Die Landesverbindungs-lehrer*innen (LaVeLe)

Die Landesverbindungslehrer*innen:
Anke Venohr | Felix von Hatzfeld | Johannes Heck

ankeAnke Venohr (Geschäftsführerin)
Lehrerin an der Hauptschule Versmold
Fächer : Deutsch, Geschichte (GL), Mathematik

Nach dem Studium gab es für angehende LehrerInnen kaum Stellen, daher war ich 13 Jahre in der Sozialarbeit tätig. Ich baute ein Jugendzentrum auf und gestaltete die Schulsozialarbeit an der Hauptschule Halle/Westf..
Meine Arbeitsschwerpunkte waren:
Rechtsextremismus abbauen, feministische Mädchenarbeit aufbauen, Einzelfallhilfe leisten , Deeskalationsangebote durchführen und Jungenförderung anbieten.
Seither arbeite ich viel mit unterschiedlichen Institutionen (Beratungsstellen, Sozial-und Jugendamt, Psycholog*innen, Gleichstellungsstellen, Polizei, Opferschutzbeauftragte, Anwältinnen… u.v.m.) zusammen und habe mir dadurch ein großes soziales Netzwerk geschaffen. Davon profitieren die Schüler*innen sehr.
Seit 2002 arbeite ich nun als Lehrerin an der städtischen Hauptschule Versmold.

Die Schwerpunkte meiner Arbeit sind:

  • Ansprechpartnerin für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (wir haben schon über 20 Projekte erfolgreich durchgeführt)
  • Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen
  • Ansprechpartnerin für das Themengebiet sexuelle Gewalt (seit über 20 Jahren Mitglied im Haller Arbeitskreis gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen)
  • Sprecherin der schulischen Steuergruppe

Ich wünsche mir mehr Schüler*innen-Beteiligung / -Mitbestimmung an den Schulen der Sekundarstufe.

Kontakt zu Anke Venohr




felixFelix von Hatzfeld (Stv. Geschäftsführer)
Ich unterrichte seit dem Schuljahr 2013/2014 am Georg-Büchner-Gymnasium in Düsseldorf Philosophie und Geschichte, vorher war ich in Köln und in Erftstadt-Lechenich tätig.

Nicht zuletzt aufgrund meiner Fächerkombination engagiere ich mich seit längerem in der Schule im Bereich der Rechtsextremismusprävention, beispielsweise durch Argumentationstrainings. Darüber hinaus rege ich Schüler*innen zur Zusammenarbeit mit Geflüchteten an, beispielsweise im Rahmen eines Projektkurses Rassismuskritik: Die Schüler*innen werden gemeinsam mit Geflüchteten aktiv – sei es durch Bastel- und Spielangebote für Kinder in den Unterkünften oder durch ein gemeinsames Fastenbrechen und Come together in der Schule. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Aktivität ist die Aktivität gegen den Kooperationsvertrag zwischen dem Schulministerium und der Bundeswehr. Ich denke, diese Kooperation sollte beendet und durch Friedensbildung in Schulen (und anderen Bildungsinstitutionen) ersetzt werden. Aufgrund der derzeitigen weltweiten Lage rückt der Einsatz für den Frieden ja wieder stärker in das Bewusstsein der Schüler*innen – und aller Menschen. Am liebsten wäre mir natürlich, dass dass sich die globale Politik so verändert, dass Friedensbildung nicht mehr nötig ist, weil die Welt friedlich ist (ein bisschen träumen wird man ja dürfen…)

Darüber hinaus beschäftige ich mich mit grundlegenden Fragen der Demokratisierung der Bildungsinstitutionen, der Struktur des Bildungssystems (Ziel: Eine Schule für Alle!) sowie mit der Frage, was eigentlich unter „Bildung“ zu verstehen ist.

Ich bin seit der 105. LDK Anfang Mai 2012 Landesverbindungslehrer. Es bereitet mir viel Freude, mit den hochmotivierten und hochpolitisierten jungen Menschen der LSV zusammen zu arbeiten, und ich hoffe, dass wir gemeinsam viele Verbesserungen für die nordrhein-westfälischen Schüler*innen bewirken können, kleine und große, denn: „Fortschritt ist die schrittweise Verwirklichung von Utopien“ (Oscar Wilde).

Kontakt zu Felix von Hatzfeld




Johannes Heck
Seit dem Ende des Referendariats 2011 unterrichte ich an einem Düsseldorfer Gymnasium Geschichte und Mathematik.
(B)SV-Arbeit mache ich in gewisser Weise schon seit 20 Jahren wenn auch mit veränderten Rollen. So habe ich von 1997-2000 im damaligen Koordinationsgremium der BSV Düsseldorf aktiv mitgearbeitet und als Schüler Demonstrationen und einen Schulstreik mitorganisiert, um gegen Bildungsunterfinanzierung, gegen „Sozialabbau und Bildungsklau“, gegen Studiengebühren und gegen den NATO-Kriegseinsatz im damaligen Jugoslawien 1999 zu protestieren. Von der SV meiner Schule 2014 zunächst zum SV-Lehrer und dann von den Delegierten der Düsseldorfer Schüler*innen 2015 zum Bezirksverbindungslehrer gewählt zu werden, hat mich daher in vielerlei Hinsicht erfreut.
Meine Schwerpunkte sehe ich – auch nach der Wahl zum Landesverbindungslehrer im Mai 2017 – in der Basisarbeit unter Schüler*innen, dem Verständnis von SV’en als „Gegenmacht“ der Schüler*innen gegen Politik und Schule, die ihre Interessen und Bedürfnisse nicht ernst nimmt und in der politischen Bildung junger Menschen. In diesem Sinne berate ich den LaVo wie auch BSV’en bei der Basistour oder zu Fragen der demokratischen Teilhabe in Schulkonferenzen, Schulausschüssen oder auf der Straße. Mir ist wichtig, dass – unabhängig vom schulpolitischen Mandat der SV’en – zumindest gedanklich immer klar ist, dass Schulen ein wichtiger Teil der
Gesellschaft sind und nur innerhalb der gesellschaftlichen Entwicklungen gedacht werden können. Rechtsextremismus und vordemokratische Strukturen in der Gesellschaft wirken sich ganz konkret auf Schulalltag und –politik aus, wie eben auch Schulpolitik ein undemokratishes und „politikmüdes“ Verhalten bei Jugendlichen fördern kann.
Die LSV mit ihren Delegiertenkonferenzen, Seminaren und Workshops stellt zusammen mit den vielen engagierten, demokratische Werte und soziale Gerechtigkeit verteidigenden Schüler*innen überall im Land eine wichtige Kraft für eine bessere, freiere und lebenfrohere Schule und Welt dar. Ein „Teil von jener Kraft, […] die stets das Gute schafft“ zu sein, ist mir eine große Ehre und Freude.

Kontakt zu Johannes