Presseerklärung der Landesschüler*innenvertretung NRW und der Elternschaft Düsseldorfer Schulen (EDS)

Pressekonferenz: „Wir sind mehr wert! – Kostenlose Bildung für alle“ am 26.04.2017

Klares Statement für den Kampf um ein besseres Bildungssystem

DÜSSELDORF. Im Zuge der landesweiten Kampagne der Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW) führte die Interessenvertretung der etwa 2,6 Millionen Schüler*innen des Bundeslandes am 26. April eine Pressekonferenz durch. Anwesend waren, neben Vertreter*innen der LSV NRW, auch Sprecher*innen vieler Bündnisorganisationen, welche die Forderungen der LSV NRW unterstützen und mit der LSV NRW zur Demonstration am 6. Mai aufrufen.

„Wir unterstützen die Forderungen der LSV vollumfänglich“, begann Antje Schuh (Elternschaft Düsseldorfer Schulen) ihre Positionierung zur bald anstehenden Demonstration. Die Elternschaft Düsseldorfer Schulen habe sich unter anderem aufgrund des Sanierungsstaus gegründet.
Collin Hauke (17), Mitglied des Vorstandes der LSV NRW, stellte die Kampagne in den Grundzügen vor: „Wir haben uns für die Kampagne entschieden, weil die Zustände an den Schulen für uns Schüler*innen nicht zumutbar sind. Wir erwarten von dem Land eine erhebliche Erhöhung des Bildungsetats, eine umfassende Finanzierung der Schulsozialarbeit und endlich die Beseitigung des strukturell bedingten Lehrkräftemangels“. Antje Schuh sprach in diesem Zusammenhang von einer nahezu „desolaten“ Situation.
Am 6. Mai findet nun die Demonstration für eine bessere Finanzierung des Bildungssystems statt. Das Landes-Asten-Treffen (LAT), das ebenfalls einen Vertreter zur Pressekonferenz entsandte, ruft mit der LSV gemeinsam auf. „Wir können die Forderungen bestens nachvollziehen und auf den universitären Bereich übertragen“, erklärte Marcus Lamprecht die Position des LAT. Die Studierenden rufen am „bildungspolitischen Wochenende“ vom 6. auf den 7. Mai zu einer weiteren Demonstration am Sonntag auf. Hier werde auch dafür demonstriert, dass es in NRW weiterhin keine Studiengebühren geben soll.
Luca Samlidis (17), Mitglied des Landesvorstandes und Organisator der Pressekonferenz, nannte Beispiele für das Ausmaß der Unterfinanzierung: „Wenn wir Schüler*innen uns nicht mehr trauen, in der Schule die Toiletten zu besuchen, läuft etwas falsch. Und bei Unterrichtstagen bis 16:00 Uhr oder sogar 18:00 Uhr ist eine warme und gesunde Mahlzeit doch wohl eine Selbstverständlichkeit“.
Luca Samlidis dankte der BezirksschülerInnenvertretung (BSV) Düsseldorf, die mit Vorstandsmitglied Giustina Ruehs vertreten war, im Nachhinein für die hervorragende Mobilisierungsarbeit. Die Organisationen des Bündnisses müssten nun weiter eng zusammenarbeiten.
Ulrich Frerichs, Landesverbindungslehrer, fand deutliche Worte zum Schluss: „Bildung geht alle etwas an und neben dem Alltagsstress sollte die Bildungsfrage nicht untergehen“. Antje Schuh bekräftigte: „Wenn junge Menschen so etwas Großes auf die Beine stellen hat das auch verdient, in die Öffentlichkeit zu gelangen“.
Auch Jutta Löchner, die für die Landeselternschaft der Gymnasien anwesend war, unterstützt die Forderungen im Rahmen der Kampagne in vollem Umfang.
Die LSV NRW kündigte eine weitgehende Mobilisierung in NRW an. Insbesondere in Düsseldorf seien Aktionen bis zum 6. Mai in besonderem Umfang zu erwarten.

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Marcus Lamprecht (LAT NRW), Jutta Löchner (LE Gym), Ulrich Frerichs (LSV NRW), Luca Samlidis (LSV NRW), Collin Hauke (LSV NRW), Antje Schuh (EDS), Giustina Ruehs (BSV Düsseldorf)

Wir sind mehr wert!

falt-unter-smallSo lautet der Titel unserer Kampagne gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems. Es fehlt an allen Ecken: Zu wenig Lehrer*innen, zu wenig Schulsozialarbeit, marode Schulgebäude, schlechte Ausstattung, vielerorts gibt es nicht einmal spezielle ÖPNV-Tickets für Schüler*innen.
Mehr Infos zum Thema und unseren Forderungen sind zu finden in unserem
Faltblatt (pdf, 799kB), das auch kostenfrei bestellt werden kann.