Voraussetzung für inklusive Pädagogik: Verzicht auf Ziffernnoten

teamDie Bildungsjournalistin Brigitte Schumann berichtet auf
bildungsklick.de vom hessischen Schulversuch „begabungsgerechte Grundschule“.
Der darin u.a. praktizierte Verzicht auf die Verwendung von Ziffernnoten wird ausdrücklich mit einem „systemischen Verständnis von Inklusion auf der Basis von Diskriminierungsfreiheit und Chancengleichheit“ begründet.

Die wissenschaftliche Begleitung konnte davon ausgehen, dass unabhängig von der Inklusionsdebatte seit langem gesicherte erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse darüber vorliegen, dass Ziffernnoten keine präzisen Aussagen über den Leistungsstand machen, zudem intransparent bezüglich der Qualität des Unterrichts, der Leistungsanforderungen und -erwartungen sind und keinesfalls das Kriterium der Objektivität erfüllen. Dagegen sind ihre zahlreichen negativen Effekte wie konkurrenzorientiertes Wettbewerbsverhalten, Leistungsdruck, angepasstes Fehlervermeidungsverhalten, Entmutigung, Beschämung, Diskriminierung, Schulangst und Schulabsentismus bei Schülerinnen und Schülern nachgewiesen. In heterogenitätsbewussten, inklusiven Lernprozessen wäre es erst recht pädagogisch widersinnig, die Leistungen der unterschiedlichen Kinder im gemeinsamen Lernen miteinander zu vergleichen und in eine Rangfolge zu bringen.
Laut Brigitte Schumann identifiziert der Evaluationsbericht des Schulversuches „‚eingelagert in die Struktur des deutschen Schulsystems‘ – die Selektion als zentrale Barriere für inklusive Pädagogik“.

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Bericht über die wesentlichen Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung
Zum Evaluationsbericht des Projektes

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