Die Landesverbindungs-lehrer*innen (LaVeLe)

ankeAnke Venohr (Geschäftsführerin)
Lehrerin an der Hauptschule Versmold
Fächer : Deutsch, Geschichte (GL), Mathematik

Nach dem Studium gab es für angehende LehrerInnen kaum Stellen, daher war ich 13 Jahre in der Sozialarbeit tätig. Ich baute ein Jugendzentrum auf und gestaltete die Schulsozialarbeit an der Hauptschule Halle/Westf..
Meine Arbeitsschwerpunkte waren:
Rechtsextremismus abbauen, feministische Mädchenarbeit aufbauen, Einzelfallhilfe leisten , Deeskalationsangebote durchführen und Jungenförderung anbieten.
Seither arbeite ich viel mit unterschiedlichen Institutionen (Beratungsstellen, Sozial-und Jugendamt, Psycholog*innen, Gleichstellungsstellen, Polizei, Opferschutzbeauftragte, Anwältinnen… u.v.m.) zusammen und habe mir dadurch ein großes soziales Netzwerk geschaffen. Davon profitieren die Schüler*innen sehr.
Seit 2002 arbeite ich nun als Lehrerin an der städtischen Hauptschule Versmold.

Die Schwerpunkte meiner Arbeit sind:

  • Ansprechpartnerin für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (wir haben schon über 20 Projekte erfolgreich durchgeführt)
  • Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen
  • Ansprechpartnerin für das Themengebiet sexuelle Gewalt (seit über 20 Jahren Mitglied im Haller Arbeitskreis gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen)
  • Sprecherin der schulischen Steuergruppe

Ich wünsche mir mehr Schüler*innen-Beteiligung / -Mitbestimmung an den Schulen der Sekundarstufe.

Kontakt zu Anke Venohr




uliUlrich Frerichs (stellv. Geschäftsführer)
Ich unterrichte am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Recklinghausen die Fächer Politik/Wirtschaft, Sozialwissenschaften und Philosophie.

Schwerpunkte meiner Arbeit an der Schule bestanden und bestehen, neben der Unterrichtstätigkeit, in folgenden Aktivitäten:

  • Langjährige Arbeit als SV-Verbindungslehrer
  • Organisation der Pressearbeit und der schulinternen Information
  • Organisation/Durchführung des Schülerbetriebspraktikums (als Element der Berufs- und Studienvorbereitung)
  • Organisation von Seminaren zur Europäischen Union in Brüssel

Ziele und Engagement der LSV haben mir so gut gefallen, dass ich mich entschlossen habe, mich in diesem Bereich zu engagieren und die Interessendurchsetzung der Schüler*innen (das wohlwollende Votum durch die Schüler*innen vorausgesetzt) zu unterstützen.

Es gibt kaum etwas Wichtigeres als engagierte junge Menschen, gerade in unserer Welt, die sich z.B. dem ökonomischen Sachzwang ausgeliefert zu sein glaubt und das auch im Bildungssystem: „Bildung“ und „Zwang“ scheinen mir jedoch (und das nicht nur an dieser Stelle!) unvereinbare Begriffe zu sein.

Zum „Bildungs-“ Begriff zu arbeiten und mögliche/notwendige Inhalte in kooperativen Arbeitsformen zu identifizieren, ist mir ein Anliegen. Und: In diesem Zusammenhang darf die Position der Betroffenen (Schüler*innen!) nicht übersehen werden.

Auf gute Zusammenarbeit und nicht vergessen: Es gibt nichts Beständigeres als den Wandel!

Kontakt zu Ulrich Frerichs




felixFelix von Hatzfeld
Ich unterrichte seit dem Schuljahr 2013/2014 am Georg-Büchner-Gymnasium in Düsseldorf Philosophie und Geschichte, vorher war ich in Köln und in Erftstadt-Lechenich tätig.

Nicht zuletzt aufgrund meiner Fächerkombination engagiere ich mich seit längerem in der Schule im Bereich der Rechtsextremismusprävention, beispielsweise durch Argumentationstrainings. Darüber hinaus rege ich Schüler*innen zur Zusammenarbeit mit Geflüchteten an, beispielsweise im Rahmen eines Projektkurses Rassismuskritik: Die Schüler*innen werden gemeinsam mit Geflüchteten aktiv – sei es durch Bastel- und Spielangebote für Kinder in den Unterkünften oder durch ein gemeinsames Fastenbrechen und Come together in der Schule. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Aktivität ist die Aktivität gegen den Kooperationsvertrag zwischen dem Schulministerium und der Bundeswehr. Ich denke, diese Kooperation sollte beendet und durch Friedensbildung in Schulen (und anderen Bildungsinstitutionen) ersetzt werden. Aufgrund der derzeitigen weltweiten Lage rückt der Einsatz für den Frieden ja wieder stärker in das Bewusstsein der Schüler*innen – und aller Menschen. Am liebsten wäre mir natürlich, dass dass sich die globale Politik so verändert, dass Friedensbildung nicht mehr nötig ist, weil die Welt friedlich ist (ein bisschen träumen wird man ja dürfen…)

Darüber hinaus beschäftige ich mich mit grundlegenden Fragen der Demokratisierung der Bildungsinstitutionen, der Struktur des Bildungssystems (Ziel: Eine Schule für Alle!) sowie mit der Frage, was eigentlich unter „Bildung“ zu verstehen ist.

Ich bin seit der 105. LDK Anfang Mai 2012 Landesverbindungslehrer. Es bereitet mir viel Freude, mit den hochmotivierten und hochpolitisierten jungen Menschen der LSV zusammen zu arbeiten, und ich hoffe, dass wir gemeinsam viele Verbesserungen für die nordrhein-westfälischen Schüler*innen bewirken können, kleine und große, denn: „Fortschritt ist die schrittweise Verwirklichung von Utopien“ (Oscar Wilde).

Kontakt zu Felix von Hatzfeld