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Rechtsratgeber „Abschiebungen aus Schulen und Betrieben“

Die GEW Bayern hat sich in den vergangenen Monaten besonders aktiv gegen die Abschiebung von Schüler*innen aus bayerischen Schulen gewehrt. Nun hat sie einen Leitfaden „Abschiebungen aus Schulen und Betrieben“ herausgegeben, der Beschäftigten im Bildungsbereich erläutert, welche Rechte und Pflichten sie im Falle einer Abschiebung von Personen aus ihren Einrichtungen haben.
Die erklärte Absicht der Politik, die Zahl der Abschiebungen zu steigern, führte in letzter Zeit dazu, dass auch Schüler aus Schulen zur Abschiebung abgeholt wurden. Schulleiter und Lehrkräfte wurden zur Kooperation mit der Polizei aufgefordert. Die Reaktionen schwanken zwischen Empörung und Achselzucken. Dieser Leitfaden will notwendige Informationen vermitteln, um die eigenen Handlungsmöglichkeiten abschätzen zu können.

Der Leitfaden kann unter folgender Adrese heruntergeladen werden:
www.gew-bayern.de/Leitfaden_Abschiebung (pdf, 583kB)

Neues Themenportal Bildungspolitik

Die Friedrich-Ebert-Stiftung widmet der Bildungspolitik künftig ein eigenes Themenportal. In den Rubriken Schulpolitik, Hochschulpolitik, Integration durch Bildung, Inklusion, Berufliche Bildung, Internationale Bildung und Frühkindliche Bildung werden jeweils Meldungen, Hinweise, Artikel und dazu passende Publikationen der Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlicht.

Zum Themenportal Bildungspolitik

Keine Beschulung für Geflüchtete

Migration / Flüchtende Wie der Flüchtlingsrat NRW in einer Pressemeldung hinweist, wird in NRW einer erschreckend hohen Zahl miderjähriger Geflüchteter nach wie vor der Schulbesuch verwehrt. Demnach sind allein 2800 Kinder im schulpflichtigen Alter länger als drei Monate ohne Schulbesuch. Auch die LSV fordert nachdrücklich, diesen skandalösen Missstand zu beenden und für Konzepte zu sorgen, die es auch diesen Kindern ermöglichen, die Wartezeit bis zur Entscheidung über den Asylantrag sinnvoll zu nutzen, anstatt sie zum „Rumgammeln“ zu verdammen.

Links:
Mitteilung des Flüchtlingsrat NRW
Kleine Anfrage der Piratenfraktion im Landtag NRW

Stellungnahme der LSV NRW zum Integrationsplan der Landesregierung

Migration / FlüchtendeAm 13. April war die LSV NRW vom Ausschuss für Schule und Weiterbildung des Landtags NRW zum Thema „Gelingende Integration von Flüchtlingen. Ein Integrationsplan für NRW“ als Sachverständige geladen worden.
Neben unserer bereits im Vorhinein abgegebenen
Stellungnahme (pdf, Dokumentenarchiv des Landtags NRW) haben wir versucht, auch in der öffentlichen Anhörung deutlich zu machen, dass die Inklusion Geflüchteter nur durch angemessene finanzielle und logistische Unterstützung gewährleistet werden kann, dass SchülerInnenvertretungen in ihren Bemühungen besser unterstützt werden sollten und dass es ein (deutlich unbürokratischeres) Recht auf Beschulung von Anfang an geben muss. Bildung ist ein Menschenrecht!

Das vollständige Wortlautprotokoll der Sitzung ist mittlerweile ebenfalls verfügbar:
Ausschussprotokoll (pdf, Dokumentenarchiv des Landtags NRW)

Schule der Vielfalt: Fachaustausch 2016

Fachtag Schule der Vielfalt 2016Wie kann die kulturelle Vielfalt auch im Schulalltag genutzt und als Thema u.a. von Lehrkräften in den Unterricht eingebracht werden? Wie kann Diskriminierung und Stigmatisierung unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen entgegen gewirkt werden?

Der 4. Fachaustausch des des Antidiskriminierungsprojekts „Schule der Vielfalt“ hat das Ziel, Perspektiven für die Begleitung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln und aufzuzeigen, wie Schule, Jugendhilfe und (Schul-)Verwaltung die Akzeptanzarbeit zu LSBTI* unter Berücksichtigung interkultureller Aspekte unterstützen können.

MI, 24.02.2016
9:30 – 16:00 Uhr
Kunstmuseum Bochum

Vollständiges Programm und Anmeldeformular (pdf)

Aufruf für solidarische Bildung

Unter dem Titel „Für solidarische Bildung in der globalen Migrationsgesellschaft. Ein Aufruf aus Erziehungswissenschaft, Pädagogik und Sozialer Arbeit“ ruft ein Zusammenschluss von PädagogInnen vor dem Hintergrund der aktuellen Flucht- und Migrationsphänomene zu einer Bildung auf, die diese Phänomene wie auch ihre Ursachen thematisiert.
Die Themen Flucht, Armut und globale Ungleichheiten müssen als zentralen Gegenstand allgemeiner Bildung erkannt und begriffen werden.

Die LSV NRW unterstützt diesen Aufruf und fordert alle in Bildungsprozessen involvierten Menschen dazu auf, dies auch zu tun.
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Linkliste Flüchtlingshilfe

Migration / FlüchtendeEs ist schön, zu sehen, wie viele Menschen sich für Geflüchtete engagieren und ganz konkret vor Ort helfen möchten. Wir haben uns einmal die Mühe gemacht und für Euch eine Linkliste zusammengestellt mit Links zu lokalen Institutionen und Bündnissen.

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IDA NRW: Flucht – Ursachen, Hintergründe, Konsequenzen

In der aktuellen Ausgabe des Heftes „Überblick“ widmet sich das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA NRW) dem Thema „Flucht – Ursachen, Hintergründe, Konsequenzen“.
Aus dem Inhalt:
– Acht Thesen zu „Flüchtlingskrise“ und „Willkommenskultur“
– Rechte und rassistisch motivierte Gewalt in NRW – Ein Angriff auf uns alle!
– Die Alternative für Deutschland (AfD): Ein rechtspopulistischer Profiteur der aktuellen Flüchtlingsdebatte

Direktlink zum Heft
Weitere Hefte aus der Reihe „Überblick“

Geflüchtete in der Schule

Migration / FlüchtendeBildung ist Menschenrecht – deshalb fordert auch die LSV NRW, dass allen minderjährigen Geflüchteten der Schulbesuch ermöglicht werden muss.
Um den Schulen und Schulgemeinschaften vor Ort die konkrete Umsetzung zu erleichtern hat das Schulministerium im Bildungsportal NRW verschiedene Informationen, Tipps und Handreichungen zur Beschulung Geflüchteter zusammengestellt:
Grundsätzliche Informationen zur Beschulung von Flüchtlingen und anderen Kindern und Jugendlichen in vergleichbaren Lebenssituationen
Tipps und Materialien für Lehrkräfte

Auf die Materialsammlung der GEW haben wir bereits hingewiesen:
Flucht als Unterrichtsthema

Seminarwochenende zu Flucht und Asyl in Deutschland

BildUnter der Überschrift „Flucht & Asyl in Deutschland – Zwischen ‚Willkommenskultur‘ und Brandanschlägen“ lädt das Kölner Projekt „Rote Karte gegen Diskriminierung, Rassismus & Antisemitismus!“ interessierte Jugendliche ab 16 Jahren zu einem Seminarwochenende ein.
Im Rahmen des Seminars sollen Gründe und Wege für Flucht beleuchtet und diskutiert werden, wie Europa und Deutschland mit dieser Herausforderung umgehen kann. Aus der Perspektive Asylsuchender werden die SeminarteilnehmerInnen sich außerdem mit rassistischen Vorurteilen auseinandersetzten.
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Schüler-Union Düsseldorf vergreift sich im Ton

Ob zur Veröffentlichung gedacht oder nicht: Unter der Überschrift „Flüchtlinge raus aus Sporthallen!“ wurde im Internet eine Pressemitteilung der CDU-nahen Schüler Union Düsseldorf bekannt. Darin bezeichnet die Schüler Union die Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen als „absolut inakzeptabel“. Dadurch würde nicht nur SchülerInnen die „Möglichkeit der unabdingbaren körperlichen Aktivität genommen“, es würde auch das „Risiko für Diebstähle und Verschmutzungen“ steigen, „Mädchen könnten Angst haben alleine durch das Gebäude zu gehen“, in dem „die Hunderten Flüchtlinge“ untergebracht seien.
Die LSV NRW verurteilt diese Pressemitteilung und die darin formulierten, unmöglichen Vorurteile gegenüber Geflüchteten aufs Schärfste!
Die berechtigte Forderung nach einer vernünftigen Unterbringung Geflüchteter tritt, nur im letzten Satz genannt, vollkommen in den Hintergrund und wird statt auf die Menschenwürde lediglich egoitisch auf eigene Ängste und Vorurteile bezogen.
Die mittlerweile veröffentlichte Distanzierung, in der von einem „sprachlich missglückten“ Entwurf gesprochen wird, kann nicht darüber hinweg täuschen, welche vollkommen widersinnigen Vorurteile anscheinend in den Köpfen der Verantwortlichen spuken.
Wir sind entsetzt!

Kind ist Kind – Mehr Partizipation von jungen Flüchtlingen!

Anlässlich des Weltkindertags am 20.09. hat die
Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW
folgenden Apell veröffentlicht, den wir ausdrücklich unterstützen und hier veröffentlichen wollen:

„Kind ist Kind!“ – Mehr Partizipation von jungen Flüchtlingen!
– Appell zum Weltkindertag 2015

In Nordrhein-Westfalen leben viele Kinder und Jugendliche, die aufgrund von Kriegen, Terror und Verfolgung aus ihren Heimatländern flüchten mussten. Viele von ihnen leben ohne ihre Eltern und Familien bei uns. Ihnen müssen im Sinne der Chancengleichheit, wie sie in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben ist, dieselben Rechte zukommen wie allen anderen Mädchen und Jungen.

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Flucht als Unterrichtsthema

Das Thema Flucht und Geflüchtete spielt derzeit eine große Rolle, NRW erwartet bis zu 40.000 schulpflichtige Flüchtlingskinder in diesem Schuljahr. Auch um fremdenfeindlichen Einstellungen vorzubeugen, darf das Thema im Unterricht nicht fehlen.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat auf ihrer Internetseite 10 Tipps für die Unterrichtspraxis zusammengestellt. Außerdem gibt es eine Materialsammlung, die laufend aktualisiert wird.

Flüchtlinge als Unterrichtsthema: 10 Tipps für die Praxis
Materialsammlung Flucht und Asyl

Diskriminierung erlebt? Berichte davon!

umfrage-diskriminierungHeute startet eine groß angelegte Umfrage zum Thema Diskriminierung, die von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gemeinsam mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung durchgeführt wird.
Bis zum 30. November sind alle in Deutschland lebenden Menschen ab 14 Jahren dazu aufgerufen, von eigenen, diskriminierenden Erfahrungen zu berichten.
(Die Umfrage steht in verschiedenen Sprachen zur Verfügung)

Hilf mit, Diskriminierung sichtbar zu machen!
Zur Umfrage: umfrage-diskriminierung.de

Der Fragebogen kann auch in Papierform inkl. Freiumschlag bestellt werden: stefanie.bewersdorff@ads.bund.de

Seminarangebot: (Inter)Aktiv für eine lebendige Demokratie

dl_logoDie Bildungsstätte Salvador-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick sucht für die Durchführung des Projekts „Es ist deine Kampagne. (Inter)-Aktiv für eine lebendige Demokratie“ nach Schulklassen, die an einem Seminar in der Bildungsstätte teilnehmen möchten. Mit dem Projekt soll der Präsenz Rechtsextremer und deren menschenverachtender Positionen im Umfeld von Unterkünften für Geflüchtete offensiv entgegen gewirkt werden. Jugendliche sollen in die Lage versetzt werden, vor Ort und in den sozialen Medien aktiv für eine demokratische Kultur einzutreten.
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Linkliste Flüchtlingshilfe

Du willst Dich ganz konkret vor Ort engagieren und Geflüchteten helfen?
Vielleicht hilft Dir unsere kommentierte
Linkliste Flüchtlingshilfe weiter!