Antikriegstag: Die LSV in Stukenbrock

Antifaschismus Anlässlich des Antikriegstages fand am 05.09. auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof Stukenbrock die jährliche Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer des Zweiten Weltkrieges statt. Die LSV NRW war dort vertreten und hat folgendes Grußwort gehalten:

Vor fast genau 76 Jahren startete Deutschland in Europa einen Krieg, welcher die ganze Welt erfassen und den Lauf ganzer Nationen ändern sollte. Er legte Städte in Schutt und Asche, verseuchte Land und Erde und vernichtete beinahe ganze Völker.
Die Gier dieses Krieges war unersättlich. Er verschlang Millionen an Menschenleben in einer Art und Weise, die seine Schöpfer als „total“ bezeichneten. Ein gesamtes Volk sollte fortan nur noch für den Krieg produzieren, für den Krieg arbeiten, für den Krieg leben und für den Krieg sterben.
Mit diesen Erinnerungen und Erzählungen von Menschen, die durch die Hölle gingen, haben wir die Pflicht, niemals zu vergessen, dass der wahre Feind der Krieg und seine Urheber sind! Sollten wir in dieser Pflicht jemals versagen, so wird die Welt erneut vor dem Abgrund stehen. Doch was bedeutet diese Pflicht? Sie bedeutet wachsam und mutig dem aufkeimenden Faschismus und Militarismus zu begegnen!
Aber anstatt dass wir im Sinne dieser antifaschistischen Tradition erzogen und unterrichtet werden, wird Fremdenhass geschürt und alte Feindbilder werden neu aufgebaut. Zum Beispiel durch eine einseitige Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt, bei dem die westlichen Staaten als die friedensbringenden, uneigennützigen Samariter und Russland als der eindeutige Feind der Demokratie dargestellt wird. Diese Schwarz-Weiß-Malerei dient letztlich Urhebern westlicher Kriege, die dank ihrer Meinungsmache ungeschoren ihre Macht sowohl wirtschaftlich, als auch militärisch im Osten ausbauen können.
Nach der Auflösung der Sowjetunion behaupteten die damaligen Mitglieder der NATO, dass eine Osterweiterung nicht geplant sei. Wir wissen alle, dass die NATO sich anders entwickelt hat: Mittlerweile wird über die Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO diskutiert.
Wir als SchülerInnen sollten im Geiste des Friedens erzogen werden und zu Ablehnung gewalttätiger, also kriegerischer Konfliktlösung. Aber stattdessen kommen die Vertreter des Krieges in das Klassenzimmer und locken uns mit Karrieremöglichkeiten, Ausbildungs- und Studienplätzen und dem Erleben von Abenteuer und Kameradschaft. So sollen wir den Frieden erlernen? Durch Hass und Feindschaft? Krieg führt nur zu unendlichem Leid. Daher fordern wir den Ausschluss des Militärs aus den Schulen! Kein Kind soll mehr ein Opfer dieser Kriegspropaganda werden, wie sie musterhaft von der Bundesregierung und den Medien ausgeführt wird. Es braucht Mutige, welche sich entschlossen diesem Wahn entgegenstellen und jeden Krieg unmöglich machen. Wir wollen in Frieden leben und in diesem heranwachsen. Wie schon Jean Jaures wusste: „Nicht der Krieg ist revolutionär, der Frieden ist revolutionär.“ Wer ein Feind des Friedens ist, der ist unser Feind. Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

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