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LSV NRW fordert Fortführung der Schulsozialarbeit

MegafonVon 2011 bis Ende 2013 wurde die Schulsozialarbeit über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) mit 400 Millionen Euro jährlich unterstützt und finanziert. In diesem Zeitraum wurden rund 3.000 Stellen bundesweit geschaffen, allein 1.500 davon in NRW.

Nachdem 2013 die Schulsozialarbeit aus dem BuT gestrichen wurde, blieben Land und Kommunen auf den Kosten sitzen. Während einige Kommunen die Stellen größtenteils bis Ende 2014 von Restmitteln finanzieren konnten, mussten anderenorts viele Stellen gestrichen werden. Dem stand und steht die Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW) sehr kritisch gegenüber. Von 2015 bis 2017 übernahm das Land NRW je nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit einer Kommune 50-80 % des Betrags für Schulsozialarbeit, welcher zuvor aus dem BuT finanziert wurde. Den Rest müssen weiterhin die Kommunen tragen.

Diese Lösung ist nur befristet bis Ende des Jahres 2017. Die LSV NRW, die Vertretung der 2,6 Millionen Schüler*innen in NRW, fordert, dass die neue Landesregierung aus CDU und FDP sich mit diesem Problem befasst und sich schnellstmöglich die Finanzierung sichert, damit diese Stellen nicht weiter prekär sind und Schulsozialarbeiter*innen sowie Schüler*innen nicht um diese Stellen bangen müssen. Wir fordern klare und langfristige Finanzierungsmaßnahmen!

+++ Kommt zur Demo! +++

Lehrer*innengewerkschaft solidarisiert sich mit Forderungen der Schüler*innen

Anlässlich der am 06.05.2017 in Düsseldorf stattfindenden
Demo gegen Unterfinanzierung hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW der LSV folgende Grußadresse zukommen lassen:

Liebe Schülerinnen und Schüier,
die GEW NRW unterstützt eure Forderungen nach einer generellen Erhöhung der Bildungsausgaben in NRW und einer besseren Finanzierung des BÜdungssystems.
Eure konkreten Forderungen wie eine umfassende Sanierung der Schulen sowie Schaffung von mehr Aufenthaltsqualität an den Schulen, eine flächendeckende und unbefristet finanzierte Schulsozialarbeit und mehr Personal für einen Inkiusiven Schulalltag decken sich vollständig mit unseren Forderungen.
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Stellungnahme: Finanzierung von Inklusion

Seit der Einführung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2006 haben Kinder mit Behinderung das Recht auf eine inklusive Schulbildung. Die Eltern von Kindern mit Behinderung haben das Recht zu entscheiden, ob sie Ihr Kind auf eine Regelschule oder eine Sonderschule schicken. Doch wurde an dieser Stelle wirklich weiter gedacht? Die Realität zeigt uns: Nein, denn wenn man sich “Inklusion” an Nordrhein-Westfalens Schulen einmal genauer ansieht, fällt sofort auf, dass an vielen Stellen Geld fehlt!
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Presseerklärung der Landesschüler*innenvertretung NRW und der Elternschaft Düsseldorfer Schulen (EDS)

Pressekonferenz: „Wir sind mehr wert! – Kostenlose Bildung für alle“ am 26.04.2017

Klares Statement für den Kampf um ein besseres Bildungssystem

DÜSSELDORF. Im Zuge der landesweiten Kampagne der Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW) führte die Interessenvertretung der etwa 2,6 Millionen Schüler*innen des Bundeslandes am 26. April eine Pressekonferenz durch. Anwesend waren, neben Vertreter*innen der LSV NRW, auch Sprecher*innen vieler Bündnisorganisationen, welche die Forderungen der LSV NRW unterstützen und mit der LSV NRW zur Demonstration am 6. Mai aufrufen.
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Pressemitteilung: Demonstration für eine bessere Bildungsfinanzierung

Schüler*innen kündigen Mobilisierung an

Am 6. Mai veranstaltet die Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW) in Düsseldorf eine Demonstration, um den Landtag und die Landesregierung zu einer besseren Finanzierung des Bildungssystems aufzufordern. Nun wurden Pläne des Verbandes öffentlich, die eine weitreichende Mobilisierung beinhalten.

Der Aufwand der Schüler*innen wird für ein klares Ziel in Kauf genommen. „Lasst uns endlich laut werden!“, fordern die Schüler*innen NRWs die bessere Finanzierung des Schul- und Bildungssystems.
Die Organisator*innen der Demonstration aktivierten nun landesweit Schüler*innen und planen die Mobilisierung gemeinsam. Weiterlesen

Pressemitteilung: „Bildung in Nordrhein-Westfalen ist unterfinanziert!“

Schüler*innenvertretungen rufen zu Demonstration auf

Fast ein ganzes Jahr haben sich landesweit Schüler*innenvertreter*innen mit der Finanzierung des Bildungssystems beschäftigt. Unter dem Titel „Wir sind mehr wert! – Kostenlose Bildung für alle“ rufen nun die Bezirksschüler*innenvertretungen aus ganz NRW um ihren Dachverband, die Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW), zu einer Kundgebung in Düsseldorf auf. Der Aufruf für die Demonstration am 6. Mai dieses Jahres richtet sich an die Bürger*innen Nordrhein-Westfalens und soll „die Politik und die Bevölkerung endlich auf die massive Unterfinanzierung des Bildungssystems aufmerksam machen“, sagt der Vorstand der LSV NRW.
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Stellungnahme zur Digitalisierung des Bildungssystems

Landesschüler*innenvertretung fordert Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen

Unsere Umwelt wird zunehmend digitalisiert, ob es sich um die zunehmende Verbreitung der sozialen Netzwerke handelt oder die Möglichkeit, alles online zu bestellen: Unser Leben spielt sich immer mehr in der digitalen Welt und im Internet ab. Das Internet ermöglicht es, an jede Information zu gelangen, die wir uns wünschen.
Leider ist es unserem Schulsystem nicht gelungen, diesen Wandel zu vollziehen. Noch immer regieren in den Klassenräumen die Tageslichtprojektoren (auch Overhead-Projektoren, kurz OHP genannt), welche schon zur Schulzeit unserer Eltern und Großeltern weit verbreitet waren. Was für viele Schüler*innen anderer Nationen unmöglich klingt, ist leider Alltag in unserem Schulsystem. Weiterlesen

Stellungnahme zum Kooperationsverbot im Bildungsbereich

ResolutionStellungnahme der Landesschüler*innenvertretung NRW
zum Kooperationsverbot im Bildungsbereich zwischen Bund und Ländern

Spätestens seit der Föderalismusreform 2006, bei der die Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern in großem Umfang neu geregelt wurden, begleitet uns das geheimnisvolle Wort “Kooperationsverbot” in fast jeder bildungspolitischen Debatte. Bis heute wird es gerne als allgemeine und über allem stehende Begründung für die Unterfinanzierung der Bildungssysteme der 16 Bundesländer angeführt, verbunden mit der Botschaft, dass es nur an der Ignoranz des Bundes liege, wenn finanzschwache Kommunen und Länder keine Unterstützung für die Sanierung ihrer schulischen Infrastruktur erhalten. Fest steht, dass die Leidtragenden des Hin und Hers im deutschen Föderalismus letzten Endes immer die Schüler*innen sind – und oft auch die Lehrer*innen – ganz gleich, ob sie in Nordrhein-Westfalen, in Berlin oder anderswo zur Schule gehen.
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Pressemitteilung: „Unsere Bildung ist mehr wert!”

Jugendbündnis positioniert sich gegen Bildungsunterfinanzierung

„So geht es nicht weiter” – zu diesem Entschluss kam die Interessenvertretung der etwa 2,6 Millionen Schüler in Nordrhein-Westfalen am Anfang des laufenden Schuljahres und rief die Kampagne „Wir sind mehr wert! – Kostenlose Bildung für alle” ins Leben. Nun lud die Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW) am 01.02.17 zum zweiten Bündnistreffen nach Düsseldorf ein, um mit interessierten Organisationen über weitere Perspektiven der Kampagne zu diskutieren. Ein Ziel war für die Anwesenden schnell klar: Eine Möglichkeit zu finden, viele Unterschriften für ihr Anliegen zu sammeln. Weiterlesen

Offener Brief der LSV NRW an Sylvia Löhrmann

Nach unserem letzten Gespräch mit NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann haben wir sie gebeten, uns in einer offiziellen Stellungnahme auf unsere
Kampagne und die damit verbundenen Forderungen zu antworten.
Mittlerweile liegt uns nicht nur diese Stellungnahme des MSW zur Kampagne (pdf, 87kB) vor, wir haben außerdem bereits in einem offenen Brief eine Antwort darauf verfasst, die wir hiermit veröffentlichen:

Sehr geehrte Frau Ministerin Löhrmann, sehr geehrter Herr Dr. Holzem,
die Landesschüler*innenvertretung NRW möchte sich bei Ihnen für die informative Stellungnahme zum momentanen Landeshaushalt bedanken, in welchem Sie insbesondere auf gestiegene Ausgaben im Bildungsbereich eingehen. Die LSV NRW hat das Schreiben zur Kenntnis genommen, war schlussendlich jedoch stark irritiert von dem Inhalt Ihrer Rückmeldung. Sie gehen in Ihren Ausführungen kaum auf die Kampagne “Wir sind mehr wert! – Kostenlose Bildung für Alle” ein, sondern nennen überwiegend Zahlen zu den finanziellen Bemühungen der Landesregierung.
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LSV NRW solidarisiert sich mit streikenden Lehrer*innen

Megafon Die Interessenvertretung der ca. 2,5 Mio Schüler*innen NRWs erklärt sich solidarisch mit den streikenden Lehrer*innen und pädagogischen und sozialen Fachkräften. Schon seit Jahrzehnten verdienen in NRW und bundesweit Lehrer*innen, die im öffentlichen Dienst angestellt sind, deutlich weniger Geld als ihre Kolleg*innen mit Beamtenstatus und dies für die absolut gleichen Aufgaben. Allein in NRW betrifft dies ca. 40.000 Lehrer*innen. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sowie der Deutsche Beamtenbund (DBB) rufen nach der gescheiterten Verhandlungsrunde mit Arbeitgeber*innen auf Bundesebene in NRW auch am 9. Februar wieder zu Warnstreiks in ganz NRW auf. Schon am 01. Februar streikten in NRW weit mehr als 2.000 Beschäftigte für insgesamt 6 Prozent mehr Gehalt.
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Stellungnahme: Schulsozialarbeit wichtiger Bestandteil des Schullebens

ResolutionViele Schüler*innen kennen es – Ärger mit den Eltern, Probleme in der Klasse, Überforderung im Unterricht oder Prüfungsangst überschatten alles Positive. Die Schule entwickelt sich für viele Kinder und Jugendliche immer weiter zu einem Lebensraum, der natürlicherweise auch Probleme mit sich bringt. Die Normalität dessen ist allgemein bekannt, trotzdem ist die Schulzeit ein besonders elementarer Teil des Erwachsenwerdens. Und dieser Prozess erfordert individuelle Förderung und Unterstützung für jede*n einzelne*n Schüler*in.
Wie können wir also erreichen, dass den Schüler*innen neben fachlichem Wissen aus dem Unterricht auch eine Anlaufstelle bei Problemen geboten wird?
Die Landesschüler*innenvertretung NRW fordert- auch im Zuge der Kampagne „WIR sind mehr wert – Kostenlose Bildung für alle!“ einen weitreichenden Ausbau der Stellen für Schulsozialarbeiter*innen an NRWs Schulen. Die Sozialarbeit ist ein elementarer und tragender Grundpfeiler für das schulische Zusammenleben. Ansprechpartner*innen für Schüler*innen dürfen nicht nur aus dem jeweiligen Lehrer*innenkollegium stammen. Das ist besonders dadurch begründet, dass Lehrer*innen in den wenigsten Fällen die richtige Ausbildung vorweisen können und infolgedessen in vielen Situationen nicht in dem Maße als Vertrauenspersonen geeignet sind, wie Sozialpädagog*innen das wären. Viele Gründe sprechen also für eine Erweiterung des sozialpädagogischen Angebots:
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Stellungnahme zum (strukturellen) Lehrkräftemangel

ResolutionFast täglich hört man quer durch alle Medien von einem eklatanten Mangel an Lehrerinnen und Lehrern an den nordrhein-westfälischen Schulen – so ist dieses Problem auch schon seit vielen Jahren einer der Hauptkritikpunkte der LandesschülerInnenvertretung NRW an der Bildungspolitik des Landes. Seit langem bekommen viele Schüler*innen des Landes die Konsequenzen dieser Situation zu spüren – zu große Klassen, teilweise hervorgerufen durch sehr hohe Richtwerte, beengte Verhältnisse in Kursen jenseits von 30 Schüler*innen, häufiger Unterrichtsausfall auch über längere Zeit hinweg und das völlige Ausbleiben von individueller Förderung gehören vielerorts längst (oder noch immer) zur Normalität.
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BSV Ennepe-Ruhr fordert Geld für Schulen

BildungsfinanzierungDie Bezirksschüler*innenvertretung des Ennepe-Ruhr-Kreises hat bereits vor einigen Wochen in einem Offenen Brief den zuständigen Landrat aufgefordert, sich mehr für die Schüler*innen des Kreises einzusetzen, insbesondere, mehr Geld für Schulgebäude, Ausstattung der Schulen sowie Lehr- und Lernmittel zur Verfügung zu stellen.
Wir veröffentlichen an dieser Stelle den Offenen Brief der Schüler*innen und weisen außerdem auf zwei darauf folgende Presse-Artikel hin.
Am Beispiel des Ennepe-Ruhr-Kreises wird nicht nur deutlich, wie dramatisch unterfinanziert das Bildungssystem ist, sondern auch, dass die Schülerinnen und Schüler NRWs nicht mehr gewillt sind, die Zustände länger hinzunehmen, unter denen sie tagtäglich zuz leiden haben.

Links:
Offener Brief der BSV EN (pdf, 232 kB)
Bezirksschülervertretung EN prangert Missstände an (derwesten.de, 13.09.2016)
Milliarden für marode Schulen (derwesten.de, 29.09.2016)
Kontakt zur BSV Ennepe-Ruhr
Petition der LSV NRW gegen die Unterfinanzierung des Bildungssystems

Wir sind mehr wert!

falt-unter-smallSo lautet der Titel unserer Kampagne gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems. Es fehlt an allen Ecken: Zu wenig Lehrer*innen, zu wenig Schulsozialarbeit, marode Schulgebäude, schlechte Ausstattung, vielerorts gibt es nicht einmal spezielle ÖPNV-Tickets für Schüler*innen.
Mehr Infos zum Thema und unseren Forderungen sind zu finden in unserem
Faltblatt (pdf, 799kB), das auch kostenfrei bestellt werden kann.