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Resolution „ Nein zur Abschiebung – sichere Perspektiven für unsere Mitschüler*innen!“

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Seit der kurzzeitigen Öffnung der deutschen Grenzen und der Aufnahme von mehreren Hunderttausend vor Krieg, Folter und Not geflohenen Menschen im Spätsommer 2015 sind in vielen Schulen in Nordrhein-Westfalen Flüchtlingsklassen eingerichtet worden, um vor Allem den schulpflichtigen Flüchtlingen eine Beschulung zu ermöglichen. Mitschüler*innen mit zum Teil traumatisierenden Verlust-, Kriegs- und Fluchterfahrungen und einer Biografie, die für viele „deutsche“ Schüler*innen fremd ist. und, bereichern seitdem unsere Klassenräume und Flure. Seit 2015 haben sich viele Schüler*innen in NRW engagiert, um ihre neuen Mitschüler*innen und deren Familien in unserem Bundesland willkommen zu heißen und ihnen das Ankommen und „Reinkommen“ in ihre neue Umwelt zu erleichtern. Weiterlesen

Resolution „Nein zur Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Trans- und Queermenschen in Gesellschaft und Schule!“

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Nein zur Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Trans- und Queermenschen in Gesellschaft und Schule! Für eine Schule des Vertrauens als Lebens- und Schutzraum! Gegen eine Zerstörung des Sexualkundeunterrichts!

Schule ist Lebensraum. Sie ist auch ein Schutzraum außerhalb der eigenen Familie und dem sonstigen Umfeld, der für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, Individualität und Lebensweise Anregungen, konstruktive Reibungsflächen vor allem aber Schutz und Sicherheit bieten muss. Das gilt umso mehr für Schüler*innen, denen dieser Raum in ihrer häuslichen Umgebung verwehrt oder vorenthalten wird. Weiterlesen

Umstellung zu G9 – Stellungnahme der LSV NRW

Die Landesregierung beschloss heute die generelle Abkehr vom Abitur nach acht Jahren. Die Schulen in NRW sollen zurück zu G9 – und das macht eine erneute Reaktion der landesweiten Interessenvertretung der Schüler*innen notwendig:

Die LSV NRW spricht sich grundsätzlich gegen jede Form der Schulzeitverkürzung aus. Das bedeutet, dass G8 keine Option darstellt und G9 in diesem Zusammenhang die ausdrücklich bessere Alternative ist. Langfristig sollte das Ziel jedoch eine individuell anpassbare flexible Oberstufe sein.

Am 22. September wurden uns im Verbändegespräch gemeinsam mit Frau Ministerin Gebauer bereits einige Ausgestaltungen mitgeteilt. Bei dem Termin haben wir unter anderem dafür plädiert, die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer über das bisherige Maß hinaus zu stärken und die zweite Fremdsprache nicht wie bisher in Jahrgangsstufe 6, sondern in Jahrgangsstufe 7 einsetzen zu lassen. Wir haben die Debatte mit konkreten Vorschlägen inhaltlich mitgestaltet und freuen uns, dass das Ministerium unser Anliegen ernst nimmt. In jedem Falle werden wir dazu nach der Bekanntgabe weiterer Details erneut Stellung beziehen und auf einzelne Eckpunkte aus Schüler*innensicht genauer eingehen. Weiterlesen

Expertentreffen zu „Schule“ ohne Schüler*innen

Endlich geht es voran. Die schulpolitische Diskussion bekommt immer mehr Aufwind und das seit der vergangenen Landtagswahl zweitrangig gewordene Thema rund um das Turbo-Abitur G8 wird wieder aktuell. Gut so!
Es besteht dringender Handlungsbedarf und es wird Zeit, dass sich etwas in NRW tut. Welche Maßnahmen in welcher Form ergriffen werden, liegt nun bei allen am Schulleben Beteiligten. Auch den Schüler*innen – die zu einer wichtigen Anhörung nicht eingeladen wurden!
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Pressemitteilung: Schüler*innen begrüßen weitere Finanzierung der Schulsozialarbeit in NRW

Die Ungewissheit rund um die Finanzierung der Schulsozialarbeiter*innenstellen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket hat ein Ende. Am Mittwoch wurde bekannt, dass das Bestehen von rund 1000 Stellen bis mindestens 2021 gesichert ist. „Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung“, äußert sich Luca Samlidis, Mitglied im Vorstand der Landesschüler*innenvertretung NRW, „das Ziel ist aber noch lange nicht erreicht“.

Die landesweite Interessenvertretung der Schüler*innen NRWs setzt sich seit vielen Jahren für den Ausbau und die Finanzierung der Sozialarbeit ein. „Für uns gehören Sozialpädagog*innen zu den wichtigsten Bestandteilen eines guten Schullebens“, heißt es aus der Schüler*innenorganisation. Die Wichtigkeit der Weiterfinanzierung scheint in der Politik angekommen zu sein – hier fühlen sich die Jugendlichen bestätigt. Sie gehen aber noch einen Schritt weiter: Bei aller Freude über die Meldung dürfe man nicht vergessen, dass die Schulen noch immer hoffnungslos unterbesetzt seien. Weiterlesen

Stellungnahme gegen Studiengebühren

Mit der Bildung der neuen Landesregierung und dem daraus resultierenden Koalitionsvertrag sollen an nordrhein-westfälischen Hochschulen wieder Studiengebühren für Studierende aus Drittstaaten¹ eingeführt werden. Wir als Landesschüler*innenvertretung NRW setzen uns jedoch gegen jegliche Studiengebühren ein, auch für Studierende aus Drittstaaten. Denn für uns besteht keinen Unterschied zwischen Bildungsinländern und Menschen aus Drittstaaten.
Doch so steht es im Koalitionsvertrag:

„Stattdessen werden wir Studienbeiträge für Studierende aus Drittstaaten einführen und uns am „Baden-Württemberg-Modell“ orientieren. Sogenannte „Bildungsinländer“ werden bei der Erhebung von Studienbeiträgen ausgenommen”

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AfD-Politik ist schüler*innenfeindliche Politik!

Es ist nichts Neues mehr, wenn von der AfD als rassistische und sexistische Partei gesprochen wird, die ihren Zuspruch durch das Aufbauen von Feindbildern erhält. Schuld an den Problemen unserer Gesellschaft haben ihrer Meinung nach Migrant*innen, Geflüchtete, LGBTQ*-Menschen und andere, die nicht den traditionellen Vorstellungen der AfD entsprechen. Diskriminierende und unsägliche Aussagen werden häufig im Nachhinein relativiert und sorgen so für Unklarheiten über die eigentlichen Positionen der Partei. Angesichts der Bundestagswahlen am 24. September 2017 sind Klarheit und Kenntnis darüber allerdings immens wichtig. Schließlich wird dabei die politische Richtung für die nächsten vier Jahre bestimmt. Es lohnt sich also, das Wahlprogramm der AfD einmal aus Schüler*innensicht zu betrachten. Weiterlesen

Stellungnahme zur geplanten Erhebung des erteilten und ausgefallenen Unterrichts an NRWs Schulen

Die Frage nach dem tatsächlich stattfindenden Unterricht an NRWs Schulen geht in die nächste Runde. Seit Jahren wird sie intensiv diskutiert. Zuletzt war sie ein entscheidendes Wahlkampfthema bei den Landtagswahlen. Da war man sich einig: Die von der ehemaligen Landesregierung veröffentlichte Angabe, es fielen 1,8% der zu erteilenden Unterrichtsstunden in NRW aus, liegt deutlich unter den tatsächlichen Werten. Genaue, realistische Zahlen gibt es jedoch nicht wirklich. Weiterlesen

LSV NRW stellt sich klar gegen Schulranking

Die Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW) lehnt jegliche öffentliche Benotung und Klassifizierung von Schulen ab. Eine solche schafft eine neue, noch stärkere Form des Konkurrenzkampfes und der Selektion. Sie kann den verschiedensten Anforderungen, denen sich Schule mit ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag heute ausgesetzt sieht, niemals und erst recht nicht in vergleichender Form gerecht werden. Ebenso wenig, wie Noten oder eine strikte Bewertung in Ranking-Form der*dem einzelnen Schüler*in gerecht werden, kann man mit ihrer Hilfe Schulen vergleichen. Stattdessen werden scheinbare Elite- und Problemschulen geschaffen. Statt Solidarität und Kollektivität unter Schüler*innen zu schaffen, Heterogenität zu fördern und Schule als Lebensraum zu gestalten, wird ein noch stärkerer Konkurrenzkampf provoziert.
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LSV NRW fordert Fortführung der Schulsozialarbeit

MegafonVon 2011 bis Ende 2013 wurde die Schulsozialarbeit über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) mit 400 Millionen Euro jährlich unterstützt und finanziert. In diesem Zeitraum wurden rund 3.000 Stellen bundesweit geschaffen, allein 1.500 davon in NRW.

Nachdem 2013 die Schulsozialarbeit aus dem BuT gestrichen wurde, blieben Land und Kommunen auf den Kosten sitzen. Während einige Kommunen die Stellen größtenteils bis Ende 2014 von Restmitteln finanzieren konnten, mussten anderenorts viele Stellen gestrichen werden. Dem stand und steht die Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW) sehr kritisch gegenüber. Von 2015 bis 2017 übernahm das Land NRW je nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit einer Kommune 50-80 % des Betrags für Schulsozialarbeit, welcher zuvor aus dem BuT finanziert wurde. Den Rest müssen weiterhin die Kommunen tragen.

Diese Lösung ist nur befristet bis Ende des Jahres 2017. Die LSV NRW, die Vertretung der 2,6 Millionen Schüler*innen in NRW, fordert, dass die neue Landesregierung aus CDU und FDP sich mit diesem Problem befasst und sich schnellstmöglich die Finanzierung sichert, damit diese Stellen nicht weiter prekär sind und Schulsozialarbeiter*innen sowie Schüler*innen nicht um diese Stellen bangen müssen. Wir fordern klare und langfristige Finanzierungsmaßnahmen!

Stellungnahme: Wiederholung ZP10 Englisch 2017

Am 18. Mai 2017 wurden landesweit die Zentralen Abschlussprüfungen der Klasse 10 im Fach Englisch geschrieben. Viele Schüler*innen beschwerten sich nach dieser Prüfung über schlecht zu verstehende Sprecher*innen und Vokabeln, welche der Mehrheit der Schüler*innen unbekannt waren. Dementsprechend gab es nach dieser Klausur zahlreiche Proteste von Schüler*innen und Eltern.
Aus diesem Grund hat sich auch die Landesschüler*innenvertretung NRW
an das Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW) gewandt und eine schüler*innenfreundlichere ZP10 mit verständlichem Hörverstehen und geeigneten Vokabeln gefordert.
Das Ministerium bestätigte, dass alle am Entwicklungsprozess beteiligten Gremien und Personen die Eignung der Aufgaben, sowie deren Übereinstimmung mit den Lehrplänen und mit den im Sommer 2015 veröffentlichten Prüfungsvorgaben für 2017 geprüft haben. Weiterlesen

Wahlprüfsteine der LSV NRW zur Landtagswahl

Wie bereits in der Vergangenheit veröffentlicht die LSV NRW hiermit auch zur diesjährigen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen so genannte Wahlprüfsteine.
Dazu baten wir einige Parteien, ganz konkret Stellung zu von uns gestellten schulpolitischen Fragen zu nehmen.
Die Auswertung dieser Fragen kann nun heruntergeladen werden:
Wahlprüfsteine 2017 – Gesamt nach Fragen (pdf, 374kB)

Wahlprüfsteine 2017 – Antworten der SPD (pdf, 137kB)
Wahlprüfsteine 2017 – Antworten der CDU (pdf, 104kB)
Wahlprüfsteine 2017 – Antworten von Bündnis90/Die Grünen (pdf, 211kB)
Wahlprüfsteine 2017 – Antworten der FDP (pdf, 448kB)
Wahlprüfsteine 2017 – Antworten der Piraten (pdf, 496kB)
Wahlprüfsteine 2017 – Antworten der LINKE (pdf, 76kB)
Wahlprüfsteine 2017 – Antworten der AfD (pdf, 86kB)

Pressemappe zur Demo gegen Unterfinanzierung

Pressemappe zur Demo der LSV NRW am 06.05.2017

Lehrer*innengewerkschaft solidarisiert sich mit Forderungen der Schüler*innen

Anlässlich der am 06.05.2017 in Düsseldorf stattfindenden
Demo gegen Unterfinanzierung hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW der LSV folgende Grußadresse zukommen lassen:

Liebe Schülerinnen und Schüier,
die GEW NRW unterstützt eure Forderungen nach einer generellen Erhöhung der Bildungsausgaben in NRW und einer besseren Finanzierung des BÜdungssystems.
Eure konkreten Forderungen wie eine umfassende Sanierung der Schulen sowie Schaffung von mehr Aufenthaltsqualität an den Schulen, eine flächendeckende und unbefristet finanzierte Schulsozialarbeit und mehr Personal für einen Inkiusiven Schulalltag decken sich vollständig mit unseren Forderungen.
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Stellungnahme zur AfD bei der Landtagswahl

Die AfD: Sexistisch. Rassistisch. Neoliberal. – Für Schüler*innen unwählbar!

Seit Anfang April befindet sich NRW im Wahlkampf für die anstehende Landtagswahl am 14. Mai. Eine Partei fällt dabei besonders durch einschlägige Parolen, dumpfe Sprüche und rassistische Stimmungsmache auf: Die AfD geht damit in NRW auf Stimmenfang. In den Umfragewerten steht sie zurzeit bei ca. 8 % und hat damit realistische Chancen, in den Landtag einzuziehen und dort Einfluss auf die zurzeit herrschende Politik in NRW zu nehmen. Für uns Schüler*innen ist dies ein Anlass zur Sorge.
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Wir sind mehr wert!

falt-unter-smallSo lautet der Titel unserer Kampagne gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems. Es fehlt an allen Ecken: Zu wenig Lehrer*innen, zu wenig Schulsozialarbeit, marode Schulgebäude, schlechte Ausstattung, vielerorts gibt es nicht einmal spezielle ÖPNV-Tickets für Schüler*innen.
Mehr Infos zum Thema und unseren Forderungen sind zu finden in unserem
Faltblatt (pdf, 799kB), das auch kostenfrei bestellt werden kann.