Gegen eine Kooperation vom Ministerium für Schule und Weiterbildung mit DITIB!

Vergangene Woche hat das Land NRW seine Zusammenarbeit mit dem Verein Ditib (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) im Programm “Wegweiser” eingestellt. Grund für das Ende der Kooperation war ein Comic von der türkischen Religionsbehörde Diyanet, in dem der Märtyrertod verherrlicht wird, von dem sich DITIB nicht ausreichend distanzierte. Die LSV NRW begrüßt diese Entscheidung, fordert jedoch, sämtliche Zusammenarbeit des Landes NRW mit DITIB einzustellen, vor allem im Bereich der Bildung.

Es ist nicht akzeptabel, dass ein Verein, welcher seine Nähe zu einem tyrannischen und autoritären Regime unter Beweis gestellt hat, ein Recht auf Mitbestimmung in der Gestaltung des islamischen Religionsunterricht besitzt, durch seinen Sitz im Beirat. Als verlängerter Arm der Religionsbehörde Diyanet gewährt es eben jenem Regime, dass Oppositionelle verfolgt und Menschenrechte mit Füßen tritt, an der Bildungspolitik in Deutschland mitzuwirken, was unter keinerlei Umständen hinnehmbar ist. Die mangelnde Distanzierung vom Comic, in dem der Märtyrertod verherrlicht wird, zeigt eindeutig, dass es sich bei der DITIB um einen fundamentalistischen Verein handelt, der den Prinzipien einer aufgeklärten und emanzipatorischen Gesellschaft im Wege steht. Überhaupt muss der Einfluss religiöser Gemeinschaften auf die Bildungspolitik eingeschränkt werden.  Die LSV NRW fordert daher den Ausschluss der DITIB aus dem Beirat und eine sofortige Einstellung der Kooperation mit dem Verband auf Landesebene.

Die LSV NRW setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass das bereits bestehende Fach „Praktische Philosophie“ flächendeckend in NRW für alle SchülerInnen verpflichtend eingeführt wird und den bisherigen Religionsunterricht – egal welcher Konfession – ersetzt. Sie bekennt sich weiterhin zur strikten Trennung von Kirche und Staat.

Wir sind mehr wert!

falt-unter-smallSo lautet der Titel unserer Kampagne gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems. Es fehlt an allen Ecken: Zu wenig Lehrer*innen, zu wenig Schulsozialarbeit, marode Schulgebäude, schlechte Ausstattung, vielerorts gibt es nicht einmal spezielle ÖPNV-Tickets für Schüler*innen.
Mehr Infos zum Thema und unseren Forderungen sind zu finden in unserem
Faltblatt (pdf, 799kB), das auch kostenfrei bestellt werden kann.