehen“.

Die LandesschülerInnenvertretung NRW unterstützt diesen Appell ausdrücklich und ruft zu dessen Unterzeichnung auf!

Der Appell im Netz
pdf-Version des Appells
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Stellungnahme: AfD Kreisparteitag in GSG Düsseldorf

Megafon

Was würden Hans und Sophie tun?
Die Schule ist ein Ort der Bildung. In ihr sollen SchülerInnen einander im Geiste der Demokratie und der Mitmenschlichkeit begegnen. Doch in Düsseldorf soll nun am Sonntag statt gelernt gehetzt werden. Der Kreisverband der AfD Düsseldorf will seinen Kreisparteitag im Geschwister-Scholl-Gymnasium in Düsseldorf abhalten.

Rassist*innen raus aus Schulen!
Die Wahl des Ortes stellt allein schon eine Frechheit dar, denn eine Partei, die hetzt und Hass predigt, hat in einer Schule nicht zu suchen, die nach den antifaschistischen Geschwistern Hans und Sophie Scholl benannt ist. Die AfD befeuert als geistiger Brandstifter den Rechtsradikalismus in Deutschland, wenn sie Menschen, die aus Furcht um ihr Leben und das ihrer Angehörigen fliehen mussten, für soziale Probleme verantwortlich macht. Nicht die in den letzten Jahrzehnten herrschende neoliberale Politik wird für den Sozialabbau verantwortlich gemacht, sondern Menschen, die sich durch ihre Herkunft, ihre religiösen Überzeugung oder auch ihr Geschlecht von den reaktionären Vorstellungen der AfD unterscheiden. Hierdurch versucht die AfD sich zu profilieren und aus dem wachsenden Rassismus in Deutschland politisches Kapital zu ziehen. Weiterlesen

Wir sind mehr wert!

falt-unter-smallSo lautet der Titel unserer Kampagne gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems. Es fehlt an allen Ecken: Zu wenig Lehrer*innen, zu wenig Schulsozialarbeit, marode Schulgebäude, schlechte Ausstattung, vielerorts gibt es nicht einmal spezielle ÖPNV-Tickets für Schüler*innen.
Mehr Infos zum Thema und unseren Forderungen sind zu finden in unserem
Faltblatt (pdf, 799kB), das auch kostenfrei bestellt werden kann.