Stellungnahme zu den Ergebnissen des Runden Tisches

Am 3.11.2014 wurden im Ministerium für Schule und Weiterbildung die Ergebnisse des „Runden Tisches Schulzeitverkürzung / G8“ vorgestellt.
Die Ergebnisse des Runden Tisches sieht die LSV NRW kritisch, da lediglich zehn Empfehlungen gegeben werden, durch die die negativen Folgen von G8 abgemildert werden sollen, grundsätzlich aber an der Schulzeitverkürzung festgehalten wird.
Die Empfehlungen sind aus Sicht der LSV allenfalls kosmetische Maßnahmen, um das bestehende System schön zu reden, teilweise entsprechen sie der bereits bestehenden Gesetzeslage. Eine wirkliche Reduzierung der Belastungen für Schülerinnen und Schüler werden sie nicht bringen.

Möchte man Schülerinnen und Schüler ernsthaft entlasten, führt nach wie vor kein Weg daran vorbei, sich deutlich zu G9 zu bekennen. Nur so kann sichergestellt werden, dass Jugendliche genug Zeit haben, um einerseits das Abitur auch ohne Nachhilfe und Stress machen zu können, und andererseits ihre Persönlichkeit auch außerhalb der Schule frei zu entfalten, sei es beim Sport, in der Musikschule oder beim Treffen mit Freunden.

Dass der Runde Tisch trotzdem mehrheitlich für G8 votiert hat, ist bei der Zusammensetzung jedoch nicht verwunderlich: Neben zahlreichen Eltern-, Lehrer- und Direktorenverbänden fanden sich auch die Unternehmer NRW, während nur die LSV NRW die Interessen der Schülerinnen und Schüler vertrat. Aufgrund dieser Zusammensetzung des „Runden Tisches“ können die Ergebnisse nicht als repräsentativ angesehen werden. Daher ist das Thema noch lange nicht beendet: Die LSV NRW wird sich weiterhin gegen G8 einsetzen, wie es die deutliche Mehrheit der Schülerinnen und Schüler fordert.

Die Empfehlungen im Wortlaut: Homepage des MSW

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